Teilnehmer des Architektur-Wettbewerbs besichtigen Plenum

31. Jänner 2008, 15:54
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Während der kommenden Sitzungswoche mehr als 50 Architekten erwartet -"Rückfragekolloquium" am 1. Februar

Wien - Im Zuge des laufenden Architektur-Wettbewerbs für den geplanten Umbau des Nationalrats-Sitzungssaals werden in der kommenden Woche mehr als 50 Architekten im Parlament erwartet. Die Teilnehmer an dem Wettbewerb, der noch bis April läuft, sollen die Gelegenheit erhalten, die beiden Plenartage am Mittwoch und Donnerstag hautnah mitzuerleben. Am Freitag gibt es dann noch ein sogenanntes "Rückfragekolloquium", bei dem sich Mitglieder der Jury den Fragen der Architekten stellen.

Wie der für den Umbau verantwortliche Vize-Parlamentsdirektion, Sigurd Bauer, auf Anfrage der APA am Freitag mitteilte, soll den an dem Wettbewerb teilnehmenden Architekten erklärt und gezeigt werden, "was an einem Plenartag im Parlament los ist". Sie sollen vom Balkon und von der Besucher-Galerie aus die Sitzungen im Plenarsaal beobachten: "Sie sollen sehen, wie ein Plenum abläuft, und die Atmosphäre aufnehmen können". Daneben werden Mitarbeiter der Parlamentsdirektion Hausführungen für die Architekten durchführen.

Der Wettbewerb läuft bis 3. April

Am Freitag - an dem Tag findet keine Nationalratssitzung statt - wird im Plenarsaal das "Rückfragekolloquium" abgehalten. Die Teilnehmer können dabei der Wettbewerbs-Jury unter Vorsitz des in Wien lebenden slowenischen Star-Architekten Boris Podrecca Fragen zum geplanten Umbau stellen. Im März wird es einen weiteren Termin für eine örtliche Begehung und für eine Aussprache mit der Jury geben.

Die Jury wird in einem zweistufigen Architektenwettbewerb den Sieger für das Projekt "Umbau des Sitzungssaals des Nationalrats" ermitteln. Der Wettbewerb wurde Anfang Jänner im Amtsblatt der EU ausgeschrieben. Der Wettbewerb läuft bis 3. April. Noch im April soll aus den Bewerbungen eine Shortlist erstellt werden. Die Entscheidung über die Beauftragung wird voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August 2008 fallen, Baubeginn ist dann um die Jahreswende 2009/2010. Der Umbau soll 21 Millionen Euro kosten.

In der Ausschreibung heißt es, "der NR-Saal des Parlaments soll unter Wahrung seiner Authentizität (Architektur der Wiederaufbau-Phase, 50er Jahre) und der seither gegebenen Identifizierung innerhalb der Bevölkerung an die zeitgemäßen Anforderungen angepasst werden. Die Schaffung moderner Arbeitsplätze für die Abgeordneten sowie die Gewährleistung bewährter Funktionalitäten im parlamentarischen Betrieb stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die Bewahrung des seit 50 Jahren vertrauten Ambiente des Saales."

Die Sitzungen des Nationalrats werden während der Bauzeit im historischen Sitzungssaal abgehalten. Dieser muss allerdings erst für diese neue Zweckwidmung fit gemacht werden. (APA)

  • Mit dem Baubeginn des neuen Plenarsaals ist nicht vor der Jahreswende 2009/2010 zu rechnen.
    foto: standard/cremer

    Mit dem Baubeginn des neuen Plenarsaals ist nicht vor der Jahreswende 2009/2010 zu rechnen.

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