Search Wikia: Freie Suchmaschine des Wikipedia-Gründers geht online

10. Jänner 2008, 13:45
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Community soll Qualität der Suchergebnisse verbessern und so Google und Co. Konkurrenz machen - Erste Alpha-Version zum Testen

Mit einem neuen Projekt geht Wikipedia-Gründer Jimmy Wales an den Start: Search Wikia soll den großen Suchmaschinen von Google und Co. mit seinem freien und offenen Ansatz Konkurrenz machen.

Offen

Konkret bedeutet dies nicht nur, dass die Software vollständig als Open Source entwickelt ist, sondern dass die BenutzerInnen auch bei der Verbesserung der Qualität der Suchergebnisse helfen soll. Auf diese Weise will man vom "Wissen der Masse" profitieren - ähnlich wie man es schon bisher bei Wikipedia tut.

Alpha

Die jetzt veröffentlichte Version von Search Wikia bezeichnet man explizit als frühe Testversion, die "nur" 50 bis 100 Millionen Internet-Seiten indiziert hat. Das ist ein Bruchteil des Datenbestandes der Konkurrenten Google, Yahoo oder MSN.

Systematisch

Wales begründete seine Initiative gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" kürzlich damit, dass alle Suchmaschinen geschlossene Systeme seien und jeweils einer Firma gehörten. Als "Bürger des Internets" müsse man jedoch "Transparenz und Offenheit" gewährleisten. Anders als Wikipedia ist die Suchmaschine aber ein kommerzielles Projekt. Betreiber ist die Firma Wikia.com, die Wales 2004 gründete. Die Suchmaschine soll sich über Werbung finanzieren, an der die freiwilligen Mitarbeiter jedoch nicht beteiligt werden sollen.

Zusammenarbeit

Als Beispiel für die Mitarbeit nannte Wales, wenn etwa mehrere Surfer eine Seite als Spam (Müll) markierten, erscheine diese nicht mehr in den Ergebnislisten. Der Open Source-Ansatz soll Nutzern mit Programmierkenntnissen ermöglichen, herauszufinden, wie die Suchergebnisse zustande kommen und die Software selbst weiterzuentwickeln. (red/APA)

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