Verbeultes Vergnügen - Die Xbox 360 als Rennwagensimulator

7. Jänner 2008, 13:30
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Need For Speed: Pro Street und Project Gotham Racing 4 liefern sich ein erbittertes Rennen

Wie fährt man am besten Auto, wenn man keines hat, dafür aber zum Beispiel eine XBox 360? Die letzten Monate brachten mit Need for Speed ProStreet (EA, alle Plattformen, ab 6 Jahren, ca. 55 Euro) und Project Gotham Racing 4 (Microsoft, XBox360, ab 6 Jahren, ca. 60 Euro) nicht nur Fortsetzungen etablierter Rennserien. Die Mainstream-Spiele stiegen auch im Anspruch, wurden realistischer und bewegten sich in Richtung Simulation.

Need For Speed

Das neue Need for Speed simuliert Wettbewerbe auf abgesperrten Parcours. Individuell gestaltete und getunte Golf GTIs, Porsches oder Nissans werden dort individuell zerbeult, der Schaden wirkt sich entsprechend auf das Fahrverhalten aus. Auf die Autos selbst wurde besonderer Wert gelegt: Optisch machen sie ziemlich was her, die Tuning-Möglichkeiten sind enorm. Die Steuerung wirkt nicht extra dynamisch, was die Sache für Anfänger immerhin leichter macht. Die Vernetzungsmöglichkeiten der neuen Konsolen werden genutzt - kompetitiv Gesinnte dürfen sich mit weltweiter Konkurrenz vergleichen.

Project Gotham Racing 4

Was Need for Speed an Flair und vordergründiger Attraktion abgeht, bietet Project Gotham Racing 4. Wechselnde Wetterverhältnisse während der Rennen und die Möglichkeit, Motorräder zu fahren, sorgen für Abwechslung. Die Umgebungsgrafik, die zum Sightseeing einlädt, und ein besonders cooler Soundtrack ("The Prodigy" spielte exklusiv für das Spiel einen Track ein) verdichten die Stimmung. Ein Wort zur Detailverliebtheit: Es wurden beispielsweise Zuschauer animiert, die hinter jenen mit den Regenschirmen (bei Regen) stehen, den Fotoapparat über ihren Kopf halten und knipsen.

Konzentration

Gothing Racing gibt aber nicht nur, es fordert auch. Nämlich Können, Feingefühl am Controller. Am Anfang mag man die Abwesenheit eines Lenkrads als Eingabegerät verfluchen. Wer Spaß dran haben will, muss lernen, optimal durch die Kurven zu driften. Also: üben, üben, üben. (Alois Pumhösel/DER STANDARD, Printausgabe 1. Jänner 2008)

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    screenshot: derstandard.at
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