Vorerst kostenlose Umbuchungen für Kenia-Reisende möglich

7. Jänner 2008, 11:43
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Noch keine offizielle Reisewarnung - Außenministerium meldet hohe Sicherheitsgefährdung im gesamten Land und empfiehlt, nicht zu reisen

Wien - Wegen der Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen in Kenia haben zahlreiche Reiseveranstalter ihren Kunden jetzt Umbuchungen angeboten. Der TUI-Konzern (Gulet Touristik, TUI, 1-2-Fly) ebenso wie die zur REWE Touristik (ITS Billa Reisen) gehörenden Meier's Weltreisen und Dertour haben am Mittwochnachmittag erklärt, dass ihre Kunden vorerst bei Reiseantritt bis Mitte Jänner (konkret bis 13. bzw. 11. Jänner) ihre Kenia-Reisen kostenlos umbuchen können. Auch das Österreichische Verkehrsbüro hat seinen Kunden, die in diesen Tagen nach Kenia geflogen wären, den Reiseantritt zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht.

Eine kostenlose Stornierung der Reise ist derzeit nicht möglich. Dies ginge nur im Falle einer offiziellen Reisewarnung durch Außenministerium, die derzeit nicht vorliege, sagte Verkehrsbüro-Vertriebsleiter Walter Krahl auf APA-Anfrage. Man hoffe, dass sich die Situation in den nächsten Tagen wieder beruhige bzw. dass man zumindest wisse, wie es weitergeht.

Das Außenministerium spricht auf seiner Internetseite von einer "hohen Sicherheitsgefährdung" im gesamten Land. "Auch von Touristen frequentierte Landesteile wie die Küste und der Masai Mara Nationalpark sind von der instabilen Situation betroffen. Den sich in Kenia aufhaltenden Österreichern wird geraten, nach Möglichkeit keine Reisebewegungen innerhalb Kenias durchzuführen und die weitere Lage am derzeitigen Ort des Aufenthaltes abzuwarten. Aufgrund der nicht vorhersehbaren Lage wird derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Kenia abgeraten", erklärte das Außenministerium.

Für die rund 2.000 Österreicher, die sich derzeit schon in Kenia aufhalten hat es bisher jedoch keine Gefahr gegeben, betonen Außenministerium und Reiseveranstalter einhellig. Vorort hätten die Urlauber nichts von den Unruhen mitbekommen, sagte Krahl vom Verkehrsbüro. Lediglich die Safaris am Land seien eingestellt worden. Flugsafaris zu den Nationalparks würden weiterhin durchgeführt. Auch bei der Abreise gebe es keinerlei Probleme. Die Verbindungen vom Hotel zu den Flughäfen seien sicher und auch die Flüge würden wie geplant durchgeführt, so Krahl.

Oftmals reisen Kenia-Touristen aber auch ohne Reiseveranstalter. Mit dem Verkehrsbüro sind derzeit 30 Österreicher in Kenia. Sie kommen planmäßig noch diese Woche zurück. TUI Österreich hat aktuell 120 Gäste im Land. Vorzeitige Abreisewünsche hat es laut Meier's Weltreisen vorort noch nicht gegeben. (APA)

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    Reisewarnung gibt es noch keine - aber erhöhte Vorsicht ist bei Reisen nach Kenia geboten.

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