Die Hoffnung lebt

29. Februar 2008, 20:59
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Erinnert sich noch jemand an "Medicopter 117"? - Die Serie dient als Beweis, dass das Fernsehen in Wirklichkeit gleich bleibt ...

Die letzte Fernsehüberraschung im alten Jahr war den Skispringern in Garmisch-Partenkirchen zu verdanken. Das heißt eigentlich, den durch Wind und Schneefall verursachten Bedingungen am Schanzentisch in Süddeutschland. Vielleicht war ja das der Grund, weshalb ORF 1 mit seinem Ersatzprogramm nicht nur in der Gegend bleiben, sondern auch das Themengebiet Fliegen nicht aufgeben wollte. Erinnert sich eigentlich noch jemand an "Medicopter 117"?

Jedenfalls hatte das Wiedersehen mit den Flugrettern in den "Armageddon"-Overalls schon beinahe Symbolcharakter. Und zwar dahingehend, dass das Fernsehen doch nicht - wie allseits angenommen - täglich schlechter wird. "Wie in alten Zeiten", meinte Sabine Petzl zu ihrem Liebhaber, kurz bevor die beiden mit ihrem Kleinbus von einem Erdhang verschüttet wurden. Die Zeit wurde alsbald so knapp wie das alte Jahr: "Wir haben nur noch Luft für zwei Stunden!" Zum Glück kam Serge Falck als Sani-Peter wieder einmal gerade rechtzeitig, er brauchte für eine Art tektonischen Luftröhrenschnitt nur ein Betonrohr in Grund und Boden zu stemmen.

Somit diente die bis vor wenigen Jahren von RTL und ORF koproduzierte Serie am Silvesternachmittag als Beweis, dass das Fernsehen in Wirklichkeit gleich bleibt. Und dass die Hoffnung lebt: Wenn das Licht unter Tage erlischt, braucht man nämlich auch dort nur die Kühlschranktür aufzumachen. Fernsehtechnisch ein erprobter Vorsatz fürs neue Jahr. (pek/DER STANDARD; Printausgabe, 2.1.2008)

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    foto: orf
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