Wenige Anzeigen und zwei Festnahmen bei Rummel in Wien

Redaktion, 17. Jänner 2008 14:44

630.000 Besucher trotz schlechter Wetterverhätlnisse auf Silvesterpfad

Wien - Zwar ohrenbetäubend laut, aber friedlich ist der nächtliche Neujahrsrummel in Wien abgelaufen. Nach Angaben der Polizei von heute, Dienstag, gab es auf dem Silvesterpfad in der Innenstadt 19 Anzeigen vorwiegend wegen Körperverletzungen und Diebstählen. Zwei Personen wurden festgenommen. Lediglich 157 Anzeigen wurden nach dem Pyrotechnikgesetz erlassen, mehrere hundert Kracher und Feuerwerkskörper beschlagnahmt.

Die 18. Ausgabe des Wiener Silvesterpfades hat trotz der anfänglich eher ungemütlicher Witterungsverhältnisse wieder zahlreiche Gäste ins Zentrum der Bundeshauptstadt gelockt. Insgesamt 630.000 Besucher vergnügten sich zwischen 14.00 und 2.00 Uhr auf der 3,5 Kilometer langen Eventmeile bei Musik, Tanz und Unterhaltung.

Von Klassik bis Volksmusik

Das auf elf Bühnen gebotene Programm reichte von Klassik über Volksmusik bis Pop. Die Highlights der Veranstaltung sparte man sich selbstverständlich für Mitternacht auf: Zum Jahreswechsel verwandelte sich der Graben unter Walzerklängen erneut in Wiens "größten Ballsaal". Tausende tanzten - mehr oder weniger sicheren Schrittes - unter den überdimensionalen, erleuchteten Kronleuchtern übers Freiluft-Parkett ins neue Jahr.

In der ganzen City knallten Sektkorken und Feuerwerkskörper, wobei auf ein offizielles Feuerwerk auch heuer wieder verzichtet wurde. Der Höhepunkt des EM-Schwerpunktes fand exakt um 0.00 Uhr statt: Nachdem auf den Bühnen Am Hof und am Rathausplatz ein Countdown bis zum Jahreswechsel heruntergezählt worden war, wurde mit großflächigen Leinwand-Projektionen das EURO-Jahr 2008 offiziell begrüßt. Bereits im Vorfeld sollten eine Torschusswand sowie die an allen etwa 100 Gastronomieständen ausgegebenen Silvesterhäferl mit aufgedruckten Fußball-Schweinen Stimmung für das kommende Kick-Event machen.

Gegen 2.00 Uhr erloschen dann die Bühnenspots. Während sich zahlreiche Besucher via Öffis, die auch diesmal wieder auf 35 Linien die ganze Nacht unterwegs waren, auf den Heimweg machten, nahm der Putztrupp der MA48 Aufstellung, um die Innenstadt bis in die Morgenstunden von Flaschen und anderem Müll zu befreien. Über eine beinahe einsatzfreie Nacht konnten sich Exekutive und Rettungsdienste freuen. (APA)

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tiroler schluchtzer
01.01.2008 18:09

Da freut es mich ja, dass ich mit 630.000 (gezählten) Sternen und ein paar guten Freunden auf einer Alm gefeiert habe und von Knallern und Lärm verschont geblieben bin...

oneworld1
01.01.2008 15:25
Wenige Anzeigen?

Die angeblich wenigen Anzeigen wundern mich nicht, denn sie machen ja nur dann Sinn, wenn man weiß, wen man anzeigen muss. Bei den Böllern ist es leider so, dass man meistens nicht sieht/weiß, wer die Knaller geworfen hat, die Schaden angerichtet haben, bzw. sind die Schuldigen in solchen Fällen gleich verschwunden. Sich dann noch mit der Polizei abzugeben, wäre nur unnütze, nervenaufreibende Zeitverschwendung.

See1
01.01.2008 15:14
Fast einsatzfreie Nacht für die Rettungskraft

Ich finde es schön, dass es bis auf kleine Zwischenfälle ein halbwegs friedliches Sylvester in der Innenstadt war. Vielleicht doch ein Zeichen der einkehrenden Vernunft. Prosit Neujahr 2008

Ibsen
01.01.2008 11:55
2008!!!! Frohes neues Jahr!

Nächstes Jahr schon 630.001, weil ich auch nach Wien komme!!! :-)

Calexianer
01.01.2008 11:05

fragt sich nur, wer die 630.000 gezählt hat. Irgendwann werdens dann halt einmal mehr werden als Einwohner Österreichs (überhaupt bei der Bevölkerungsentwicklung). Erinnert an's Donauinselfest mit seiner Rekordfantasterei.

Walter Kaiser
 
01.01.2008 15:55
Wie man das zählt, würd mich auch interessieren.

Aber es sind ja nicht nur Wiener dagewesen sondern auch unheimlich viele Touristen und Freunde aus den Bundesländern.

Daniel Dillinger
01.01.2008 15:40

Ich will Sie nicht erschrecken, aber Gerüchten zu Folge waren auch Ausländer unter den Besuchern am Silverpfad.

oneworld1
01.01.2008 15:19

Völlig richtig, in Wirklichkeit kamen weniger Silvesterpfad-Besucher denn je, und mehr als die Hälfte waren Touristen! Ich war von 19:00 bis 23:00 in der City und fand es überaus angenehm, dass es zu keinem Zeitpunkt Drängerei gab, dass man überall genug Platz zum Tanzen hatte und sogar die diversen Snack-Standln und Lokale nicht überfüllt waren. Wir mußten uns nirgends länger als 3 Minuten anstellen - super für die Besucher, sicher sehr enttäuschend für die Politiker und die Wirtschaft. Es hat sich wohl nicht nur bei den Wienern sondern auch bei den Touristen inzwischen herumgesprochen, wie sehr die Knallerei nervt und wie gefährlich sie ist. Habe selbst eine lichterloh brennende Whg gesehen und einen ernsten Unfall mit einer Leuchtrakete.

chain
01.01.2008 01:17
Danke, mir hat es schon wieder gereicht.

Ein Kracher vor die Füße, ein anderer hat mir ein Loch in den Mantel gebrannt. War um 22.15 stocksauer wieder zuhause! Nächstes Jahr bin ich auf einer Südseeinsel! Never ever again Silvesterpfad in Wien!

Dominik Maria Rosenauer
01.01.2008 20:03
Trotzdem Prosit Neujahr!

Lassen Sie sich den Jahresanfang nicht von einem Brandloch vermiesen. Es kann nur besser werden :-)


Walter Kaiser
 
01.01.2008 22:53
Genau!

Walter Kaiser
 
01.01.2008 15:58
Ein Kracher vor die Füße? SEHR OAG ...

... damit konnte niemand rechnen zu Silvester in der Innenstadt.

Ein Loch im Mantel ist schon eher schlimm, aber großes Pech.

Nur - man muss sich nicht ärgern, es ist ja bekannt, was sich dort abspielt.

chain
01.01.2008 18:03
Mir war nicht bekannt, dass man GEZIELT beschossen wird.

Kracher gezielt auf Passanten zu werfen ist OAG! Ihre Ironie können Sie echt stecken lassen!

Walter Kaiser
 
01.01.2008 18:35
Bissl nachdenken und informieren hätte gereicht.

Was glaubens, was passiert, wenn zigtausende angeheiterte mit Krachern werfen? Daß die alle diszipliniert die Kracher nur in menschenleere, tote Bereiche werfen?

Naja, wenns meinen.

chain
01.01.2008 18:54
Aso. Jetzt bin ich die, die nicht nachdenkt. Ein Verbot gehört her. Es kann nicht sein, dass man sich, wenn man einen schönen Abend verbringen will, bei jedem Schritt fürchten muss. Da muss nicht ich nachdenken, wo ich hingeh,

sondern diese lauten, stinkenden Belästigungen durch diesen typisch proletuiden Spass (boa bin i männlich, i lass es krachen. i bin da geilste) sollen das auf der Donauinsel machen, wo's hinghörn!

Walter Kaiser
 
01.01.2008 23:01
Ja, sie sinds, die nicht nachdenkt.

Das Verbot ist da, das gibts schon. Und ich finde es auch falsch, bsoffen (oder nüchtern) Kracher auf Leute zu werfen.

Faktum ist, daß es geschieht und ebenso ist es Faktum, daß jede(r), der sich nur ansatzweise dafür interessiert hat, das auch wissen konnte, oder sogar musste.

Oder glaubens, es war in Frankreich erlaubt, 400 Autos anzuzünden? Wars nicht - und dennoch passierts. Aber da haben jetzt wahrscheinlich auch Leute gepostet, daß das Auto-anzünden doch viel besser wo anderes gewesen wär.

Kanns sein, daß sie Bezirksvorsteherin im Ersten sind?

chain
02.01.2008 01:18
Toll! Ich bin also selber schuld, wenn ich mit Krachern beschossen werde, wenn meinem Freund ein Kracher in den Mantelkragen geschossen wird etc...

Sie sind wahrscheinlich auch der Meinung, eine vergewaltigte Frau ist selber schuld, sie hätte halt nicht so lasziv schauen dürfen! Hoffentlich sind Sie nicht Jurist, sonst "Gute Nacht"!

Nächstes Mal, wenn ich einen Fuss IRGENDWO hinsetze, werde ich extra Bücher darüber wälzen, was mir nur ansatzweise dort passieren kann (ACHTUNG IRONIE!!!!)

Entschuldigung, dass ich nicht davon ausgehe, dass sich zu Sylvester nur Vollidioten und A****löcher rumtreiben.

Ein gutes neues Jahr noch!

Walter Kaiser
 
02.01.2008 07:37
Nein, sie sind nicht schuld. Schuld sind die Böllerwerfer, und zwar zu hundert Prozent ...

Ich habe nicht einmal Ansatzweise derartiges gesagt, oder auch nur gedacht.

Sie sind nicht schuld, aber wundern tue ich mich nicht über die Vorfälle, im Gegensatz zu Ihnen.

Sie würden sich auch noch wundern, wenn sie als Tourist im Irak entführt werden, gell?

Und wenn aus ihrer offenen Wohnung was gestohlen wird, werden sie auch zetern "EIN GESETZ GEGEN EINBRUCH UND DIEBSTAHL MUSS HER"

Wessen Geistes Kind sie sind, erkenne ich jetzt eh nach ihrem Gegeifere des letzten Postings. Denkens einmal ein bissl nach, lernens Gelesenes zu interpretieren und ja, wälzens Bücher statt sich unter Besoffene zu begeben. Das spart Ärger. Schönes neues Jahr noch.

chain
02.01.2008 11:14
Ich wundere mich nicht. Ich ärgere mich über die Dummheit und Rücksichtslosigkeit mancher Menschen, die aufgrund eines sinnlosen, teuren und vor allem gefährlichen Spasses anderen gezielt den Abend versauen.

Aus Basta!

FrankZito
01.01.2008 19:25
Geh bitte...

...scheiss di net an und bleib zaus nextes joar... :-P

chain
01.01.2008 20:39
Naja, da rate ich doch glatt mal, was Sie gestern gemacht haben? Temelin-Böller, ha?

Mehr als Fäkalsprache haben Sie wohl nicht drauf?

dieBestatter
31.12.2007 23:32

Begonnen hats mit dem Ampelausfall zu Mittag.
War das Starzeichen ;)

Wolfi&Engelbert
31.12.2007 22:25
Gehts der Wirtschaft gut .......

Wird wohl wieder ein gutes Geschäft für die Wirtschaft in Wien werden.
Denn wir waren bereits am frühen Nachmittag am Silvesterpfad, doch es gelang uns nicht in einem Lokal einen Kaffee einzunehmen, denn die Menschen standen oft in langen Schlangen vor den Lokalen.

Walter Kaiser
 
01.01.2008 15:59
Ich war vor Mitternacht und hab diese Schlangen nicht (mehr) gesehen.

Platz hätt' man schon bekommen, wenn auch vielleicht nicht im Hawelka.

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