Obama versus Clinton: Wem soll man da die Daumen drücken?

Redaktion, 7. Jänner 2008, 15:36

Mit dem Caucus von Iowa beginnt die innerparteiliche Vorausscheidung - FS-Misik, Teil 4, über die zwei Kandidaten

2008 wird politisch im Banne der US-Präsidentschaftswahlen stehen. Mit dem Caucus von Iowa beginnt die innerparteiliche Vorausscheidung. Bei den Demokraten stehen zwei Kandidaten zur Auswahl, die schon so etwas wie Kult sind: Hillary Clinton, das Feindbild schlechthin der Konservativen, und Barack Obama, der charismatische schwarze Senator aus Illinois, der die Utopie eines ganz anderen Amerika repräsentiert. Wem soll man da die Daumen drücken. Misiks Resüme: Ich würde beide nehmen, mit Handkuss.

Links:

misik.at - der Weblog von Robert Misik

www.hillaryclinton.com

www.barackobama.com

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Ich drücke Obama den Daumen

Eine echte Chance für Europa aufzuholen;-) siehe Merill Lynch und Symantec

Ich drücke Obame die Daumen

Eine echte Chance für Europa weiter aufzuholen

interessant

wäre die amerikanische präsidentInnen-wahl wohl erst dann, wenn sie nicht nur zwischen republikanischen und demokratischen kandidatInnen entschieden werden würde.
aber sowohl clinton als auch obama sind besser als die dubiosen gestalten der republikaner.

Scheinbar...

...war mein letztes Posting dem internen Nachrichtendienst nicht genehm.
Bleibe aber dabei: "Mies, mieser, Misik" ist einer der schöneren Wortschöpfungen, zu der Herr Misik Herrn Broder inspirierte.

also laut dem betreffenden broder-text, der vielleicht recht entrüstet daherkommt, aber an Fakten rein gar nix bietet, stand in dieser angelegenheit aussage gegen aussage.

kanns sein, dass die leiwanden autoren von der guten seite nicht mal die eier haben, kommentare unter ihren artikeln veröffentlichen zu lassen?

Naja, nachdem angeblich die Wirtschaft das große Wahlkampfthema werden soll, kann die Clinton immerhin damit argumentieren, daß es zwar einen Bush braucht, um die US-Wirtschaft in die Sch***e zu reiten, es aber auch (wieder) eine(n) Clinton braucht, um Bushs Fehler zu korrigieren.

Obama ...

... hat in der derzeitigen Konstellation kaum Chancen. Die Amerikaner sind für einen derartigen "Kultur"-Schock einfach noch nicht reif...

... und Hillary ist für mich immer noch die Gattin eines ehem. US-Präsidenten - und nicht mehr. Allerdings könnte sie es schaffen wenn sie diesem Schatten endlich entwächst...

... die Republikaner haben den Vorteil, daß in Zeiten der Unsicherheit die Menschen meist keinen radikalen Politikwechsel wollen. Insoferne nützen Subprime-Krise, Islam-Phobie, Irak-Krieg u. ä. wohl eher den Konservativen ...

... alles dem Georgie-Boy in die Schuhe schieben und mit einem A%%$tritt in die Politpension verabschieden ... mit dieser Strategie sollten es die Republikaner schaffen ...

...man/frau wird sehen ?!?

Ich brauch mir nicht den Kopf zerbrechen


Diese entscheidung müssen die US-BürgerInnen fällen und verantworten. Ich will mich dazu nicht einmal äußern. Das geht mich nix an.
Ich werde mir über die konkrete US-Politik ein Urteil anmaßen.

Wir sollten uns nicht so leicht von der Personifizierung der Politik bluffen lassen.
Der US-Amoklauf ist ja nicht Privatsache eines geistig kurz tretenden Bewohners des Weissen Hauses. Dahinter steht ja der gesamte militärisch-industrielle Komplex, die größten und machtvollsten Konzerne des Landes, Medien und Entscheidungsträger.

Letztlich wurde er auch gewählt - wenn auch nicht von einer Mehrheit, aber immerhin von fast der Hälfte der Bevölkerung.
Warum sollte ich diese Konstellation jetzt aus ihrer Verantwortung entlassen?

die Amerikaner suchen einen einfachen Mann für schwierige Probleme.

So gesehen ist keiner von den beiden qualifiziert.

Die Antwort kann nur Obama

heißen. Dass diese Frage überhaupt gestellt wird, verwundert.
... die Utopie eines ganz anderen Amerikas ... repräsentiert er überhaupt nicht, wenn man sich an dem orientiert, was er geschrieben hat. Da gibt es viele weiße Demokraten, die viel linksliberaler sind.
Das Aussehen alleine sollte nicht schon utopisch wirken - oder, Mr. Misik?

Fuer alle die ein bisserl tiefere Analysen haben wollen:

www.realclearpolitics.com
IMHO die beste aggregationssite im netz

fuer die wirtschaftsfanatiker gibts auch
www.realclearmarkets.com

Sollte tatsächlich ein Republikaner gewinnen, wäre das aber auch nicht automatisch furchtbar für uns und die Welt. Da gibts nämlich ganz interessante Konstellationen:

Gulliani: in der Innenpolitik liberal, Pro-Choice, Pro-Homo, etc. aber in der Außenpolitik würde sich mit ihm nichts ändern. McCain ähnlich bei der Außenpolitik.

Umgkehrt: Ein Huckabee wäre für die halbwegs aufgeklärten Amerikaner eine Katastrophe, außenpolitisch würde er aber ganz anders agieren als Bush. Denn ihm nehm ich sogar ab, dass er so von seiner Religion überzeugt ist, dass er wirklich für Nächstenliebe & Co eintritt und zur Abwechslung vielleicht mal keinen Krieg beginnt.

Romney wäre wohl das schlimmste Szenario, der ist eine Marionette, noch schlimmer als Bush.

Experten

Es ist schon erstaunlich wenn man sich alle Postings zu Gemüte führt. Der Herr "Cosmopolit" Oesterreicher masst sich an ein aussenpolitisches Unterscheidungs-Statement abzugeben. BLASPHEMY!! Die meisten koennen nicht einmal die Washington Post lesen ohne Dictionary. Geschweigen denn eine eigene vernuenftige Regierung waehlen. PAX

ach mein lieber

aus irgendeinem kuriosen grund haben die österreicher zwar schlechte regierungen gewählt aber eben nicth so schlechte wie die us- amerikaner zumindest zuletzt.

irgendwie - ich weiss ja auch nicht so recht wie- schlägt sichunser land ganz tapfer. im übrigen könnten 25 prozent der us-amerikaner nicht mal die englische ausgabe der krone lesen weil sie leider fast-analphabeten sind.

clinton konnte diesen proezentsatz nur etwas verringern bush hat ihn weider erhöht.

lebertran 2

was nur 25% der Amerikaner können die Krone nicht lesen? das ist ja geradezu ein Volk von Intellektuellen,bei einer Umfrage über Schlager antworteten über 70% der Österreicher dass sie Schlager mit englischen Texten nicht hören wollen, weil sie den Inhalt des Liedes nicht verstünden,heisst das jetzt dass die Amerikaner klüger wären als wir??????

Ich befuerchte, Sie haben im Beitrag Ihres Vorposters was ueberlesen...

"Die meisten koennen nicht einmal die Washington Post lesen ohne Dictionary"

ja die washington post stellt aber wie ich selbst miterlebt habe auch für viele amerikaner eine hohe Hürde da.

Wenn man bedenkt, wie es mit Amerika unter Clinton ausgesehn hat,

und jetzt mit Bush!
Wenn Lincoln gewußt hätte, wer alles sein Nachfolger werden würde, er hätte wohl an der Türschwelle kehrt gemacht!

Giuliani waere eine Katastrophe

der leidet unter einem Caesarenwahn und wuerde die exekutiven Vollmachten von Bush nicht nur ausnutzen sondern auch ausweiten

"Barack Obama ... der die Utopie eines ganz anderen Amerika repräsentiert"

Das Wort "Utopie" gibt ja schon die Antwort auf die Frage.

So ist es!

Sie bringen es ebenso einfach wie exakt auf den Punkt.

beide wären

ein gefundenes fressen für das dirty campaining der reps.
kleiner teaser: http://www.n-tv.de/897679.html

gute nachrichten für obama

die "des moines register" umfrage hat in der vergangenheit immer die richtige reihenfolge in iowa ermittelt (auch beim überraschungssieg kerrys)

hier die gerade veröffentlichte diesjährige umfrage 3 tage vor der wahl:

obama 32%

clinton 25%

edward 24%

bei den reps: huckabee vor romney, dann mc cain.

quelle: http://www.desmoinesregister.com/apps/pbcs... 9/71231044

der schwachsinn dass obama nicht gewinnen kann wird durch sämtliche umfragen widerlegt, er hat von allen dems die besten chancen, bester kandidat für die reps wäre mc cain.

aufpassen mit solchen umfragen. es gibt doch einige prozent an menschen die es gegenüber einem umfrager nicht zugeben werden die aber am wahltag dann eben im stillen wahlkämmerlein sich davon abschrecken lassen das jemand dunkelhäutig oder eine frau ist.

Ob Clinton oder Obama

ist nicht relevant.
So wie ich die Amis kenne, wird ohnehin Huckabee gewinnen ;)

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