Ostafrika soll flottes Internet bekommen

2. Jänner 2008, 10:29
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Unterseekabel sollen deutlich mehr Bandbreite als bisher bringen - Auch für Telefonie und TV-Übertragung

Während in den industrialisierten Regionen des Westens das Internet praktisch allgegenwärtig ist, wird schnell einmal vergessen, dass es noch immer genügend Gegenden der Erde gibt, die von World Wide Web und Co. praktisch zur Gänze ausgeschlossen sind. Ein Umstand, der nun zumindest für Ostafrika geändert werden soll.

Kabel

Gleich drei unterschiedliche Projekte widmen sich nun dem Unterfangen, diese Situation nachhaltig zu ändern, wie heise online berichtet. Per Unterseekabel soll die bisher vorherrschende - teure und langsame - Satellitenanbindung nach und nach abgelöst werden.

Verbindung

So will das East Africa Submarine Cable System (EASSy) den bislang noch unvollständigen Internet-Ring rund um Afrika schließen. Finanziert von Weltbank, diversen Entwicklungsunterfangen und der African Developement Bank will man bis zur Fußball-WM 2010 eine Verbindung zwischen Südafrika, Mosambik, Madagaskar, Tansania, Kenia, Somalia, Dschibuti, Eritrea und dem Sudan schaffen. Auch einige der anliegenden Binnenländer sollen von der neuen Leitung profitieren.

Seacom

Ein weiteres Unterfangen ist das Seacom-Projekt, das zu weiten Teilen parallel zu EASSy geführt sein wird. Bis zu 1,28 TBit/s Bandbreite sollen hier möglich sein, die Anbindung erfolgt einerseits in Richtung Indien aber auch nach Ägypten und Frankreich. Seacom soll bereit im Juni 2009 starten und wird von privaten Investoren getragen.

Verbindung

Bleibt noch das East African Marine System (TEAMS), das sich einer Verbindung zwischen Kenia und den Vereinigten Arabischen Emiraten verschrieben hat. Die Umsetzung des kürzesten der drei Kabel wird Alcatel-Lucent übernehmen. Anfänglich sollen hier maximal rund 40 GBit/s fließen, im Endausbau will man aber einen Wert von 640 GBit/s erreichen. Als Startzeitpunkt gibt man bereits das erste Quartal 2009 an.

Parallel

Gerade auch der Umstand, dass hier unterschiedliche Unternehmungen parallel durchgeführt werden, lässt auf eine Reduktion der derzeit für einen Großteil der Bevölkerung unerschwinglichen Preise für einen Internet-Zugang hoffen. (red)

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    Bisher wird die Internetverbindung in weiten Teilen Afrikas vor allem per Satellit bezogen - eine vergleichsweise kostspielige Lösung

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