Fliegender Roboter sammelt strategische Daten

8. Jänner 2008, 10:25
6 Postings

Überwachungsgerät "Asio" gerade einmal 40 Zentimeter groß

Die auf unbemannte Flugkörper spezialisierte Firma Unmanned Technology Research Institute mit Sitz in Triest hat einen fliegenden Roboter für Erkundungs- und Überwachungseinsätze vorgestellt. Der nur 40 Zentimeter große "Asio" ist mit mehreren Kameras ausgestattet und hat eine Reichweite von sieben Kilometern. Zusammen mit der Startrampe kann er bequem in einem Rucksack verstaut werden.

Wofür?

Die von der Bordelektronik aufgenommenen Video - und Audiodaten werden an eine Bodenstation weitergeleitet und dort für zivile oder militärische Zwecke ausgewertet. Dabei stehen Anwendungen wie Brandschutz und Antiterror im Vordergrund. Mit ähnlichen Eigenschaften ausgestattet ist das ein Kilogramm schwere, halbkugelförmige Schwesterngerät "Spyball", das zum Start wie ein Baseball in die Luft geworfen wird und dort von Fernkameras aufgenommene Informationen sammelt. Die Flugzeit beträgt 35 Minuten und die Bildqualität ist wegen der in der Kommandozentrale verwendeten Korrektursoftware so gut wie störungsfrei. Dank der geringen Ausmaße und des verwendeten Elektromotors sind die Flugkörper vom Boden aus kaum wahrnehmbar.

"Unvergleichlich"

"Etwas Vergleichbares gibt es weder in Italien noch im Ausland," erklärt Hauptgeschäftsführer Marco Ballerini. "Nachdem wir einige Prototypen auf internationalen Messen vorgestellt haben, gingen sehr viele Bestellungen bei uns ein. Als erste Märkte werden wir die Vereinigten Staaten und Israel, danach auch Großbritannien bedienen. Die Entwicklungskosten liegen bei 300.000 Euro, wobei wir die Multimedia-Bauteile überwiegend aus China, Deutschland und den Vereinigten Staaten bezogen haben."

Mini-Flugzeug

Eine ähnliche hohe Investitionssumme hat das in Kooperation mit Galileo Avionica (Finmeccanica) entwickelte Kleinflugzeug "Crex" erfordert, das eine Spannweite von 60 Zentimetern aufweist und nur 500 Gramm wiegt. Die ersten Probeflüge sind für den kommenden Januar anberaumt. "Bei dem geplanten Verkaufspreis in Höhe von 25.000 Euro gehen 80 Prozent der Kosten auf die Elektronik zurück", erklärt Utri-Chef Ballerini. (pte)

  • Artikelbild
    urit
Share if you care.