Firewire: Mit 3,2 GBit/s gegen USB 3.0

2. Jänner 2008, 10:33
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Neue Schnittstellengeneration S3200 soll bereits Anfang 2008 verabschiedet werden - Stecker bleiben die selben

Mit einer neuen Spezifikation wollen die Firewire-VerfechterInnen ihrem Schnittstellen-Standard neues Leben einhauchen. Firewire S3200 soll mit einer Bandbreite von 3,2 GBit/s die vierfache Geschwindigkeit des bisher aktuellen Firewire 800 bieten.

Update

Dabei wird das Rad aber nicht neu erfunden, auf dem bisherigen IEEE 1394b-Standard aufbauend, sollen auch alte Kable und Stecker weiter verwendet können. Auch bei den Protokollen soll sich wenig ändern, so dass die Controller-Chips leicht von den Herstellern angepasst werden können.

Background

In den letzten Jahren hat Firewire mehr und mehr an Bedeutung verloren, bei der breiten Masse der Anwendungen hat sich primär USB 2.0 durchgesetzt. Auch eSATA hat in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen, vor allem dank seiner hoher theoretischen Datentransferrate.

USB 3.0

Mit Firewire S3200 will man nun aber wohl auch der Konkurrenz zuvor kommen: Intel hatte vor wenigen Monaten angekündigt, dass die Spezifikation für USB 3.0 im ersten Halbjahr 2008 fertig werden soll. Details zur Leistungsfähigkeit hat der Chip-Hersteller zwar bislang noch nicht genannt, Vizepräsident Pat Gelsinger hat aber eine rund 10-fache Steigerung der maximalen Performance versprochen. USB 2.0 hat hier momentan 480 MBit/s als Obergrenze.

Vorteile

Die Firewire-VerfechterInnen verweisen aber ohnehin stets darauf, dass die Performance nicht der einzige Grund für den Einsatz der Technik sei. So bräuchten Datentransfers per Firewire deutlich weniger CPU als mit USB, auch kann es mehr Strom über das Kabel zur Verfügung stellen.

Abwarten

Entscheidender als die Spezifikationen selbst, wird allerdings ohnehin, welche Hersteller diese dann auch tatsächlich implementieren. Und in dieser Frage gilt es derzeit noch Abzuwarten.(red)

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