Bombardieren oder verhandeln?

Redaktion, 7. Jänner 2008, 11:25

Teil 2 von FS-Misik: Robert Misik im Videocast über den Prestigeverlust der Diplomatie und "echte Männer"

Angesichts des iranischen Atomprogramms wird mit der "militärischen Option" gedroht, wie das heute so schön heißt. Mit Bösewichten kann man nicht verhandeln, die verstehen nur die Sprache der Gewalt, heißt es. Warum eigentlich traut man der Diplomatie heutzutage so wenig zu? Woher kommt der Prestigeverlust der Diplomatie? Misiks Resümee: Ein gewisser Macho-Zug hat sich eingeschlichen. Motto: Echte Männer langen zu, reden ist etwas für Schwächlinge.

Links:

misik.at - der Weblog von Robert Misik

Justin Raimondo in Antiwar.com

Ian Buruma in New York Review of Books

Kommentar posten
10 Postings
imir
00
18.12.2007, 07:10

Wenn man ein paar von den Damen und Herren Diplomaten kennenlernt, versteht man die allgemeine Skepsis.

Sam Berger
01
17.12.2007, 21:55

die vorlesung dieses eitlen selbstdarstellers hat wirklich hohen unterhaltungswert, hab herzhaft gelacht!
auf den onlineausgaben der computermagazine (chip.de, pcwelt.de) gibts auch so video-clips, da werden die neuesten tech-gadgets vorgestellt, dort würde misik auch gute figur machen, harhar!

Goran Markovic
01
18.12.2007, 00:01

die echten US-Männer bomben sich aus der Luft den Weg frei, um dann durch die Ruinen ohne widerstand zu marschieren.

Die echten Männer sind für mich die, welche unschuldige Männer, Frauen und Kinder durch zähe und lange verhandlungsprozesse verschonen.

die Bombenfreaks sind keine echten männer sondern kriegsspiel-geile halbstarke.

der Schlingel
00
22.12.2007, 18:00

Ich glaube kaum das die Kampfsoldaten so geil auf Krieg sind. Ganz im Gegenteil, dass sich dort junge Amerikaner im Kugelhagel wiederfinden ist die Schuld von Diplomaten.

Wenn man Interviews mit iranischen Diplomaten hört, wird einem mulmig. Denn diese Männer sind um nichts besser als die der Amerikaner.

Niki Leiser
 
00
17.12.2007, 21:22
Also ...

... und dieses Also ist ein Also welches von einem deutlich vernehmbares Ausatemgeräusch meinerseits (welches ich aber schwer hier posten kann) begleitet wird.

Also ... hmmmmhmhhh ... - wenn schon unfrisiert, dann aber im Kaffeehaus, mit Ringen unter den Augen , Schal um den Hals und Zigarette in der Hand. - Oder aber in der Wohnung, vorm Bücherregal, dann mit Hemd, Pullover, ev. Halstuch und ordentlich gekampelt. ;-)

Die vielen abgehakten Sprechpausen würd ich überdenken bzw. die Stimme nicht zu sehr in diese Sprechpausen hineinstürzen lassen ...

Insgesamt ein interessanter, ausbaufähiger Ansatz ...

FabulousX
00
17.12.2007, 20:07
Das Eine schließt das Andere nicht aus

Zapp Zarapp
13
17.12.2007, 13:08

Mislik hört sich gerne reden. Das war's dann aber auch schon. Verzichtbar.

Beat Hornstein
10
17.12.2007, 18:53

aber angenehme stimme und sympathischer akzent.
dafür wiederum unnotwendigerweise unfrisiert. und ein bisschen huschhusch aufgenommen, sodass grad noch korrigierte sprechfehler deutlich bemerkbar bleiben, statt einfach noch einen take zu machen. "die diplomatie, die nichts unversucht lässt, um das schlimmste zu verl…hindern" da hab ich schon schmunzeln müssen :-) schön abgefangen. aber doch irgendwie net so ganz professionell...

Beat Hornstein
00
17.12.2007, 18:48

seh ich ähnlich.
viel dampf um wenig kern...

Brücke
11
17.12.2007, 12:46

Tatsächlich hat sich neben der Diskussion
um die Gleichverteilung der Aufgaben zwischen
Frau und Mann
eine Macho-artige Machtelite entwickelt .

Macho-Ansprüche sind Totalitätsansprüche ,
diese sind mit Intellektfeindlichkeit verbunden .

Pauschalverurteilungen gegen Hr. Grass oder Hr. Handke sind Beispiele ,
die Degradierung der Universitätsbildung zu Produktionssteigerungsschulen (z.B Minister Hahn-hier im "Standard"-chat)
oder Journalismus ,der nicht viel mehr als eine
reuters/apa Abschreibübung ist
oder ein Bundeskanzler ,dessen politische Vorstellung
anscheinend nicht über ein "ich will Kanzler werden "
hinausgeht .

Die Machos konnten uns über gut funktionierende
PR-Maschinen blenden

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