Geschlechterkämpfchen: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"

8. Jänner 2008, 15:52
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Eine Klamotte von Leander Haußmann nach einem Sachbuchbestseller

Was wir immer schon nicht gewusst haben wollen, das sind zum Beispiel öde Lebensberatungsweisheiten wie die von der unerbittlichen Geschlechterprägung im fernen Paläolithikum: Er - vor allem als Jäger unterwegs. Sie - Gärtnerin, Köchin und für die Brutpflege zuständig. Heute noch ist das schuld daran, wenn es zwischen Mann und Frau wieder einmal nicht klappt.

Oder: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken". So heißt ein Sachbuch-Bestseller des Kommunikationstrainerduos Barbara und Allan Pease und nun auch der darauf basierende deutsche Spielfilm. Ein Mann (Benno Fürmann) und eine Frau (Jessica Schwarz) lieben und streiten sich darin, fallweise auch in Neandertalermaske.

Regie geführt hat bei dieser recht schlicht gedachten, von Klischees bevölkerten Klamotte, die nicht nur wegen Uwe Ochsenknecht an das berüchtigte bundesdeutsche Beziehungskomödienwunder der 1980er erinnert, übrigens Leander Haußmann ("Sonnenallee"; "Herr Lehmann"). (irr / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.12.2007)

Bienen und Ballons
Die weiteren Kinostarts

Kurz vor Weihnachten kommt es zu dichtem Gedränge an den Kinostarts: Mit "Bee Movie - Das Honigkomplott" übernehmen fleißige Insekten das Animationsfilmfach, "Hitman - Jeder stirbt allein" erweckt hingegen einen Computerspielhelden zu Leinwandleben. Der neue Film des taiwanischen Maestros Hou Hsiao-Hsien, "Die Reise des roten Ballons", wird parallel mit seinem Vorbild, dem Kinderfilmklassiker "Der rote Ballon" von Albert Lamorisse, gestartet: Der titelgebende Ballon wird jeweils zum magischen Begleiter. In die Mongolei führt der letztjährige Berlinale-Sieger, "Tuyas Hochzeit", in dem eine Frau einen Ausweg aus wirtschaftlicher Not sucht. Weiters: die Argentinien-Doku "La Dignidad de los Nadies", das musikalische Märchen "Der Klang des Herzens" und der Horrorfilm "The Messengers". (kam)

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Argwohn zwischen den Geschlechtern: Benno Fürmann und Jessica Schwarz in "Warum ...".
    foto: constantin

    Argwohn zwischen den Geschlechtern: Benno Fürmann und Jessica Schwarz in "Warum ...".

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