Kovats muss warten

9. Jänner 2008, 11:48
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Ursprünglich wollte das Kartellamt in den nächsten Tagen entscheiden, ob der A-Tec-Chef seinen Anteil an der Kupferhütte Norddeutsche Affinerie aufstocken darf

Hamburg - Der österreichische Investor Mirko Kovats, Chef der börsenotierten A-Tec Industries, muss sich in Geduld üben. Ursprünglich wollte das deutsche Bundeskartellamt in den nächsten Tagen entscheiden, ob Kovats seinen Anteil an der Hamburger Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) von derzeit 13,75 Prozent erhöhen darf. Wie eine Sprecherin des Amtes zur deutschen Tageszeitung "Die Welt" sagte, sei die Frist jedoch bis zum 20. Jänner nächsten Jahres verlängert worden.

Erst am Wochenende hatte Kovats seine Absicht bekräftigt, seine Beteiligung auf bis zu 25 Prozent aufzustocken und somit auf eine Mehrheit in der Hauptversammlung zu kommen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" unter Berufung auf Kovats-Vertraute.

Geplante Personalrochade

Außerdem wolle er bei einem Zusammenschluss der NA mit der belgischen Kupferhütte Cumerio "mindestens eine solche Lösung, wie sie mit dem früheren NA-Vorstandschef Werner Marnette getroffen worden sei" - also 20 Prozent am neuen Konzern und zwei Sitze im Aufsichtsrat. Derzeit hält die NA an Cumerio 30 Prozent, A-Tec besitzt 25 Prozent und blockiert damit die Übernahme durch die NA.

An die Spitze des NA-Kontrollgremiums möchte Kovats den deutschen Medieninformationen zufolge offensichtlich Marnette platzieren. Aufsichtsratschef Ernst Wortberg und Ratsmitglied Peter von Foerster müssten dagegen angehen, weil sie "nicht die Interessen der Kapitaleigner vertreten", hieß es in einem Bericht von "Euro am Sonntag". Als neuer NA-Chef sei das bisherige stellvertretende Vorstandsmitglied Peter Willbrandt im Gespräch. (APA)

  • Mirko Kovats muss sich in Geduld üben.
    foto: standard/regine hendrich

    Mirko Kovats muss sich in Geduld üben.

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