Ein Abend mit den allerbesten Namen

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Es ist fraglich, ob sich die Malerin Maria Lahr freut, dass laut einer Aussendung "Maria Laa" den Gürtelbogen "Ride Club" eröffnet

Curd Jürgens soll einmal gesagt haben, dass es irrelevant sei, was man über jemanden schreibt - Hauptsache der Name stimmt. Weil es aber gerade in den glitzernden Galaxien der Scheinwichtigkeit vorkommt, dass Journalisten Namen wichtiger Gäste wichtiger Veranstaltungen falsch mitbekommen, schicken viele Veranstalter ihre Gästelisten gerne an die Presse weiter. So vermeidet man nicht nur ob Fehlbenamsung gekränkte Promis, sondern beweist auch, die Wichtigsten der Wichtigen versammelt zu haben. Oft wird auch vorab eine "fette" ViP-Liste verschickt. Dass auf der oft "eingeladen" mit "zugesagt" verwechselt wird, ist "irrtümlich" Genannten egal: Nennung belegt Relevanz.

Freilich: Gemäß Jürgens Postulat ist fraglich, ob sich die Malerin Maria Lahr freut, dass laut einer solchen Aussendung Freitagabend "Maria Laa" den Gürtelbogen "Ride Club" ("eine Mischung aus Luxus und Partylocation") eröffnet. Und zwar in bester Gesellschaft: "Eduard Rekrostek, Andreas Bittersnich, Reinhold Jesoneg, Hans Scholin" und "Gerti Tauchkammer (Seitenblicke)" werden ebenso da sein, wie "Koch Gehrer, Julian Kohl, Christiane Wenkheim" oder "Mauritio Go! to (SCS)". Und "Markus Costay (Peek & Cloppenberg)". Der Abend könnte aber auch Nobodys Spaß machen: Lahr neben Anwalt Eduard Wegrostek, Fotograf Andreas H. Bitesnich, ORF-Moderator Rainhard Jesionek, Juwelier Hans Schullin, Society-Herausgeberin Gerti Tauchhammer, Koch Reinhard Gerer, Model Julian Khol, Ottakringer-Dame Christiane Wenckheim, SCS-Vorstand Maurizio Totta oder Peek-&-Cloppenburg-Manager Marcus Kossendey vor dem Lokal frieren zu sehen, weil tatsächlich wer anderer geladen war, hätte ja auch was. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD - Printausgabe, 7. Dezember 2007)

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