Im Fall Chinas geht der Preis an Peking und an das Olympische Komitee der Stadt. Bis zu 1,2 Millionen Menschen seien in Peking enteignet und vertrieben worden, um Platz für Firmenansiedlungen zu schaffen und um die Stadt "fit" für die Olympischen Spiele 2008 zu machen.
Cohre kämpft gegen Vertreibungen und Enteignungen, der Preis wird seit 2004 verliehen. Die Jury begründet die "Auszeichnung" für Burma, mit der Vertreibung von mehr als einer Million Menschen durch das Militärregime seit 1962. In Burma sind Angehörige von Minderheiten betroffen - aber auch Bauern, die enteignet werden, um die Nahrungsmittelversorgung der Armee sicherzustellen.
Die Slowakei wird von Cohre wegen der katastrophalen Zustände in den Roma-Siedlungen und wegen Aussiedelung von Roma in einzelnen Gemeinden kritisiert. Was die NGO besonders schockiert: "Als EU-Mitglied hätte die Slowakei alle Ressourcen, um diese Ungerechtigkeiten zu beenden", sagt Jean du Plessis, Vizedirektor von Cohre. (szi/DER STANDARD, Printausgabe, 7./8./9.12.2007)
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