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Das Wort gefällt mir, aber weil es aus dem späten 19. Jahrhundert stammt, fehlt ihm zugegebenermaßen der Gegenwartsbezug.
Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als einen solchen kurzerhand artifiziell herzustellen, indem ich die p.t. Leser darauf hinweise, dass vom Kirchenwaschel heute zwar nur mehr wenig die Rede ist, wohl aber vom Waschel an sich. Darunter versteht der Wiener, laut Wolfgang Teuschls Dialektwörterbuch, einen "Kerl, Knilch; Badwärter oder Schneuerknäuel" (in diesem Fall ist der Waschel maskulinen Geschlechts), oder aber (wenn es sich um einen Neutrum-Waschel handelt), die Ohrmuschel. Für den Fall, dass die p.t. Leser zum Thema "Waschel" noch anderweitige Assoziationen in petto haben sollten: Ich bitte darum, sie uns nicht zu verschweigen. (Christoph Winder, derStandard.at, 04.12.2007)
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Auch verbal paarweise zusammen - doch wer folgt auf das Doppelwesen "Merkozy"?
Ein klobiges Netz-Kompositum
Langsame Flüssigkeiten
Schaum vor dem Mund
Zurückhaltende Österreich-Rhetorik
Verbal flott unterwegs
Ein menschliche Orange
Hauptzeitwörtlein am laufenden Band
Ein animalisches Land
Computerfreak mit weißer Weste
Eine feuchte Ambivalenz im Garten
Bestes Befinden hinter dem Nabel
Besorgnis um das Klima
Adventliche Handygrüße
Nützliche Gerätschaften
Nichts für den Vegetarier
Lobpreis der Immobilie
Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei
Kommentare für Pechvögel
Eine persönliche Beziehung zum Gefährt
Liebhaber des Kochgeschirrs
Bärenbenennen als Trendsportart
Du grünst nicht zu jeder Jahreszeit
Ein Missgriff des Starkochs
Die ÖVP wird progressiv
Bodenlose Identitätsbehauptungen
Wahnsinnige Wortmischungen
Deutsch-englische Janusköpfe
Liebenswert, wenn auch leicht lästig am Satzende
Eine recht taktlose Erinnerung
Städtekreuzen, leicht gemacht
Eine vielfach verwendbare Hautunreinheit
A funny english expression
Das Dampfross als Werbeträger
Eine schillernde Grußformel
Der Webbrowser in seiner elsässischen Variante
Ein Marketinggag des Schachtelwirts
Ein dem Chronisten unbekannter Herr
Akronyme für Alt und Jung
Ein offenkundig ungepflegter Vogel
Irre Fragestellungen an die Leser
Ein heißer Anwärter für den verbalen Beschönigungspreis
Eine kleine Auswahl an Lauten des Ekels
Aus dem Reich der Unterstellungen
Ein Supermarkt-Utensil mit vielen Namen
Ein kleiner Blick ins Fernsehprogramm
... ist die klassische Gelöbnisformel aus der humoristischen Spätphase des Italowesterns
nur der vollständigkeit halber: "badewaschl" war auch immer schon in wien gebräuchlich - und es würde mich nicht überraschen, wenn dieser schöne terminus auch in rest-österreich verwendung fände. außer vielleicht in alemannien. dort heißts sicher anders. poster aus dem westen hier? wir brauchen eure fachkenntnis :).
.. lässt bei mir einfach keine Bild von Eleganz oder Ästhetik aufkommen.
Weder erscheint der Badewaschel, der inzwischen sicher schon Pool Security Manager oder so ähnlich heißen dürfte, als wirklich feiner Herr vor meinen Auge, noch tut es das Ohrwaschel. Gerade letzteres scheint, infolge von Überlastung im göttlichen Design-Center von jener Abteilung entworfen worden zu sein, die eigentlich für Pilze, insbesondere Morcheln zuständig war.
Das ist bei einigen Tieren besser gelungen!
... denn auf diese weise können sie die annäherung eines trüffelschweins von weitem wahrnehmen und dementsprechende fluchtmaßnahmen setzen. deshalb heißt es auch "trüffelschwein" und nicht "morchelschwein". die tierchen derwischen einfach keine morcheln, weil die rechtzeitig wegrennen. und bei schweinen ist fluchtstrategie einfach sinnvoller als sich einfach nur einzugraben *mhm*.
was red ich da eigentlich? :P
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