Vista: Service Pack 1 soll Schluss mit Raubkopien machen

28. Februar 2008, 13:58
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Aber keine Reduktion der Funktionalität mehr bei ungültiger Aktivierung - Deutlich niedrigere Raubkopierate bei Vista als bei XP

Raubkopien sind ein Thema, das die Geschichte - nicht nur - von Windows entscheidend mitgeprägt haben. Einst ein entscheidender Faktor für die massenhafte Ausbreitung von Windows 95 auf den PCs der Neunziger-Jahre, hat Microsoft in den vergangenen Jahren zunehmend den Kampf gegen illegitime Kopien seiner Software aufgenommen.

Nachlegen

Eine Entwicklung, die mit Windows Vista ihren bisherigen Höhepunkt gefunden hat, über zahlreiche Methoden soll Raubkopierern die Freude am Einsatz des Betriebssystem vergällt werden. Wenig überraschend also, dass Microsoft hier mit dem Service Pack 1 noch mal nachlegen will.

Lücken

So sollen mit dem SP1 zwei grundlegende Lücken im Aktivierungssystem von Vista geschlossen werden, die bisher das Austricksen der Echtheitsprüfung ermöglicht haben. Allgemein soll Windows Genuine Advantage (WGA) zusätzlich noch deutlicher - und öfter - darauf hinweisen, wenn es eine Vista-Installation für nicht legitim hält.

Änderungen

Im Konkreten bedeutet dies etwa, dass beim Hochfahren eine Warnung ausgegeben wird, bei der ein "Jetzt aktivieren"-Knopf auf die Betätigung wartet. Erst nach einiger Zeit kann dann auch ohne Aktivierung weiter gestartet werden. Damit man in zweitem Fall dann auch wirklich nicht auf die Dringlichkeit der Aktivierung vergisst, wird zusätzlich noch der Desktop mit einem Warnhinweis auf einem weißen Hintergrund versehen. Hier hofft man wohl auch darauf, dass dies auffällig genug ist, um einen gewissen sozialen Druck auf diejenigen zu erzeugen, die eine nicht aktivierte Vista-Version einsetzen.

Reduziert

Im Gegenzug soll aber der "Reduced Functionality Mode", der eigentlich dazu gedacht war, die Vista-Funktionalität bei Ausbleiben der Aktivierung nach und nach herunterzuschrauben, vollständig aufgegeben werden. Der - bislang nicht genutzte - Code soll gleich als Ganzes aus Vista entfernt werden.

Beschwerden

Hier haben wohl vor allem Beschwerden von Unternehmen gefruchtet, die Befürchtungen geäußert haben, dass so ihre IT durch einen Fehler oder auch einen gezielte Angriff effektiv lahm gelegt werden könnte. Wie real solche eine Szenario ist zeigte vor einigen Monaten ein Ausfall der WGA-Server, der zur Folge hatte, dass tausende Rechner irrtümlich als nicht legitim klassifiziert wurden.

Rate

Allgemein zeigt sich Microsoft aber mit seinen Fortschritten im Kampf gegen Windows-Kopien äußerst zufrieden. Verhältnismäßig kommen auf jedes Original-Vista nur halb so viele Raubkopien wie bei Windows XP. Etwas dass man bei Microsoft als Bestätigung für den Erfolg der diversen Verschärfungen in diesem Bereich bei Vista ansieht. (red)

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    Schluss mit nicht aktivierten Kopien soll das Service Pack 1 für die aktuelle Windows-Version machen

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