Verband der Bodenseefischer: Wasser "zu sauber"

Redaktion, 10. Dezember 2007, 14:58

"Existenzgefährdend" für Berufsfischer - Wissenschafter warnt hingegen vor engmaschigen Netzen: Rückgang der Bestände auch Folge der Fischerei

Friedrichshafen/Bregenz - Die Netze der Berufsfischer am Bodensee blieben 2006 und 2007 so leer wie seit über 50 Jahren nicht mehr. "Es waren für die Berufsfischer katastrophale und existenzgefährdende Jahre", sagte der Vorsitzende des Internationalen Bodensee-Fischerei-Verbandes (IBF), Wolfgang Sigg, am Wochenende in Friedrichshafen (Baden-Württemberg. Als wesentlichen Grund für die schwachen Fangergebnisse nannten die Fischer den Nährstoffmangel als Folge verbesserter Wasserreinhaltung. Dieser weit verbreiteten Annahme widerspricht allerdings eine neue Studie der Universität Konstanz.

Im vergangenen Jahr hatten die 150 Berufsfischer 617 Tonnen Fisch aus dem Bodensee geholt, so wenig wie zuletzt 1955. Auch heuer soll der Ertrag nicht größer sein. Drei Viertel der gefangenen Fische sind Felchen. In den zurückliegenden Jahrzehnten hatte es Jahresfänge von bis zu 1.800 Tonnen gegeben. Auf Antrag der Fischer haben die Behörden einige engmaschigere Netze zugelassen. IBF-Vorsitzender Sigg forderte, deren Zahl weiter zu erhöhen und mehr und größere Netze zu erlauben.

Warnung vor engmaschigen Netzen

Professor Reiner Eckmann von der Universität Konstanz warnte dagegen vor engmaschigeren Netzen. "Kleinere Maschenbreiten sind keine Lösung, sie erreichen das Gegenteil", sagte er beim IBF-Treffen. Langfristig schrumpften die Felchenbestände so weiter. "Die größten Fische werden rausgefischt, darum pflanzen sich besonders die kleinen fort", verwies Eckmann auf Ergebnisse einer neuen Studie seines Instituts. Der Rückgang der Felchengröße sei damit auch Folge der Fischerei selbst. Keinen starken Zusammenhang gibt es nach der Studie dagegen mit der sinkenden Phosphat-Konzentration im Bodensee. Hier müsse sich die Wissenschaft korrigieren, sagte Eckmann. Andere Faktoren seien zu lange übersehen worden. (APA)

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Jahresfänge von bis zu 1.800 Tonnen

vielleicht liegt da der wahre Grund begraben!

wie wäre es mit:

Fischerverbot für 10 Jahre!
Die Fischlein würden sich freuen und sich vermehren wie die berühmten Karnickel!

Alle Jahre wieder

Nur waren es bisher die bösen bösen Kormorane die die ganzen Fischis weggessen haben sollen.

Da es ein Vogelschutzgebiet ist, kam man mit der Vorderung des Abschusses nicht sehr weit, jetzt ist halt das Wasser schuld.

Neueste Studien haben ergeben, dass die Ursache für den verheerenden Fisch-Rückgang in den heimischen Gewässern an einem überhand genommenen Raubschädling namens Homo-Sapiens liegt. Wirkungsvolle Schädlingsbekämpungsmittel sind leider noch nicht in Aussicht...

ich finds intressant

das man gerade den grünen die schuld gibt für solche dinge (siehe unten) obwohl diese im ganzen massnahmen setzen wollen, die die regierung jedoch ignoriert um genau solche dinge zu verhindern.

nehmens a paar

wasserkübel von den niederösterreichischen gewässern schüttens as in bodensee und sie hom güteklasse 5 !

.. es muss am zu sauberen wasser liegen,

denn es kann natuerlich nicht daran liegen, dass man einfach zuviele fische aus dem teich rausholt.

*kopf schuettel vor soviel dummheit*

Auch in Bächen und Flüssen

Der Rückgang an Fischerträgen in Binnengewässern ist auch an anderen Orten evident. z.B in den weiter östlich liegenden Seen der Alpen.
Nach Berichten der Sportfischer bzw auch von kommerziellen Fischern brach der Ertrag jeweils nach der Inbetriebnahme von Abwasserreiningung ein.
Keine Scheiße - kein Fressen für die Mirkofauna - kein Fisch!

Typisch dumme EInstellung von Berfusfischern, geht der Ertrag zurück, engere Netze, damit man ja auch noch die jüngeren Fische erwischt....

Warum fällt mir da nur das Bild ein, wo einer auf einem Ast sitzt, den er gerade absägt????

IBF-Vorsitzender Sigg forderte, deren Zahl weiter zu erhöhen und mehr und größere Netze zu erlauben.



...na das löst das Problem bestimmt nachhaltig... am besten ein gigantisches und extrem engmaschiges Netz um den gesamten See spannen und zuziehen, das erhöht die Erfolgschancen ungemein...

Ja ja

Also ich glaube das der Fischbestand genau aus den selben Gründen schrumpft aus denen sich die meisten Jäger über Windkraftanlagen aufregen...
Und zwar kann man beobachten, wie manche Fische nahe an die Oberfläche schwimmen und so wie bei den Rebhändeln, werden den Fichen dann die Köpfe von den Rotorblättern abgeschlagen und müssen deswegen sterben-
STOP EATING ANIMALS

guten morgen liebes blumenkind!

so ein nachhaltig gezüchteter fisch ist schon was herrliches!

Fischfang auf 300 Tonnen

fuer die naechsten 10 Jahre beschraenken, dann erholt sich der Fischbestand wieder und man kann getrost wieder ne Weile 1000 Tonnen pro Jahr rausholen. Ebenso bietet sich ein Aufstockungsprogramm als Loesung an. Nur da muesste man was investieren. Sollen die Berufsfischer sich ne Loesung ihres Problemes ueberlegen und nicht rumjammern....

würden sie nicht rumjammern, wenn sie ihren job verlieren, oder zumindest ihr gehalt gekürzt wird?

man sollte für beide seiten verständis haben.

Weiß zwar nicht über Fische weiß aber alles be...

Wenn die Fische nichts zu fressen haben, dann gibts auch kaum Fische. Und die schmackhaften (gefragetn) Fische sind Räuber -diese wollen kleine Fische und Krebschen. Krebschen fressen viel aber kaum Algen.
Also: saubere Gewässer heißt auch rein von Fischen!

Ich wohne auch nahe am Wasser und höre die Beschwerden der Fischer. Und es ist sicher so, daß die Flußbegradigung den Berufsfischern die Existenz gekostet hat. Daß aber die Sportfischer sich beklagen? Da gibts jemanden, der fängt immer noch was. Und ich nenne ihn "Fishermans friend".
Solange der Kormoran nicht verhungert ....

hm

noch viel schädlicher als nährstoffmangel sind allerdings..
Fischer?
Ich frage mich deshalb inwiefern intensivere Fischung das Problem lösen soll

Klar geht das.

Keine Fische mehr => keine Fischer mehr.

Problem gelöst.

Das ist Evolution ;-)

Ach was, die Fische sind einfach intelligenter geworden ;-)
Während der Fischbestand nicht rückläufig war, haben die Fischer trotzdem weniger Fische an Land gezogen.
Ein Hoch auf die Evolution ;-)

bevor die menschen das wasser verschmutzten

gab es keine fische???

Reingesch*ssen

haben die Menschen schon immer.

Nein.

Weil der Herrgott ja beide gleichzeitig (oder zumindest kurz nacheinander) schuf.

Also haben die Menschen immer das Wasser der Fisch`a bissl verschmutzt. (Waschen, Pinkeln,....)

Nur seit dieses Grün-Fundis uns diese Kläranlagen eingeredet haben, seitdem gehts bergab.

Alles klar?

Na sicher,

die Kläranlagen sind schuld, die Grünen, der WWF, die Umweltgesetze, aber auf gar keinen Fall die Überfischung der Gewässer. Frage: Welche Fische leben in gekippten Gewässern? Das wäre nämlich passiert, hätte man mit der Gewässerverschmutzung weiter getan, wie es bis zu den 80ern üblich war.

"Frage: Welche Fische leben in gekippten Gewässern?"

Dort gibts angeblich große bestände von Esox lucius Ironicus, dem gemeinen Ironie-Hecht. ;)

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