Österreichs Gegner für die Europameisterschaft stehen fest - Hammer-Gruppe C: Niederlande, Frankreich, Rumänien und Italien
Luzern - Das Los hat es mit der österreichischen
Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag nicht schlecht gemeint. Das
ÖFB-Team trifft bei der EM-Endrunde im eigenen Land auf Kroatien,
Polen und Deutschland. Das ergab die Auslosung der EURO 2008 im
Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Die schwerste Gruppe dürfte Pool
C sein, in dem die beiden WM-Finalisten Italien und Frankreich, die
Niederlande und Rumänien aufeinandertreffen.
Eröffnungsspiel: Schweiz vs Tschechien
Im Eröffnungsspiel bekommt es Co-Gastgeber Schweiz am 7. Juni 2008
in Basel mit Tschechien zu tun. Weitere Gruppengegner der Schweizer
sind die Türkei und Portugal. In die Gruppe D, die in Salzburg und
Innsbruck gespielt wird, wurden Titelverteidiger Griechenland,
Schweden, Spanien und Russland gelost. Die Griechen bestreiten alle
drei Vorrunden-Spiele in Salzburg. Griechenland, Spanien und Russland
waren bereits 2004 in Portugal in einer EM-Gruppe gewesen.
Österreich beginnt gegen Kroatien
Die Österreicher bestreiten ihr Auftaktspiel am 8. Juni gegen
Kroatien, danach geht es am 12. Juni gegen Polen und schließlich am
16. Juni gegen den favorisierten WM-Dritten Deutschland. "Im Grunde
genommen bin ich mit der Auslosung zufrieden", erklärte ÖFB-Teamchef
Josef Hickersberger. "Es hätte schlimmer kommen können." Der
Niederösterreicher hätte allerdings lieber zum Auftakt gegen Polen
gespielt. Erst zum Abschluss gegen Deutschland zu spielen, hält
Hickersberger für gut.
Vorfreude
Auf das Duell mit dem Erzrivalen Deutschland freut sich
Hickersberger, der beim legendären 3:2-Sieg bei der WM 1978 in
Cordoba selbst im linken Mittelfeld gespielt hatte, besonders.
"Deutschland ist wie immer Favorit", erklärte Hickersberger. In der
ewigen Bilanz führen die Deutschen bei 6 Remis mit 19:8 Siegen. Das
für 6. Februar in Wien geplante Testspiel zwischen den beiden
Konkurrenten wird dennoch ausgetragen.
Löw: "Lösbare Aufgabe"
Hickersberger hatte einst selbst in Deutschland gespielt und war
dort auch als Trainer tätig. Letzteres trifft umgekehrt auf
DFB-Teamchef Joachim Löw zu, der den FC Tirol 2002 zum Meistertitel
geführt und danach auch die Wiener Austria betreut hatte. "Es ist
eine tolle Sache, gegen den Gastgeber zu spielen", erklärte Löw. Von
einer leichten Aufgabe wollte er zwar nicht sprechen. "Wir können
aber zufrieden sein. Das ist sicherlich eine lösbare Aufgabe." Ihre
beiden ersten Spiele bestreiten die Deutschen in Klagenfurt.
Keine Freude in Gruppe C
Im Vergleich zu Weltmeister Italien, Frankreich und den
Niederlanden hatten die Deutschen wieder einmal großes Glück. Denn
einer der drei Topnationen wird bereits in der Vorrunde auf der
Strecke bleiben. "Keiner von uns wird sich über diese Gruppe freuen",
bestätigte Frankreichs Teamchef Raymond Domenech, der auch in der
Qualifikation auf Italien getroffen war. Die Schlagerspiele der
Gruppe C werden in Zürich und Bern ausgetragen.
Attraktive Gruppe für Schweiz
Die Gruppe der Schweiz könnte auf dem Papier die ausgeglichenste
sein. Zum Auftakt wartet WM-Halbfinalist Tschechien, dann die Türkei
und schließlich Vize-Europameister Portugal auf die Eidgenossen. "Das
ist eine attraktive Gruppe. Wir freuen uns riesig auf diese Spiele",
erklärte Schweiz-Teamchef "Köbi" Kuhn. In Gruppe D, der zweiten, die
in Österreich gespielt wird, gelten die Spanier als leichter Favorit.
Titelverteidiger Griechenland trifft zum Auftakt in Salzburg auf
Schweden. Die beiden Aufsteiger bekommen es im Viertelfinale mit
jenen aus der "Horrorgruppe" C zu tun.
(APA/red)