Gehälter steigen um 2,7 Prozent

Redaktion, 02. Dezember 2007 09:30

Gehaltserhöhung für Beamte kostet 270 Millionen Euro, Einmalzahlung von 175 Euro wird insgesamt 40 Millionen Euro kosten - Neugebauer und Bures zufrieden

Wien - Die fünfte Runde der Beamtengehaltsverhandlungen hat am Samstagnachmittag eine Einigung gebracht. Die Beamten bekommen 2,7 Prozent mehr, plus eine Einmalzahlung von 175 Euro. Die Gehaltserhöhung kostet 270 Mio. Euro, die strukturwirksame Einmalzahlung 40 Mio. Euro. Staatssekretär Reinhold Lopatka sprach von einem "vertretbaren und gerechten Ergebnis" für beide Seiten.

"Wir haben es uns nicht leicht gemacht, es waren harte Verhandlungen", so der ÖVP-Verhandler. Es sei gelungen, "sowohl die budgetären Zielvorgaben durch Einmalzahlungen klar im Auge zu behalten" als auch gleichzeitig den Mitarbeitern dank des Konjunkturbonus "eine angemessene Erhöhung zu gewähren und ihre Leistung anzuerkennen", freute sich Lopatka über "eine gute Nachricht" für die rund 400.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

Die rund 400.000 öffentlich Bediensteten bekommen ab 1. Jänner eine Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent. Dazu gibt es im Mai eine Einmalzahlung von 175 Euro. Insgesamt steigen damit die Gehälter zwischen 2,8 und 3,8 Prozent, im Schnitt um 3,3 Prozent. Strukturwirksam für die nächsten Jahre sind aber nur die 2,7 Prozent, die sich im Budget mit gut 270 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Konjunkturbonus von 175 Euro kostet noch einmal etwas mehr als 40 Millionen.

Beide Seiten zufrieden

Mit dem Ergebnis zeigten sich nach der nur etwas mehr als eine Stunde dauernden fünften Verhandlungsrunde beide Seiten zufrieden. Beamtenministerin Doris Bures (S) sprach von einem sehr guten und fairen Abschluss, der auch leistbar sei. Man habe damit sowohl die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrgenommen als auch Augenmaß gezeigt, dass das Budget nicht aus dem Ruder läuft. Wichtig sei ihr die soziale Komponente gewesen, die erreicht werde, indem die untersten Einkommen um insgesamt 3,8 und die obersten um 2,8 Prozent erhöht werden.

GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer sprach ebenfalls von einem "sehr guten" Ergebnis. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt. Der Abschluss werde auch Auswirkungen auf die Massenkaufkraft haben. Die Gespräche seien zwar nicht ganz einfach, aber kollegial verlaufen. Bures meinte dazu, manchmal habe sie schon nicht mehr die Hoffnung auf einen Abschluss gehabt.

Staatssekretär Reinhold Lopatka (V) meinte, dass das Ergebnis auch aus der Sicht des Finanzministers vertretbar sei. Man habe auch die geplante Steuerreform im Auge gehabt. Auch Bures betonte, dass der Finanzminister eng eingebunden gewesen sei. Auf die Frage nach dem Anteil des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers sagte die Ministerin, bei dem gestrigen Gespräch mit ihnen seien viele Varianten besprochen worden. (APA)

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2 filzläuse und ich
19.03.2008 15:19
na super

wieder gehaltserhöhung für die feinen beamten - das ist wohl der mittelstand von dem die ÖVP immer spricht...

Sandra Zukunft
03.12.2007 17:50
2,7 Prozent

2,7 Prozent sind angemessen. Erinnert man sich an die geforderten vier Prozent, muss man sagen: Beamtenministerin Bures hat sich tapfer geschlagen. Sie kann es mit dem alten Hasen Neugebauer locker aufnehmen - Gratulation!

Lord Fiddlebottom
03.12.2007 12:42

kann mir wer erklàren, ob die einmalzahlung besteuert wird, oder warum ist 175 x 400 000 = 40 000 000?

dorli
03.12.2007 15:11
Natürlich...

... wird die Einmalzahlung besteuert.

Pol e Mike
03.12.2007 12:36
Bures ist also umgefallen.....

....die Beamten, diese pragmatisierten Arbeitslosen, kriegen eine unverschämte Lohnerhöhung.

Neugebauer ist mit Bures also Schlitten gefahren.


Naja, wenig überraschend bei dem Kanzler.

2 filzläuse und ich
19.03.2008 15:20
keine angst vor den roten

stricherln in der schwarzen parteizeitung...

ExGutWappler
02.12.2007 18:10
Da ist es wieder, das österreichische Dasein

in diesem Forum, dem es völlig egal ist, ob 2 Mrd (in Zahlen: 2,000.000.000,00) EURO für die »Rettung« der BAWAG sinnlos verpulvert wurden. Nur um Kapitalisten, Börsenspekulanten ihre unverdienten »Sozialleistungen« in Form des Verlustausgleiches zu erhalten. Dem es völlig egal war, als Helmut Elsner ca 90,000.000,00 ATS an Abfertigung erhielt Die Liste ist beliebig verlängerbar. Wenn die jetzige »Lohnerhöhung« 270 Millionen (in Zahl: 270.000.000,00) EURO kostet, da kocht das »Primitivforum« hoch. Dabei wäre deren Zahlung allein aus dem, was die sogenannte »Rettung der BAWAG« kostete, für 10 Jahre ohne Probleme möglich gewesen.

potz
04.12.2007 03:30

Sie habens aber mit den Komas. 90 Euronen hat der Elsner Abfertigung bekommen? Na die soll er haben.

misterspok
 
04.12.2007 00:18
so ein blödsinn, aber auch, was sie da posten. sind sie beamter ?

8ung 2fel
03.12.2007 20:03
Welche Milliarden meinen Sie ?

Die Staatshaftung ? Die ist NICHT schlagend geworden, es wurde also genau nichts verpulvert. Im Gegenteil, die BAWAG hat sogar viel mehr Steuern bezahlt, als sie bei richtigen Bilanzen hätte müssen.
Nur wenn Sie Gewerkschafter sind, können Sie sich geschädigt fühlen.

derpradler
03.12.2007 10:12
das ist doch ganz klar,

der Durchschnittsösterreicher ist ein Vernaderer u. Neidhammel. Wie die Dinge laufen, interssiert nicht. Das Forum ist nicht`s anderes als ein "anderer" Biertisch. Man sollte einmal eine "PISA"studie über das WISSEN der breiten Masse machen......da würden unsere sogenannten Experten ganz schön dumm aus der Wäsche schauen.

2 filzläuse und ich
19.03.2008 15:23
das wissen der masse

wäre ganz schön breit...

Systemanalytiker
02.12.2007 20:18

Ihre unkündbaren Beamten hätten doch die Spekulationen verhindern können. Ist doch wirklich nicht so, dass man jetzt auf das alles draufgekommen ist.

Marlon62
03.12.2007 10:09
Aha

Ihrer Meinung sind also alle Beamten in Österreich für die Versäumnisse der FMA unter Yuppie Grasser verantwortlich.

Wissen Sie was: Sie, Sie ganz persönlich, sind somit auch verantwortlich für die privaten Pleiten von Grundig und Co und daher dürfen Sie ab sofort keine Gehaltserhöhung mehr bekommen.

Übrigens: Ich arbeite in der Privatwirtschaft

potz
04.12.2007 03:32

wenn sie so fragen ... dann würde ich auch noch die postwurfsendungen draufklatschen. vielleicht sind die da auch dafür verantwortlich?

The Crow
02.12.2007 22:53

Tja, es war Grasser der die Bankenaufsicht privatisiert hat. Die Finanzmarktaufsicht ist eine GmbH.
Nach den letzten Fiaskos hat sie auch einiges an Kompetenzen einbüßen müssen.

ExGutWappler
02.12.2007 20:25
wie denn verhindern?

ach ich vergass, dass Banken selbstverständlich Spekulationen vorher anzukündigen haben: »Werte Bankenaufsicht! Wir, die X-Bank möchten Ihnen mit diesem Schreiben ankündigen, dass wir beabsichtigen in der Karibik 500.000.000,00 EURO in absolut sicheren Spekulationsgeschäften mit zugesicherten 54,23% Gewinn investieren. Um wohlwollende Kenntnisnahme ersuchen ...«
Sie sind ein wirklicher »Systemanalytiker« völlig am Problem vorbei ...

Systemanalytiker
03.12.2007 14:45

Wenn man die Medienberichte verfolgt, hätte man erkennen können, dass doch schon Mitte der 90er Jahre entsprechende konkrete Anzeigen über die BAWAG bei der Justiz eingelangt sind. Nichts ist passiert.

Nach Medienberichten, hat sogar eine Journalistin über die Vorgänge der BAWAG recherchiert. Ein Zivilgericht hat dieser Journalistin das mit einstweiliger Verfügung verboten.

Bitte tun Sie nicht so, wie wenn für einen Teil der österreichischen Banken das Wort "Organisierte Kriminalität" ein Fremdwort wäre!!!

vanKosel
 
02.12.2007 18:59

So isses.
Bei Einsparungen wäre (ohne jemand zu pensionieren) noch einmal die gleiche Summe leicht drinnen.
Zusammenlegung der Pensionsversicherungsanstalten - Krankenkassen.

Die freiwerdenden aber bitte nicht in Frühpension sondern wo anders einsetzen.

ExGutWappler
02.12.2007 20:31
unter gleichzeitiger Abschaffung:

der Landtage und Landesregierungen, wurde bereits vom Völkerbund in den 1920-er Jahren gefordert, des Bundesrates, Reduzierung der Mitglieder des Nationalrates um 50%, Abschaffung der Parteienfinanzierung, Abschaffung des Bundesheeres und Schaffung einer Katastrophenhilfe an dessen Stelle, weitgehende Streichung der Sportförderungen, keine Beteiligung an sinnlosen Fussball-EM (die Stadien kosten mehr als die Gehaltserhöhung, fragens mal in Salzburg nach, ob der Stahl auch China jetzt den Anforderungen entspricht?), weitgehende Streichung der Presseförderung, Abschaffung der Literaturförderungen, weg mit diversen Festspielen wie Salzburg und Mörbisch (Bregenz kann bleiben, erhält sich mit 50% selbst) usw usw.

michelkholhaas
02.12.2007 18:09
Also es bleibt wohl unbestritten,

dass die Handelsangestellten und -arbeiter mehr zur prosperierenden Wirtschaft beitragen als die öffentlich Bediensteten. Und die bekommen 3,1%, mindestens 45 bzw. 43 € - die haben aber keine Biennalsprünge und müssen von Jahr zu Jahr mehr LEISTUNG erbringen! Die haben aber auch keinen Fritzi Neugebauer und sind eine sehr heterogene Wählergruppe.

8ung 2fel
03.12.2007 19:53
Falls Sie im Handel arbeiten,

sollten Sie erst einmal ihren Kollektivvertrag lesen, statt solche Falschmeldungen zu verbreiten. Gerade im Handel gibt es bis zum 18. Berufsjahr regelmäßige Gehaltssprünge.
Dass Handelsangestellte mehr als Arbeitnehmer anderer Berufe zum Wirtschaftswachstum beitragen, ist selbstverständlich nicht unbestritten, sondern auch falsch.

collector1
03.12.2007 17:38

Ich wiederhole es hier zum x-male auch Handelsangestellte haben einen Biennalsprung ! Nur meistens kommt dieser nicht zur Anwendung, da die meisten Angestellten über dem Kollektivvertrag bezahlt werden, dadurch rückt man zwar weiter (Verwendungsgruppenjahre) aber Geld bekommt man erst dann wenn der Kollektivvertragslohn das tatsächliche (überzahlte)Gehalt übersteigt.

ExGutWappler
02.12.2007 20:52
Handelsangestellte:

»Kunde droht mit Umsatz« - das sind die für die Wirtschaft wichtigen »Handelsangestellten«.

vanKosel
 
02.12.2007 14:01
Warum der Neid ?

Im siebentreichsten Land der Welt ?
Komisch ist nur das den ganz Kleinen - ja wieder einmal die Geschichte von den Pensionisten mit der Ausgleichszulage - anscheinend nicht viele was gönnen.
Oder den Arbeitslosen - stellt euch vor auch den Haftentlassenen gehts dreckig.
Die sind aber selber Schuld und haben nach ihrer Strafverbüßung selbstverständlich keine neue Chance verdient.
Und die Ausländer.
Denen geht es sowieso zu gut.
Wenn der Nachbar (wie bei uns in Wien 10) einen Trottelweihnachtsmann aúf den Balkon hängt - ja dann muß man besser sein als der und 2 aufhängen.
Am Thema vorbei ?
Platz ist genug im Internet und ich bin froh daß die Rotstricherl das erst morgen lesen...
http://warteschlange.twoday.net

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