Russische Medienattacke gegen Journalisten

von Redaktion  |  04. Jänner 2008, 17:37

Verlängerter Arm westlicher Regierungen, die an einer Demontage Putins arbeiten

In einem Artikel denunziert die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" westliche Korrespondenten als verlängerten Arm westlicher Regierungen, die an einer Demontage Putins arbeiten, und nennt sogar Namen. Die Journalisten würden sich auf die Seite jener russischen Oppositionellen oder Oligarchen schlagen, die subversiv als Staatsfeinde arbeiten. Viele Korrespondenten würden Putins Russland als "Tragödie wahrnehmen, weil es so sehr dem widerspricht, worauf sie selbst seinerzeit Karriere gemacht haben".

"Liebe zu Kasparow"

Die Zeitung nennt etwa den Chefredakteur von "The New Yorker" oder den Exkorrespondenten des "Wall Street Journal". "Eine seltsame Liebe zu Kasparow" wird dem Korrespondenten des deutschen "Focus", Boris Reitschuster, und anderen unterstellt.

Man zähle die genannten "in keinem Fall" zu Spionen, betont das Blatt, weist aber darauf hin, bei manchen Korrespondenten liege der Grund für die angeblich einseitige Berichterstattung in ihrer Arbeit für westliche Geheimdienste. (Eduard Steiner aus Moskau/DER STANDARD; Printausgabe, 1.12./2.12..2007)

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