Von Gummibär bis Camembert

Redaktion, 27. Dezember 2007, 11:06
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foto: schersch
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Seit mittlerweile zwanzig Jahren gibt es das St. Josef bereits und vieles hat sich im Laufe der Jahre verändert. Nicht jedoch die Philosophie des Besitzers, Othmar Holzinger. "100 % biologisch" ist der Grundgedanke, der ihn während der langen Zeit, die er in der Branche tätig ist, stets begleitete.

  • Zweites Wohnzimmer

    Café Museum ist 110 [20]

    TitelbildDas von Adolf Loos gestaltete Alt-Wiener-Kaffeehaus wurde 2003 generalsaniert

  • Altwiener Charme [15]

    TitelbildIm Herzen von Meidling, nahe des Schönbrunner Schlossgartens, zeigt sich das Café Raimann als Juwel, das es zu erhalten gilt

  • Ausgehen mit Hirn [12]

    Titelbild"Lebemann und Hirn": Das ist gutes Essen, moderne Musik und moderne Kunst: Ein Lokalkonzept für Lebefrauen und -männer

  • phil good [38]

    TitelbildMehr als bloß ein Szenelokal - Ein vielseitiges Konzept scheint das Geheimrezept des phil in der Gumpendorfer Straße auszumachen

  • Ideen Raum geben [5]

    TitelbildDas Lokal clubblumen zeichnet sich durch Offenheit aus – von der Programmgestaltung bis hin zur Bezahlung

  • Espresso im Espresso? [68]

    TitelbildWer Lust hat, inmitten von skurrilem 50iger-Jahre-Flair eine Kaffeepause einzulegen, ist im Espresso genau richtig

  • Bleibt alles gut [19]

    TitelbildAbtauchen ins Zeitlose: Das Café Jelinek ist wohl deswegen so reizvoll, weil sich hier seit 1910 nicht viel geändert hat

  • Das andere LOKal [6]

    TitelbildBücher lesen, Musik hören, einkaufen - Bei einem Kaffee in der Richtergasse ist das möglich und politisch korrekt obendrein

  • Für immer Frame [34]

    TitelbildMit ihrem Lokal im 20. Bezirk haben die FilmausstatterInnen Margit und Stefan Herberth die perfekte Szenerie für nette Abende geschaffen

  • Wo das Glück zuhause ist [10]

    TitelbildBei Christian Wrenkh, Österreichs erstem Hauben-Vegetarier, wird nach den Prinzipien der "Glücksküche" gekocht – Auch mit Gästen

  • Hommos, Couscous oder Foul [40]

    TitelbildIm Café Nil können ägyptische und arabische Spezialitäten bei W-Lan und Brettspielen genossen werden

  • transporter [15]

    TitelbildDie Bar im fünften Wiener Bezirk fällt vor allem durch unkonventionellen Stil, ebensolche Veranstaltungen und ihr Getränke-Angebot auf

  • Ort zum Wohlfühlen

    TitelbildDas Traditionscafé Rüdigerhof in einem Jugendstilhaus nahe des Wiener Naschmarkts besteht bereits seit mehr als hundert Jahren

  • Lokalsuche: Von Aromat bis Zypresse

    TitelbildUnser Kooperations- partner Lokaltipp.at mit Lokalführer, Tipps und Bildergalerie

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Posting 1 bis 25 von 85
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Schnabeltierfresser
00
13.1.2008, 13:21
"Wenn Arbeiter keine Angst vor Bioessen haben und auf einen Karottensaft vorbeikommen, hast du’s geschafft.", grinst Holzinger.

Ich weiß nicht, woran es genau liegt, aber irgendwie wird mir der Herr durch diesen Satz schwer unsympathisch. Überheblichkeit vielleicht?

e h
00
14.1.2008, 11:15

Vielleicht weiß der Herr Holzinger als gelernter Elektriker auch genau Bescheid über die Ernährungsgewohnheiten seiner ehemaligen Kollegen.

jumpingjack flash
00
13.1.2008, 15:09

beim steirereck wars umgekehrt - als keine arbeiter mehr zum essen kamen hatten sie es geschafft.

frl.marty
10
12.12.2007, 12:27
mittags ist es laut und hektisch.

wer dort mittagessen geht braucht einen starken magen.
wer auf den hockern bei der ess-theke "in ruhe" das wertvolle essen isst, muss überhaupt mit allen granderwassern gewaschen sein. ich wüde dort zwischen eingangstüre, warteschlange bei der theke und kassa keinen bissen runterbringen.

sehr sehr sehr ok sind die ausgelösten walnüsse aus wildsammlung! empfehlung!!

Florian Holzer
00
13.12.2007, 17:21

dass es ein oberes stockwerk gibt, entging ihrer geschätzten aufmerksamkeit?

frl.marty
00
13.12.2007, 20:35

nein, nein, ist mir nicht entgangen. sehr aufmerksam beobachte ich alles.
man hat auch genug zeit während man in der essensausgabeschlange steht, sich über die leute auf den barhockern dort seine gedanken zu machen. ist es denn nicht so, dass die stimmung sich nicht so arg von der bei Mc Do unterscheidet? ... ganz objektiv gesehen! (auch die stimmung im 1.stock)
wobei ich muss sagen mir ist's in vielen lokalen zu lärmend wenns voll ist. da bleib ich am besten daheim, gelt?
mir ist nicht zu helfen. vielleicht doch: ich setz mich ins gasthaus stephan, da ist's schön ruhig, draußen in hacking/hütteldorf. die kochen auch bio. und cola gibts dort auch keines. aber das ist eine andere geschichte.

Florian Holzer
00
14.12.2007, 16:32

na ja, was soll man sagen. stephan ist stephan, und josef ist josef. die überschneidungen sind ja eher minimal.

frl.marty
00
17.12.2007, 20:57
stimmt!

nicht mal ein "f" ist im stephan oder ein "ph" im josef. jetzt sehe ich es auch!
;-)

jumpingjack flash
00
13.12.2007, 20:41

das essen auf den barhockern - ist sowas nicht unwürdig? stell ich mir schrecklich vor! - die steigerungsstufe: barhocken in der auslage :-)

ubu roi
12
15.12.2007, 21:10

und jetzt erklären Sie mir noch das mit der auslage. ich finde diese einstellung, sich mit seinem essen an einen finsteren ort verziehen zu müssen, wo einem ja niemand zuschauen kann, die in österreich allgegenwärtig ist, nämlich schrecklich. wenn schon fenster, dann bitte mit spitzendeckerlvorhang zuhängen. so kann man von außen nicht ins lokal schauen, muss also erst einmal reingehen, damit man weiß, ob man das überhaupt wollte. entsetzlich, wenn Sie mich fragen, schwellenängste, als würde man ins puff gehen wollen.
rühmliche ausnahme ist das sperl, wo man beim fenster sitzen, essen und dabei rausschauen kann, so solls sein. solang mir niemand was wegschaut, kann doch jeder sehen, dass ich ess - und vor allem seh ich auch was dabei.

jumpingjack flash
10
16.12.2007, 02:14

? sie haben doch oben das bild (5) gesehen - urcool, auf einem barhocker vor der auslagenscheibe zu sitzen - wie im zoo, oder wenn sie sich da eh auskennen wie in einer der auslagen in amsterdam wo man sich passende partnerinnen aussuchen kann wie in einer zoohanddlung die katzerln. ist das wirklich ihr traumlokal - oder wollen sie mich veräppeln? die fenster sind besonders (wenn einfachverglasung und oder heizkosten sparender wirt) im winter ein angenehmes platzerl - man schwitzt nicht so, mit ein wenig glück sieht man hunde ihre notdurft verrichten, und besitzer die das wegräumen - die verkühlung bringt ein paar tage krankenstand :-)

ubu roi
00
16.12.2007, 15:42

sie vermischen meine postings mit den holzerschen. barhocker sind nicht mein ideal, aber ich sitze gern "in der auslage", d. h. am fesnter, weil ich gern vom café aus auf die straße schau. idealerweise, wenns wärmer ist, auf der terrasse, die auf keinen fall durch irgendwelche holzwände, jägerzäune und sonstige abartigkeiten abgetrennt sein darf.

Florian Holzer
00
14.12.2007, 16:33

l’atelier de joel robuchon.

ubu roi
00
14.12.2007, 22:14

ah, das würd mich eh interessieren, wie das ist.
wobei es auch das gegenteil gibt: in manchen lokalen der brüder costes, die alle sehr schick sind, wurde die sitzhöhe auf 40 cm reduziert, weil man da offenbar nicht so gut verdauen kann, es nach dem essen unbequem findet und früher wieder den tisch freimacht. sehr schlau, aber auch sehr gemein finde ich das.

jumpingjack flash
00
14.12.2007, 22:58

ist sicher ein richtiges argument - wird jetzt immer mehr modern - braucht man nur das obige foto anschauen - man sitzt auf den hockern mit stark angewinkelten beinen, kann sich weder gut vorbeugen noch zurücklehnen. bei robouchon gibts minilehnen - aber "lokaljumper" wie etwa holzer stört das nicht - stell mir das auch für snacks passabel vor - ein ordentliches abendessen ist feiner auf einem richtigen stuhl mit bodenkontakt an einem geräumigen tisch.

ubu roi
11
15.12.2007, 13:42

ich bin gegen geräumige tische. wie immer ist in frankreich alles besser: da ist der tisch klein, dafür sind teller und besteck nicht überdimensioniert, man kann leise miteinander reden, weil man schön nah beisammen sitzt. in vielen bistrots gibts noch dazu eine lange bank, vor der diese vielen kleinen tischerln aufgebaut sind, wer rein oder raus will, dem rückt der kellner erst den tisch weg. dabei lernt man dann auch seine nachbarn kennen, alles wunderbar.

jumpingjack flash
00
15.12.2007, 19:55

ich finde es billig wenn auf einem tisch nichteinmal eine deko, ein paar teller, schüsserln ect platz haben, wo man notfalls auch ein kind dazusetzen kann und nicht nach bei jedem niederstellen eine rochade über den ganzen tisch erfolgt. oder familienfeier wo ein paar fotos ausgetauscht werden, sprich ein bisserl mehr platz sein sollt als nur für einen teller - ideal ist der runde tisch! praktisch und gemütlich!
nicht wunderbar für mich eine aufstellung bei der bei jedem mal pipigehen ein kellner bank/tisch verücken muss. die meisten lokale in wien haben eh noch tische wo man gemütlich sitzen kann - denken sie auch an ältere menschen - wie soll eine 80 jährige auf so einen hocker klettern?

ubu roi
11
15.12.2007, 21:06

ich sag jetzt gar nicht, dass ich gemütlich eh selber bin, der tisch es also nicht zu sein braucht, weil das wäre nicht von mir. aber auch sonst: tststs.
fotos im wirtshaus herumzeigen ist schlecht, weil fettige fingerabdrücke. pipigehen beim essen: vorher oder nachher, ok, aber doch nicht mittendrin. deko am tisch, meinen Sie da die maggiflascherln? und überhaupt: red ich von barhockern?

jumpingjack flash
00
16.12.2007, 02:01

bei uns in wien liegen servietten herum, notfalls kann man bequem aufstehen und sich die hände waschen (falls man wie ein franzose gegessen hat :-)
irgendwie kommen sie mir ein bisserl trotzig vor - vorweihnchtsstress? :-)
es gibt durchaus eine mittlerweile grosse wissenschaft darüber wie räume gestaltet sein sollen damit wir uns wohl fühlen - das kann auch der gemütlichste mensch (ubo roi) nicht ignorieren, weil es tlw. auch unterbewusst wirkt.
und ja, maggi, wein sojasauce flascherl will ich am tisch haben - ich will auch nicht laut "garcon eine prise salz rufen müssen", schon um andere gäste nicht zu stören

ubu roi
00
16.12.2007, 15:49

trotzig? von mir aus, wobei: zum endlos-posten gehören mindestens zwei. wenn die wissenschaft so groß ist, wie Sie meinen, warum sind dann so viele lokale atmosphärisch so schlecht? wegen der mangelnden deko? die sache mit der wissenschaft habe ich auch so nicht verstanden. wenn Sie schreiben, dass Sie im restaurant genug platz zum fotoalben-herumzeigen brauchen, ist das dann wissenschaftlich erwiesene gemütlichkeit? oder verstehe ich das miss? und wie gibts das dann, dass Sie offenbar andere raumgestaltungen für gemütlich befinden als ich?
ps: salz und pfeffer haben auch auf den kleinsten tischerln platz, maggi braucht niemand, und garcon ist eine beleidigung.

jumpingjack flash
00
16.12.2007, 19:05

die fensterplätze auf bild 5 ohne barhocker - ist das ihr lieblingsplatz? deko: die meisten leute fühlen sich damit wohler - in meinem ganzen bekanntenkreis gab es eine person die ein wohnzimmer ohne jegliche! deko hatte - tisch, bank und aus. keine bilder, teppiche usw. allerdings arbeitete die in einer museumsbibliothek - vielleicht war das ein ausgleich.
bilder haben auch einen rahmen und ein passpartout - so liebe ich tische. um den teller etwas raum wegen der schönheit. aber sicher neige ich eher zur barocken opulenz, eine tischlandschaft soll es sein, am ende wie ein eatart von spoerri. ein tipp um gäste loszuwerden ist den tisch ganz abzuräumen.
ps.: der ideale ess-sessel - lehne oder nicht, polsterung oder nicht?

ubu roi
00
16.12.2007, 23:01

nein, nicht mein lieblingsplatz. ich mag räume mit mehr patina, oder wie man das nennen soll. der ideale auslagenplatz ist für wiener verhältnisse das sperl. deko im restaurant ist eine sehr heikle sache. in einem schönen resto eine kleine blumenvase auf dem tisch - kann sehr nett sein. im bistro/beisl: eher nicht nötig, weil meistens aus plastik. allgemeine regeln kann ich da keine aufstellen, nur eine: mein wohnzimmer hat damit nichts zu tun, ich geh ja fort, damit ich nicht zuhaus bin (über die "lustigen" lokale namens "wia z'haus" haben wir hier doch schon mal diskutiert?).

jumpingjack flash
00
17.12.2007, 14:44

dacht ich mir - kommt immer drauf an wie man hinter einem fenster sitzt - das kaffee sperl ist ein unfairer vergleich - wohl eines der ältesten lokale wiens - die patina bekommen die anderen auch - aber erst in etwa 100 jahren. und auch früher gab es keine kahlen wände - stuck, bemalungen, tapeten, textilien, bilder - alles weit weg von der "bahnhofshalle".

ubu roi
00
17.12.2007, 14:50

und sogar da bin ich nicht sicher: manches hat nach ein paar jahren patina, manches wird einfach schäbig - ein entscheidender unterschied! ansonsten völlig ihrer meinung: es kommt fast immer und überall auf das "wie" an.

jumpingjack flash
01
14.12.2007, 17:19
horror

wie man menschen verklickern kann das es cool ist möglichst viele plätze (wie in der hühnerfarm) auf kleinstem raum unterzubringen - ich frag mich - wie fädeln die bei robouchon ein/aus - oder fährt der sessel auf rollen?
für mich ist derartiges essen eine horrorvision - ungemütlich und unpersönlich

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