Zugfahren wird teurer

2. Jänner 2008, 11:11
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Die ÖBB werden mit Fahrplanwechsel ihre Fahrpreise per 9. Dezember um bis zu vier Prozent anheben

Wien - Die ÖBB werden mit Fahrplanwechsel ihre Fahrpreise per 9. Dezember um bis zu 4 Prozent anheben. Dies geht aus einigen Tarifbeispielen hervor, die die ÖBB am Mittwochnachmittag vorgelegt haben. Demnach steigt der Vollpreis für die Strecke Wien-Linz von 27,90 Euro auf 29,10 Euro. Wien-Graz wird statt bisher 30,20 Euro künftig 31,40 Euro kosten. Wien-Salzburg dagegen wird nur um 1,8 Prozent teurer und kostet künftig 44,20 Euro.

ÖBB-Personenverkehrschef Stefan Wehinger begründete die Erhöhungen am Mittwoch bei Vorlage der neuen Fahrpläne mit den allgemeinen Preissteigerungen. Die Tarifanpassungen lägen unter der Inflationsrate.

Wirksam sind die Erhöhungen für alle ÖBB-Tickets, bei denen sich der Fahrpreis nach den Fahrkilometern bemisst - also in erster Linie im innerösterreichischen und internationalen Fernverkehr. Im Nahverkehr kommen dagegen in der Regel die Tarife der jeweiligen Verkehrsverbünde zur Anwendung. Einen Antrag auf Anhebung der Verbundtarife hätten die ÖBB vorerst nicht gestellt. Es gebe vorerst lediglich "allgemeine Gespräche", sagte eine Sprecherin des ÖBB-Personenverkehrs.

Unterschiedliche Zeiten

Die Verbünde erhöhen ihre Tarife üblicherweise zu unterschiedlichen Zeiten. Zu Jahreswechsel gibt es Tarifänderungen meist in Oberösterreich und Vorarlberg.

Beim Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) hat das Servicecenter am Mittwoch bestätigt, dass die Tarife per 1.1.2008 neuerlich angehoben werden. Für eine Ein-Zonen-Jahreskarte muss man beispielsweise sechs Euro mehr berappen, die Preissteigerungen seien aber von Karte zu Karte unterschiedlich. Die genaue Höhe sowie der Grund der Teuerung waren vorerst nicht bekannt, da die OÖVV-Verwaltung am Mittwochnachmittag nicht erreichbar war.

Aus Vorarlberg ist noch nichts Offizielles bekannt. Dem Vernehmen dürften dort die Preise aber unverändert bleiben.

Die Nächsten im Reigen sind die Verkehrsverbünde Niederösterreich-Burgenland und Tirol, die 2007 ihre Tarife im Februar angehoben haben. Für 2008 gibt es laut beiden Verbünden noch keine Pläne. Alle übrigen Nahverkehrsverbünde - darunter der größte, der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) - haben ihre Tarife heuer erst im Jahresverlauf angepasst und für nächstes Jahr nach dem APA-Rundruf von Mittwoch ebenfalls noch nichts geplant. (APA)

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    foto: standard/cremer
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