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10.12.2007 14:00

US-Schulen verbannen Wikipedia
Ungenau und zu beliebt - SchülerInnen können nicht mehr auf die Online-Enzyklopädie zugreifen - 1 Foto

Der Zugang zur freien Enzyklopädie Wikipedia wird von immer mehr US-Schulen geblockt: Die SchülerInnen können also von den Schulrechnern nicht mehr auf das Angebot zugreifen. Zwei Gründe werden von den Schulbehörden im Warren Hills Regional School District nun angeführt: einerseits sei die Information auf Wikipedia nicht ausreichend verifiziert, zum anderen müssten die SchülerInnen wieder dazu gebracht werden, auch andere Quellen für ihre Arbeiten zu verwenden.

Zu erfolgreich

Tatsächlich vermelden zahlreiche Schulen und LehrerInnen, auch in Österreich, dass Wikipedia zum Informationsmedium Nummer Eins bei den SchülerInnen geworden ist. Diese Tatsache an und für sich, sei nicht das Problem, problematisch sei hingegen aber, dass die Information der Online-Enzyklopädie völlig bling abgeschrieben und nicht hinterfragt werde. Bücher würden von den SchülerInnen hingegen immer weniger genutzt oder zitiert.

Von Anfang an

Untersuchungen in den USA hätten gezeigt, dass von der Grundschule bis zu den Universitäten die Zitate aus Wikipedia in den Arbeiten - meist wortwörtlich - zu finden seien. Büchereien und Schulbibliotheken wären mittlerweile wieder verwaist - obwohl man in den vergangenen Jahren extrem bemüht war, junge LeserInnen zu generieren.

Die beste Lösung?

Heftig diskutiert wird nun die Frage, ob der Bann der Schulbehörden wirklich die beste Lösung sei, um diesem Problem Einhalt zu gebieten. Welche Ressourcen dürfen verwendet werden? Darf man den SchülerInnen vorschreiben aus welchen Quellen sie zu zitieren haben? Und last but not least, was über die Schulcomputer nicht erreichbar ist, bleibt auf den Privatrechnern ja weiterhin zugänglich - wo ist also der Nutzen? Antworten auf diese Fragen wurde noch keine gefunden. (red)

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