T-Mobile eröffnet 2.000sten europäischen Shop in Österreich

29. Februar 2008, 11:49
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Stellenabbau und Umstrukturierung sollen Kunden durch mehr Service zugute kommen - T-Mobile erwartet Konsolidierung am österreichischen Markt - iPhone kommt 2008

Der Mobilfunk-Betreiber T-Mobile hat seinen 2.000 europäischen Shop am Montag in Wien, Österreich eröffnet. Seit 2004 hat der Konzern in den Ausbau der Filialen in Europa bislang 200 Millionen Euro investiert, in den USA hält man indes bei rund 1.400 Geschäften.

Österreichweit sind bereits 70 T-Mobile- und Telering-Shops in Betrieb, bis Jahresende sollen noch sechs weitere Filialen des Tochterunternehmens eröffnet werden.

2008 will man weiter wachsen, laut dem Unternehmen könnte man sich hier am Franchise-Modell orientieren.

Umstrukturierungen

Nach der Bekanntgabe der Umstrukturierung der österreichischen Niederlassung und dem damit verbundenen Stellenabbau, hat die Eröffnung des 2.000sten Shops für den Mobilfunker auch einen symbolischen Charakter. Laut T-Mobile Austria-Chef Robert Chvàtal setze man künftig auf eine deutlich "schlankere Zentrale", um mehr Personal für die Kundenbetreuung stellen zu können. In Zukunft sollen mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter im Sales- und Customer-Bereich arbeiten. Vergangenes Jahr hätten laut Unternehmenszahlen etwa 100 Millionen Kunden die europäischen Geschäfte besucht.

Strategie

Nach Angaben des T-Mobile International-CEOs Hamid Akhavan sei der Stellenabbau in Österreich nicht Teil einer europaweiten Strategie. Es wäre allerdings kurzsichtig, würde man weitere "Marktanpassungen" ausschließen. Allerdings sei T-Mobile in Österreich einem härteren Wettbewerb ausgesetzt, als in den restlichen 10 Standorten. Laut Akhavan führte der harte Preiskampf in Österreich in den vergangenen Jahren zu einem destruktiven Marktverhalten. Deshalb seien weitere Konsolidierungen unumgänglich. Er gehe davon aus, dass mittelfristig lediglich drei Anbieter überleben werden.

Auch europaweit müsse es zu weiteren Zusammenschlüssen kommen, um weiterhin innovativ und gewinnbringend arbeiten zu können, so Akhavan im Gespräch mit dem WebStandard.

iPhone

Sowohl Chvàtal als auch Akhavan äußerten sich im Rahmen des Pressetermins zur bevorstehenden Markteinführung des iPhone in Österreich. Laut T-Mobile sei der Start für nächstes Jahr geplant. Konkrete Prognosen, bezüglich erwarteter Kundenzahlen, will man indes noch nicht verraten, Apples Mobiltelefon sei allerdings ein starker und wichtiger Image-Treiber.

Bei der Preisgestaltung werde man sich voraussichtlich am deutschen Markt orientieren. In Deutschland bietet der Mobilfunker das Smartphone bereits seit November an. Aufgrund der Gesetzeslage muss der Konzern das Handy im Gegensatz zu den USA auch ohne Mobilfunkvertrag verkaufen - der WebStandard berichtete. Ob dies auch in Österreich der Fall sein wird, ist noch nicht geklärt.

Exklusiv-Partner

Im Gespräch mit dem WebStandard schloss Akhavan ähnliche Exklusiv-Partnerschaften mit anderen Handy-Herstellern nicht aus. Allerdings sehe er zurzeit kein anderes Gerät, das ähnlich revolutionär und zugkräftig sei, wie das iPhone. (Zsolt Wilhelm)

  • T-Mobile International CEO Hamid Akhavan und Österreich-Chef Robert Chvàtal bei der Filialeröffnung in der Wiener Rotenturmstraße.
    zsolt wilhelm

    T-Mobile International CEO Hamid Akhavan und Österreich-Chef Robert Chvàtal bei der Filialeröffnung in der Wiener Rotenturmstraße.

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