Bush bekräftigt "persönliches Engagement" für Palästinenserstaat

27. November 2007, 12:55
1 Posting

Treffen zwischen Olmert und Abbas am Montag - Iran-Gespräche Olmerts mit Bush "wichtigstes Treffen"

Washington - US-Präsident George W. Bush hat am Sonntag sein "persönliches Engagement" für eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt bekräftigt. "Israelis und Palästinenser warten seit langem, dass diese Vision Wirklichkeit wird", sagte Bush in einer im Weißen Haus veröffentlichten Erklärung.

Der US-Staatschef, der für Dienstag eine Nahostkonferenz mit Israel, Palästinensern, internationalen Vertretern und den Staaten der Region einberufen hat, rief alle Teilnehmer dazu auf, "ihre Anstrengungen zur verstärken, damit dieser Traum Wirklichkeit wird".

Bush empfängt Olmert und Abbas

Mit bilateralen Gesprächen im Weißen Haus bereitetBush am Montag die internationale Nahost-Konferenz in Annapolis vor. Nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert (16.55 Uhr MEZ) empfängt Bush den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas (19.15 Uhr MEZ). Am Abend wird der US-Präsident dann bei einem Dinner für die Konferenzteilnehmer im US-Außenministerium sprechen.

Iran-Gespräche "wichtigstes Treffen"

Olmert will mit Bush das weitere Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran abstimmen. "Dies sei das wichtigste Treffen" während der US-Reise, zitierte die israelische Tageszeitung "Haaretz" am Montag einen hochrangigen Mitarbeiter von Olmert.

Der Regierungschef sei besorgt, dass Bush im Jänner 2009 aus dem Amt scheiden und die Iran-Akte dem nächsten Präsidenten überlassen könne. Dagegen sei Olmert noch vor einigen Monaten zuversichtlich gewesen, dass Bush im letzten Amtsjahr alle Anstrengungen unternehmen werde, um das iranische Atomprogramm entweder mit militärischen Mitteln oder verschärften Sanktionen zu stoppen.

Als Konsequenz hat Olmert den Angaben zufolge seine Äußerungen zur Atom-Krise mit dem Iran in letzter Zeit verschärft. Olmert wurde Ende vergangener Woche von der Tageszeitung "Yedioth Ahronoth" zitiert: "Es ist möglich, das Iran-Problem mit militärischen Mitteln anzugehen, und es ist möglich, die Kosten zu tragen, die eine solche Aktion nach sich zieht". Olmerts Büro habe später die Äußerungen weder dementiert noch bestätigt. (APA/red)

  • US-Präsident Bush wünscht sich, dass die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung Wirklichkeit wird.
    foto: ap/j. scott applewhite

    US-Präsident Bush wünscht sich, dass die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung Wirklichkeit wird.

Share if you care.