Da grinste Josef Hickersberger

26. November 2007, 15:40
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Frankreich, Rumänien, Serbien, Litauen und die Färöer-Inseln - Teils alte Bekannte sind Österreichs Gegner in der Quali zur WM 2010

Durban - "Die kenn ich, glaub ich", sagte Österreichs Teamchef Josef Hickersberger, und er meinte die Färöer-Inseln. Hickersberger hatte die Auslosung zur Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 nicht vorort, also nicht in Durban mitverfolgt, sondern via TV im Rahmen einer ÖFB-Gala in Wien. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Ein schönes Los", sagte Hickersberger auch, damit hat er vielleicht nicht die Färinger gemeint, gegen die Österreich in seiner ersten Teamchef-Ära am 12. September 1990 mit 0:1 verloren hatte. Vielleicht meinte er auch Frankreich, Rumänien, Serbien und Litauen, die weiteren Quali-Gegner der Österreicher.

Neun Europa-Quali-Gruppen gibt es, die Gruppensieger kommen direkt zur WM, acht Gruppenzweite kommen in ein Play-off um vier weitere Plätze. Die europäische WM-Quali beginnt im Spätsommer 2008. Weltweit streiten 199 Nationen um 31 WM-Plätze, den 32. hat Südafrika besetzt.

Staatspräsident Thabo Mbeki eröffnete die in 173 Ländern übertragene Show im Congress Centrum in Durban. WM-Geschäftsführer Danny Jordaan versprach: "Wir werden ein Weltklasse-Event erleben." Die WM wird am 11. Juni 2010 im 94.600 Zuseher fassenden Soccer-City-Stadion von Johannesburg eröffnet und am 11. Juli ebendort beendet. 15 der 64 WM-Spiele finden in Johannesburg statt, acht im Soccer-City-Stadium und sieben im Ellis-Park. In Kapstadt und Port Elizabeth werden je acht Partien ausgetragen, in Durban sieben Partien, in Rustenburg, Bloemfontain und Pretoria je sechs.

Hickersberger wird wohl auch 2010 nicht nach Südafrika reisen, er wird seinen Vertrag nicht verlängern, nach einem Vorrunden-Out nicht, nach einem EM-Titel erst recht nicht. Ein Wiedersehen mit den Färingern könnte sich allerdings ausgehen, sein Vertrag mit dem ÖFB endet nicht unmittelbar nach der EURO, sondern erst mit Jahresende 2008. Vielleicht hat Josef Hickersberger am Sonntag auch deswegen gegrinst. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 26. November 2007, fri, APA)

Europa-Auslosung zur Qualifikation der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli):

  • Gruppe 1: Portugal, Schweden, Dänemark, Ungarn, Albanien, Malta
  • Gruppe 2: Griechenland, Israel, Schweiz, Moldawien, Lettland, Luxemburg
  • Gruppe 3: Tschechien, Polen, Nordirland, Slowakei, Slowenien, San Marino
  • Gruppe 4: Deutschland, Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan, Liechtenstein
  • Gruppe 5: Spanien, Türkei, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Armenien, Estland
  • Gruppe 6: Kroatien, England, Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, Andorra
  • Gruppe 7: Frankreich, Rumänien, Serbien, Litauen, Österreich, Färöer
  • Gruppe 8: Italien, Bulgarien, Irland, Zypern, Georgien, Montenegro
  • Gruppe 9: Niederlande, Schottland, Norwegen, Mazedonien, Island

     

    ***

    Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde in Südafrika. Der schlechteste Gruppenzweite (es werden nur die Spiele gegen die besten fünf Nationen je Gruppe berücksichtigt) scheidet aus, die restlichen acht Gruppenzweiten ermitteln in Hin- und Rückspiel die weiteren 4 der insgesamt 13 europäischen WM-Teilnehmer.

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      Christian Karembeu fischt Österreich aus dem Glas.

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