Nahostkonferenz: Olmert und Abbas reisen in die USA

Redaktion, 27. November 2007, 12:55

Israels Premier hofft auf Teilnahme Syriens - Abbas: "Traum des palästinensischen Volkes von einem unabhängigen Staat verwirklichen"

Tel Aviv/Washington - Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sind in die USA gereist, wo sie am Dienstag an der internationalen Nahost-Friedenskonferenz teilnehmen. Abbas äußerte vor seiner Ankunft die Hoffnung auf einen eigenständigen Staat - er wolle sich auf der Nahostkonferenz darum bemühen, "den Traum des palästinensischen Volkes von einem unabhängigen Staat zu verwirklichen", sagte Abbas während seines Fluges in die Vereinigten Staaten. Seine Maschine landete am Samstag um 23.30 Uhr Ortszeit (05.30 Uhr MEZ) auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews in der Nähe von Washington.

Er hoffe, dass die Konferenz zur Anwendung internationaler Lösungsvorschläge für den Nahen Osten wie die Roadmap (Friedensplan des Nahost-Quartetts; Anm.), die arabische Friedensinitiative und die Vorschläge von US-Präsident George W. Bush führe, sagte Abbas weiter. Die Teilnahme von Vertretern aus rund 40 Ländern zeige, "dass die internationale Gemeinschaft diesen Friedensprozess unterstützt". Vor Abbas war bereits der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert in die USA aufgebrochen.

Ds Treffen in Annapolis bei Washington ist die erste internationale Nahost-Konferenz seit mehr als sieben Jahren. Die USA haben nicht nur die Konfliktparteien eingeladen, sondern auch Nachbarstaaten, internationale Organisationen sowie Staaten mit guten diplomatischen Kontakten in die Region.

Hoffen auf Teilnahme Syriens

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hofft besonders auf eine Teilnahme Syriens an der geplanten Nahost-Konferenz in den USA. Er würde es begrüßen, wenn das Land bei den Gesprächen in Annapolis am Dienstag dabei wäre, sagte Olmert am Sonntag kurz vor seiner Abreise nach Washington. "Ich hoffe, dass dieses Treffen es uns erlaubt, uns mit ernsthaften Verhandlungen über alle Probleme zu beschäftigen, damit es zwei Staaten für zwei Völker geben kann", sagte Olmert vor Journalisten, die ihn auf seiner Reise begleiteten.

Die Nahost-Konferenz soll die Grundlagen für die Bildung eines Palästinenser-Staates legen. Die USA haben dazu rund 40 Staaten eingeladen - auch Saudi-Arabien und Syrien, obwohl beide Länder keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. Ihrer Anwesenheit wird besondere Bedeutung beigemessen. Allerdings hat es Syrien - anders als Saudi-Arabien - bisher vermieden, sich eindeutig zu seiner Teilnahme zu äußern. Die Führung in Damaskus macht ihre Zusage davon abhängig, dass bei dem Gipfel auch die von Israel besetzten Golanhöhen thematisiert werden. Dem hätten die USA zugestimmt, hieß es von syrischer Seite. Das US-Außenministerium wollte dies nicht bestätigen.

Auf die Frage, ob die USA Syrien für dessen Teilnahme an der Konferenz bestimmte Versprechungen gemacht haben könnten, antwortete Olmert, das glaube er nicht. (APA)

Ein Rumpfpalästina mit 22 Prozent der ursprünglichen Fläche , - und Israel will ja bei weitem nicht einmal das zugestehen,- ist nicht der Traum des palästinischen Volkes, man muss sehr chrakterlos sein wenn man die Mehrheit des Volkes gegen sich weiß solche Verhandlungen ohne die Mehrheitsvertreter zu eröffnen. Und Bush und Israel sind zu gierig um Abbas einen saftigen Köder in die Hand zu geben.

Drehen wir doch einmal die Situation um und machen wir ein Gedankenexperiment: Was würden sie denn als Vertreter Israels anbieten?

@steiner

Frage 1) Was wäre denn der "Köder", denn sie anbieten würden?

Frage 2) Wer wären denn ihrer Meinung nach die Mehrheitsvertreter? (Abbas, der gewählte Präsident, ja offenbar nicht - der scheint ihnen zu minder zu sein...)

Frage 3) Warum halten sie den Traum der Araber, Israel zu zerstören, für wesentlicher, als den Traum des israelischen Volkes, in Frieden zu leben?

Denn Hamas, Hezbullah, islamischer Jihad sagen genau, was ihr Traum ist - und das deckt sich laut arabischen Umfragen mit der Mehrheitsmeinung der Wähler zur PA...

ad 1 eine sofortige Räumung der Siedlungen
ad 2 die demokratische Parlamentsmehrheit
ad 3 die Kolonialmacht Großbritannien hat das den Ureinwohnern gehördende Land an auswärtige jüdische Menschen verschenkt, man war sich damals auch im Klaren dass das Land den Briten nicht gehört
" Warum schenken denn die Engländer wenn sie uns ein ihnen nicht gehördendes Land geben nicht gleich die Schweiz"
Ich bin auch dafür, dass Israel einen eigenen Staat bekommt, es sollten aber die USA , Deutschland , England oder Frankreich oder sonstige Freunde das Land bereitstellen, etwa Schleswig, Israel brucht Zugang zum Meer für die atomwaffenfähigen UBoote.

Und was sagt mir Ihr Beitrag, Fetz?
Dass auch in Österreich die Ahmadinejade sitzen.

Aber hier eben eher beim Heurigen und mit weniger Faible für Nukleartechnologie. Und der Palästinenserschal ist natürlich auch rein zufälliges Modeaccessoire bei uns, und die Bärte sind eher die von Fiakern als von Fanatikern.
Alles "gemütlicher" eben bei uns.
Prost.

verständigung

ist nicht alles.

Und ohne ungeschlachte Grobheit geht gar nichts.

Darin sind wir VORBILD.

Und 60 % der ursprünglichen Fläche werden von Jordanien eingenommen. Dort wiederum stellen sog palästinenser 80 % der Bevölkerung. Mit Zahlen jonglieren muß eben gelernt sein.

Zu Jordanien gehört kein Quadratmeter von Palästina, denn das endet am Jordan. Dummes Zeug so etwas, reine propagandistische Ablenkung. Das Territorium von Palästina beschränkt sich auf Israel in seinen Grenzen von 1967, das einstige Westjordanien, wobei Jordanien 1975 alle Ansprüche an die PLO abgetreten hat, und aus dem Gaza- Ghetto.

sie wissen offenbar nicht dass es noch nie einen Staat palästina gegeben hat. Daher können sie gar nicht von einem Territorium palästina sprechen. Es gab einmal ein britisches Mandatsgebiet dass british palestine hieß. Aus diesem Gebiet hat man Jordanien konstruiert. Aus dem Rest kaum 40 % sollte ein Jüdischer und ein weiterer arabischer Staat werden. Der Jüdische Staat ist entstanden, das Gebiet für den zweiten arabischen Staat haben sich Jordanien (Judäa und Samaria) und Ägypten (Gazastreifen) unter den Nagel gerissen.

diese Postings zeigen, daß die Antizionisten die Existenz Israels noch lange nicht verwunden haben und meinen eigentlich solle es mindestens in größeren Teilen beseitigt werden (50% oder was immer). Soviel zu all den Friedensschalmeien und Forderungen nach Ausgleich und Gesprächen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.