Erste Beta zu Firefox 3 vernichtet unnötig Ressourcen

29. Jänner 2008, 11:25
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Enorme Leistungseinbußen auf Badlists zurückzuführen - Fehler mittlerweile behoben

Im Rahmen eines Betatests kann es immer wieder zu schwerwiegenden Problemen mit der Software kommen, so auch in einigen Fällen bei Mozillas erster Betaversion von Firefox 3. Ungewöhnlich viel Speicher wurde belegt, die Leistung des Prozessors verschwand im Nimmerland. Entwickler Asa Dotzler reagierte und klärte die Betroffenen über den verantwortlichen Fehler auf.

Grund

Ausgelöst wurde das Problem durch den integrierten Phishing-Filter beziehungsweise Schutz vor Malware. Die Maßnahme zur Sicherung von Firefox 3 bewahrt Benutzer davor Phishing-Seiten aufzurufen, welche bekanntermaßen schädliche Software auf den Computer schleusen können. Nutzten Anwender ein besonders neues oder altes Profil, so kam es dazu, dass die erste Beta unnötig viel Speicher verschluckte und starke Leistungseinbrüche der CPU verursachte.

Ursache und Anlass

Der tatsächliche Anlass für solch eine Reaktion des Browsers wird durch sogenannten "Badlists" hervorgerufen. Dabei handelt es sich um eine Auflistung der gefährlichen Internetseiten die sich sowohl für Phishing-Attacken verantwortlich zeichnen, als auch Schadsoftware verteilen können. Beim Start des Internetbrowser wird diese Liste für gewöhnlich abgefragt, eine Kopie auf dem lokalen Rechner angelegt. Handelt es sich dabei um eine veraltete Liste, oder ist gar keine vorhanden, so versucht Firefox 3 diese auf einen Schwung zu laden, was zu den Leistungseinbrüchen führt.

Behebung

Mittlerweile haben Dotzler und seine Mitarbeiter der Fehler auf der Server-Seite behoben, wodurch die genannten "Badlists" nun in kleinen Einzelteilen geladen werden. (red)

  • Artikelbild
    bild: mozilla.org
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