Amazons Kindle läuft vom Band

von Redaktion  |  04. Dezember 2007, 10:19
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Führendes Versandhaus bietet eigenen eBook Reader zum Verkauf an - Ein Stück Technik mit Aussicht auf Erfolg

Mit dem Kindle möchte Amazon den Markt der Bücher revolutionieren und bietet im eigenen Online-Shop rund 90.000 elektronische Bücher zum kostenpflichtigen Download an. Das - mit einer Internetanbindung ausgerüstete - digitale Lesegerät erschien am Montag, dem 19. November zu einem Preis von 399 US-Dollar.

Display

Blogs, Zeitungen und Bücher lassen sich mit Amazons Produkt mit einer Auflösung von 800x600 Pixel auf einem sechs Zoll großen Display darstellen. Des Weiteren verfügt das - gegen Sonneneinstrahlung immune - Display über drei Graustufen, eine Hintergrundbeleuchtung gibt es allerdings nicht.

Die Arbeit an dem eBook-Reader dauerte rund drei Jahre und soll in der Literaturbranche eine ähnliche Rolle spielen wie Apples iPod im Musikgeschäft.

Navigation

Navigation und Menüoberfläche präsentieren sich angenehm simpel. Am Rand des Displays befinden sich zwei große Knöpfe - einer links, einer rechts - mit denen vor beziehungsweise zurückgeblättert wird. Ein zusätzliches Auswahlrad lässt den Anwender zwischen unterschiedlichen Büchern oder Kapiteln hin und her schalten. Auch ist die Schriftgröße in sechs Stufen verstellbar. Zusätzlich wurde in dem Kindle auch eine kleine QWERTY-Tastatur verbaut, mithilfe derer sich etwa Textpassagen markieren oder Anmerkungen hinzufügen lassen.

Einfache Verbindung

Der Umfang des Bücherkatalogs präsentiert sich überraschend prall, 101 der insgesamt 112 New York Times Bestseller befinden sich unter dem Angebot. Der Preis beläuft sich dabei größtenteils auf 9,99 US- Dollar. Auch gibt es Tageszeitungen, Magazine und 300 ausgewählte Blogs in denen Interessierte stöbern können.

Erworben werden die digitalen Werke über eine eigene Mobilfunk-Funktion. Anstatt WLAN kommt in den Vereinigten Staaten die EVDO-Technologie zum Einsatz, eine Form des mobilen Funkens, die in Europa unüblich ist. Nutzungsgebühren oder gar einen Vertrag für das sogenannte "Amazon Whispernet" gibt es nicht, allerdings soll die mobile Kommunikation nur eingeschränkt möglich sein.

Günstig

Der Erwerb von Büchern soll in den USA binnen maximal einer Minute erfolgen, auch können wahlweise Tageszeitungen oder Magazine abonniert werden. Erstere können dabei früher erscheinen als ihr Papier-Pendant, eine tägliche Aktualisierung - Abonnement vorausgesetzt - erfolgt automatisch. Die Preise dafür belaufen sich auf 5,99 bis 14,99 US-Dollar pro Monat, Magazine kosten laut Amazon zwischen 1,25 und 3,49 US-Dollar pro Ausgabe. Um einen der ausgewählten Blogs abonnieren zu können soll eine Gebühr von 99 US-Cent pro Monat anfallen.

Format

Das Gewicht des Lesegeräts liegt bei rund 290 Gramm, womit es etwa doppelt beziehungsweise dreimal so schwer ist wie ein aktuelles Smartphone. Eine volle Akkuladung soll das Gerät bis zu einer Woche lang mit Strom versorgen, ist der EVDO-Funk aktiviert, reiche diese lediglich zwei Tage.

Sinnvoll genutzter Speicher

Über 200 Buchtitel haben auf Amazons Endgerät Platz, der freie Speicher beträgt 185 Megabyte. Erweitert werden kann dieser über eine günstige SD-Speicherkarte. Wahlweise können eBooks aber auch gelöscht und anschließend erneut - ohne Aufzahlung - von Amazons Internetauftritt heruntergeladen werden.

Eine Besonderheit des Gerätes ist auch das integrierte "New Oxford American Dictionary", welches mit etwa 250.000 Einträgen sprachliche Unterstützung leistet, kleine Wissenslücken können mit Wikipedia geschlossen werden.

Kein iPod

Theoretisch einsetzbar ist der Kindle auch als Multimediagerät. Er kann sowohl MP3-Dateien als auch Hörbücher im Audible-Format abspielen. Auch Bilder in den Formaten JPEG, GIF, PNG oder BMP können via Email - 10 Cent pro Stück - auf den Kindle übertragen werden.

Eine Veröffentlichung für Europa oder gar Österreich ist bislang nicht in Sicht, allerdings durchaus denkbar. (Patrick Drexler)

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Amazon

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Knochenmann 
21.11.2007 14:09

amazon in allen Ehren, aber das Ding ist außer hässlich nur noch nutzlos.

F G 
21.11.2007 13:28
Kann ich jafast nicht glauben

Da wird ein Kastel angeboten mit dem man nichts anderes kann als Amazon Bücher lesen?
Keine Fotos kein Radio, kein Routenplaner, kein Telefon, keine Musik, keine Videos, keine E-Mails.
Man beachte den grosszügigen Speicherplatz!

phishhead
21.11.2007 12:56

da kommt ein teurer ebook-reader, mit dem man absolut nix machen kann, was nicht von amazon explizit erwünscht ist bzw. wo amazon verdient. dafür gibts attraktive elektronische literaturangebote von amazon, die mit keinem anderen gerät konsumiert werden können.

und wenn sich dieses kastl tatsächlich gut verkauft? was wird amazon dann wohl machen?

"gerne fördern wir dich, lieber jungautor.....", "gerne verkaufen wir dein abo, liebe zeitung", "wir veröffentlichen natürlich deinen webblog, lieber kritischer bürger"........"aber nur EXKLUSIV auf unserem gerät!!"

schöne, neue welt: so habe ich mir die literaturrevolution vorgestellt!

the_viking
21.11.2007 10:10

ich kann mir nicht vorstellen, nachdem ich bei arbeit/schule/studium einige stunden vor einem computerbildschirm verbringen muss, dann noch zum Entspannen eine Extraschicht einzulegen...

Chris Carl
21.11.2007 11:21
Vielleicht weniger für danach, als "für" das Studium ;-)

Denn so mancher Wälzer von über 800Seiten kann schon mal zu Fingerkrämpfen führen.

Oder andersrum gefragt.
Wie viele Tonnen Ausbildungsunterl. wandern
nach absolvierten positiven Prüfungen in die
"nimmerwiedersehen Archive oder Abt. 17" ?

Meine Dig.-Bibliothek umfasst schon seit Jahren
mehr Material wie die Bücherregale in der Whg..

Leider steht aber der eigentlichen digitalen
R(E)volution am Buch- und Zeitungsmarkt der Preis
solcher Reader im Weg.

Auch die Preise der E-Ausgaben könnten wesentlich
günstiger werden.

Tageszeitungen als Hardcopy, welche nach 24Std.
höchsten noch als Stopfmaterial od. als Einlage im
Mistkübel dienen, sind mehr als überholt.

Mittelfristig wird E-Paper gewinnen so wie
D-Fotografie.

MfG
c.c.

Lappe ohne Rentier
21.11.2007 09:58
Amzon = Führendes Versandhaus ????

Aber wirklich nicht!

DAS führende Versandhaus ist jenes: http://www.biolive.net/

Bei allem was recht ist!

Herzelichst
Ihr Lappe

hinz kunz
21.11.2007 00:45

Also der Sony Reader PRS-505 sieht wesentlich schicker aus, liegt vermutlich besser in der Hand, erinnert mehr an ein Buch und kostet 100,-- $ weniger. Klar habe ich dann kein tolles Abo bei Amazon, wo ich Bücher und Bloggs überteuert kaufen kann, aber will ich das?

Ach ja ... und mehr Dateiformate kann der Sony auch verarbeiten.

xray - 
21.11.2007 00:52

Hat das auch so ein Display?

hinz kunz
21.11.2007 02:55

Ja verwendet auch elektronische Tinte und hat sogar 8 Graustufen. Ich will hier übrigens weder für Sony noch für Amazon werben, nur sieht das Amazon-Teil wirklich potthäßlich aus ... ;)

Aber den Sony-Reader kann man eh googlen. Nur leider kann man den momentan auch nur direkt von jenseits des großen Teichs importieren.

utility
22.11.2007 11:36
alternative zum sony reader

wäre der bookeen cybook gen3. ist gerade erst rausgebracht worden. der ist auch der "offenste" von den drei e-book readern.

Torado
21.11.2007 01:44

nein - der hat serienmäßig eine Druckerschnittstelle ;-))

Michael Fuchs
21.11.2007 09:28

der war gut ;-)

j e
20.11.2007 23:19
Eine Revolution!

Toll! Habe in den Jahren 1997 bis 2001 sehensüchtigst darauf gewartet! Endlich ist es da!

mikeyman
20.11.2007 23:04
leider, ein ipod isses nicht.

dazu ist einfach zu globig und zu hässlich.
dabei finde ich die idee schön.
empfehle das ganze auf dünnen lcd-folien zum blättern zu machen...

Beiddenker
20.11.2007 21:44
*lol* - naja, für die meisten reicht vermutlich eine einzige 800x600 Seite ...

... zur Anzeige des Lesestoffes für ein Jahr

Semper_Idem
20.11.2007 20:05
Zu teuer,...

... unschönes Aussehen und die Buchpreise sind eine Frechheit, wenn man bedenkt dass keine Materialkosten bzw. Kosten für den Druck anfallen.
Das Ding können sie sich von mir aus gerne an den Hut stecken.

Wurzelmann 
20.11.2007 19:38

Um das Geld kaufe ich mir den ASUS EEE, da habe ich auf jeden Fall mehr davon...

gerhard aigner
20.11.2007 19:43
nein haben Sie

vermutlich nicht. Bei dem Trum ist eigentlich das Display die Neuerung. Informieren sie sich mal was da verbaut wird.

Gerald Ruschka 
20.11.2007 17:42
Nau bumm

"Den weans eana aus de händ' reissn!"

Wie man auf gut wienerisch sagt. ;-)

ha ha3
20.11.2007 16:42

Meine Enkel würden sich sicher freuen über meine Bibliothek, auf dem hässlichen Kastl, in 40 Jahren.
Elektronische Wegwerfbücher. Das ist einfach nur gräßlich.

xray - 
21.11.2007 00:54

für 90% der »Bücher« ist dieses Medium hinreichend gut. Warum also nicht. (und das sagt einer der Schriften liebt und richtige Bücher ebenso).

Pullover aus Milch
20.11.2007 16:31

<zitat>Auch Bilder in den Formaten JPEG, GIF, PNG oder BMP können via Email - 10 Cent pro Stück - auf den Kindle übertragen werden.</zitat>

Klingt natürlich schon verlockend.

Torado
20.11.2007 23:38
mit 3 Minuten Verspätung ...

weil solange hab ich gebraucht, um mich vor Lachen wieder zu derfangen, kriegst jetzt ein Grünes für diese Köstlichkeit.

Generation Bumerang
20.11.2007 16:23

Ist es so schwer, eine Art GameBoy mit größerem Display herzustellen?
Auf einer Konsole hat man dann die ganze Projekt-Gutenberg-Auswahl und fertig ist die Ferienlektüre.

MrNape
20.11.2007 16:12
lieber standard

vielleicht würde es weniger verwirrung geben wenn ihr genauer berichtet oder recherchiert/kopiert.
das Gerät funktioniert mit eInk technologie und der riesen vorteil dieser technologie ist das man keine hintergrundbeleuchtung braucht!!
es ist kaum augenschonend wenn man ein ganzes buch lang in eine lichtquelle sieht, es reicht wenn man das am pc machen muss. (es gibt aber eine aufstecklampe fürs kindle)

Aber meiner meinung nach ist die alternative von sony, empfehlenswerter, zwar keine funkverbindung, verarbeitet jedoch mehr formate auch ohne drm und das ohne weitere Kosten , außer den Büchern die nicht frei sind.
und man ist auch nicht an einen ebook händler gebunden.

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