Laura Bush für Edelsteinboykott

Redaktion, 13. Dezember 2007 17:59

"Jeder Stein aus Burma hält ein illegales Unterdrückungsregime am Leben"

Washington - Die Frau von US-Präsident George W. Bush hat sich den Forderungen nach einem Boykott von Edelsteinen aus Myanmar (Burma) angeschlossen. "Jeder Stein aus Burma hält ein illegales Unterdrückungsregime am Leben", hieß es in einer Erklärung von Laura Bush, die am Freitag in Washington veröffentlicht wurde.

Analog zu den "Blutdiamanten" aus Bürgerkriegsgebieten in Afrika wird bereits von "Blutrubinen" aus Myanmar gesprochen. Rund 90 Prozent aller Rubine kommen aus dem südostasiatischen Land. Außerdem werden Saphire, Jade und Perlen exportiert, zumeist in die USA sowie nach Europa und Japan.

Einfuhr in USA gestoppt

Der Handel mit Edelsteinen ermögliche der Junta die anhaltende Unterdrückung von friedlichen Aktivisten der Demokratiebewegung, erklärte Laura Bush. Sie begrüßte die Entscheidung des Verbands der Amerikanischen Juweliere, die Einfuhr von Edelsteinen aus Myanmar zu stoppen, und rief zu einem weltweiten Handelsstopp auf.

Auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach sich in dieser Woche für einen Boykott aus. "Der Handel mit diesen Steinen unterstützt Menschenrechtsverletzungen", erklärte die Organisation.

Trotz der Boykottforderungen wurde am Mittwoch in Yangon, der größten Stadt Myanmars, eine Edelstein-Auktion eröffnet, zu der mehr als 1.500 Händler aus über 20 Ländern kamen. Allerdings entfällt nur ein Teil des Edelsteinhandels auf die offiziellen Geschäfte über das Staatsunternehmen Myanmar Gem Enterprise. Viele Rubine werden in den nordöstlichen Regionen Mogok und Mong Hsu ausgegraben und über Berge und Dschungel nach Thailand geschmuggelt. Dabei passieren sie die Hände zahlreicher Zwischenhändler. In Thailand werden die Rohrubine mit Hitze behandelt, um kleine Risse zu entfernen und ihren roten Schein zu verstärken. Das Zentrum der thailändischen Edelsteinbranche ist Chanthaburi. Nach Schliff und Politur werden die Steine schließlich an ausländische Großhändler verkauft, die Juweliere in aller Welt beliefern.

Die meisten Steine haben ein Gewicht bis zwei Karat. Sie werden in Burma für wenige Dollar gekauft und tragen in Juweliergeschäften der reichen Länder Preisschilder mit teilweise mehreren tausend Dollar. Im Februar 2006 wurde ein Ring mit einem 8,62 Karat schweren Rubin bei Christie's für 3,6 Millionen Dollar (2,46 Mio. Euro) versteigert. Die Myanmar Gem Enterprise machte im letzten Geschäftsjahr nach Informationen von Human Rights Watch einen Umsatz von 300 Millionen Dollar. (APA/AP)

Schreck
20.11.2007 10:49

Jeder Burger bei McDoof und jeder Schluck CocaCola verhindert die Schließung von Guantamo Bay.

Mad_Professor
19.11.2007 19:49
Ich bin so enttäscht, dass ich mir dieses Jahr keinen 8,62-Karäter kaufe....

ggg


edgar einstein
18.11.2007 13:14
der artikel wurde von jemand geschrieben der keine ahnung hat. folgendes zur korrektur: manche der in Thailand angebotenen rubine werden in hochtemperatur oefen behandeln

..ausschliesslich um die farbe zu verbessern und dadurch einen hoereren preis zu erzielen, also nichts anderes als beschxxs. das ruby heattreatment gabs uebrigens schon vor ueber 1000 jahren, die Thais haben es nur verfeinert.
Preise der Ruby, dies ist genau entgegegengesetzt wie oben beschrieben, rubine sind der regel in myanmar teuerer als in thailand, wers nicht glaubt soll mal in myanmar in einen juwlierladen gehen und dann in bangkok. der beste rubykaufplatz ist entweder in mogok oder innerhalb des bogyoke market in yangon, da kommen jeden tag die seller zusammen und verkaufen die rohen ruby aus der hosentasche heraus, gutachter sind in der naehe, ausfuerlich mehr bei
http://www.allmyanmar.com....click ruby

edgar einstein
18.11.2007 11:50
da die laura bush keinen offiziellen posten

in der US regierung hat sollte sie den mund halten, das geht sie nichts an. die kann sich privat aeussern wie jeder andere auch aber das was hier ablaeuft ist freunderlwirtschaft, das macht man nicht in einen demokratischen land, oder sind die US am ende gar keine demokratie sondern eine neptokratie ?

Der Zwersch
18.11.2007 13:07

Sagen kann die Frau was immer sie will...nur weil sie mit dem Präsidenten verheiratet ist, hat sie kein Redeverbot...

Es ist bestenfalls ein Zeichen mangelnder Nachrichten, wenn es so eine unwichtige Meinungsäußerung in die Medien schafft...

edgar einstein
18.11.2007 14:21
wie waers wenn sie mein posting lesen

Gen.McArthur
21.11.2007 12:08
Der "Billige Jacob" mit seinem...

...alten Hut fällt mir zu ihrem immer wieder herbeigezerrten Link ein. Folgt man Ihren Ausführungen ist Burma ein Hort der Glückseligkeit und böse, imperialistische Medien sind seit Jahrzehnten darauf aus diesen zu zerstören. Eigenartig...das kommt mir bekannt vor. ;) Ich nehme an nun folgt eine der Ihnen eigenen Verbalinjurièn wie so oft wenn Ihre Meinung nicht akzeptiert wird. Ach, bei dieser Gelegenheit...ein Blick in das Archiv dieser Zeitung genügt um Sie und Ihre Rolle einzuordnen denke ich. Worin waren Sie bisher nicht "Experte" oder "Beteiligter" wenn ich höflich fragen darf ? Wie bringen Sie das nur alles unter einen Hut, Mr.Einstein...ein Multitalent wie es im Buche steht. Cross-Fahrer, Autor, Weltreisender und Politologe ! WoW ^^

Franz Zauberer
18.11.2007 11:14
Putzig !!

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