Der Hasendieb

von Redaktion  |  16. November 2007, 19:11

Warum sich Verbrechen nicht auszahlt

Ihre Freunde wissen bereits, was Carmen in Linz widerfahren ist. Ihr Erlebnis könnte aber auch für breitere Leserkreise von Interesse sein. Möglicherweise spricht es sich sogar unter Dieben herum. Dann wäre ihr Haustier, ein Hase, nicht sinnlos verstorben.

Vom Tierarzt erfuhr sie, was mit dem toten Tier zu geschehen habe. Nach dem Schock über den Tod und der Trauer über den Verlust nun auch noch dieses hässliche Wort für die ernüchternde letzte Station: "Tierkadaverentsorgung". Sie packte den toten Hasen in ein Plastiksackerl. Nein - so konnte sie ihn unmöglich öffentlich transportieren. Also räumte sie ihre Laptoptasche aus und gab das Sackerl hinein. Man möge sich in Carmen hineinfühlen, wie es ihr in der gut besuchten Straßenbahn mit ihrem Gepäckstück ergangen ist. Jedenfalls wollte sie weder an den Inhalt denken, noch die Tasche in der Hand halten. Sie stellte sie neben ihren Beinen ab und zählte die Minuten, bis das Ziel erreicht war. Als sie sich zum Ausstieg bereitmachte, - fehlte die Laptoptasche. Jemand hatte sie gestohlen.

Mit der Vorstellung, was in dem Dieb vorgegangen sein muss, als er die Tasche öffnete, wollen wir Sie jetzt allein lassen. (Daniel Glattauer/DER Standard, Printausgabe, 17. November 2007)

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1 2
Chief Cohiba 
26.11.2007 11:28
Nun wissen wir...

...endlich, wie unser geschätzter Kolumnist an seine herzzerreissenden G'schichtln kommt!

;-)

F G 
22.11.2007 10:48
Variante

von der Geschichte mit dem Hund und der Ferseherschachtel.

cyric
22.11.2007 09:59
Faszinierend:

Das selbe - ok es war nicht nur ein dreister Dieb, sondern "zwei jugendliche Räuber" - ist gestern laut Krone einer Pensionistin in Baden passiert...

tiroler schluchtzer
19.11.2007 17:05

Beste, weil neueste und sicherste Art:

Packen sie ihr totes Haustier in eine nicht zu große Pappschachtel!
Lassen sie ein paar lose Kabelenden herausschauen!
Stellen sie die Schachtel unter Erregung möglichst großen Aufsehens vor eine Parteizentrale, vor ein religiöses Zentrum oder ähnliches.
Laufen sie anschließend schnell weg.

Seien sie sich sicher, dass ihr totes Haustier vom Entschärfungsdienst des Innenministeriums gesprengt wird!

RIP!

Rene Stangeler
24.11.2007 13:11
Sehr witzig

ein Grossaufgebot der Polizei in Bewegung zu setzen, eventuell die Räumung eines Gebäudes sowie Absperrungen und Verkehrsumleitungen zu veursachen um eine Hetz zu haben. Zum Glück gibt es bei derartigen Gebäuden meist Kameras, also nicht wundern falls nach einer solchen Gaudi ihr Foto in der Zeitung erscheint und einige Tage darauf die Polizei an ihre Türe klopft.

Top Quark
19.11.2007 11:10
Urban Legend... ;-)

Gibt´s jetzt schon mit 3 verschiedenen Tieren:
Hase, Katze:
http://www.sagen.at/texte/geg... katze.html
Hund:
http://www.sagen.at/texte/geg... beute.html
Sind aber nette Geschichten... ;-)

Voi La 
19.11.2007 15:42
Na, was hab ich g'sagt? ;-)

Der Hund im Fernseh-Karton ist schon aufgetaucht!
;-)

Voi La 
18.11.2007 15:09
Demnächst werden wir auch wieder...

die Story vom toten Hund in der Fernsehschachtel hören (Ereignet sich jedes Jahr gern im Vorweihnachtstrubel im Einkaufszentrum Ihres Vertrauens).

Emma Husar 
17.11.2007 17:16

hehe, die urban legend kann inzwischen fast jeder erzählen, die tierauswahl ist inzwischen beträchtlich...

Mastermix
17.11.2007 13:39
folgendes hat sich zugetragen:

Wellensittich erkrankt an Krebs, hat ganz böses Geschwulst und leidet. Eltern beschließen des Abends das arme Tier zu erlösen. Die Kinder sind bereits zu Bett.
Guter Rat ist teuer. Aufgrund diverser Bergsteigerliteratur scheint der Kältetod ein vergleichsweise angenehmer. Ab in den Tiefkühler in kleiner Pappschachtel. Nach einer Stunde und kurzen Gebeten nachschauen. Sittich aufgeplustert und entsprechend entrüstet.
Obwohl politisch inkorrekt - Gasofen. Wegen extremen Gasgeruch in der Wohung und Explosionsgefahr abgebrochen. Sittich wirkt nun doch leicht angeschlagen. In der Not in die Abwasch - Wasser auf - kurzer Kampf - endlich vorbei. Schlechtes Gewissen mit Wein betäuben. Dann - was den Kindern erzählen?
....
Fönen und zurück...

Bulkhead
17.11.2007 16:42
?

Was ist denn das für eine besch****** Geschichte?

Mastermix
17.11.2007 13:44
der dativ ist dem genetiv sein tod

sorry

Hans-Jörg Schwabel
17.11.2007 13:38
Der arme Laptoptaschendieb!

Welch ein Schock für ihn, statt eines Laptops einen toten Hasen in der Tasche zu finden!

Camren hätte das aber auch bedenken und das Sackerl mit ihrem toten Freund einfach so in der Straßenbahn liegen lassen können!

gridomo 
17.11.2007 10:45
Daß die Leute nicht gscheider werden! Kaum etwas wird so häufig geklaut wie ein totes Haustier in einer Laptoptasche.

Der älteste mir bekannte Fall datiert bereits 5 Jahre zurück und in der Zwischenzeit hat auch schon der Rottenberg über einen ähnlich gelagertern Fall geschrieben.

Dabei ist seit Jahren bekannt, mit welchen Maßnahmen man verhindert, daß sich ein Langfinger des abgelebten Freundes bemächtigt:

1) Stellen Sie Ihren Laptopsarg nie in öffentlichen Verkehrsmitteln ab.

2) Oder wählen Sie ein anderes Transportbehältnis, zB eine unauffällige Sport- oder Reisetasche.

3) Noch besser, vermeiden Sie auf dem Weg zur Einsegnung Ihres Lieblings Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer sich an zumindest einen dieser drei Punkte hält, kann sich auf ein würdiges Leichenbegängnis seines abgegangenen Gefährten freuen.

sixela  
17.11.2007 10:21
Kürzlich hat mir ein Kollege...

...genau diese Geschichte erzählt, nur mit einer toten Katze statt eines toten Hasen.

Irgendwie hab ich das Gefühl, das entwickelt sich zu einer fantasy story zur Abschreckung von Dieben.

Owi l8 
17.11.2007 11:48

Scheint eine Art Hoax zu sein.

Früherwarallesbesser
17.11.2007 17:34

eine urban legend

Owi l8 
17.11.2007 20:20

ein FOAF tale

Verein der Freunde der Wiener Polizei 
16.11.2007 21:48
"...Was in dem Dieb vorgegangen sein muss..."

Zutaten für 4 Personen:

einen Hasen (mürbe)
80 gr. durzogene Pancetta (Bauchspeck)
50 gr. Butter
Olivenöl
eine Zitrone
Thymian
Lorbeer
etwas Fleischsuppe
ein Glas Rotwein
Salz
Pfeffer

Den Hasen gut ausweiden, die Leber bei Seite geben. Wenn das Fleisch gut gewaschen ist, in Zitronensaft, einem halben Glas Öl, einigen Lorbeerblättern, etwas Thymian, Salz und Pfeffer einweichen. Für ca. 4 Stunden in der Marinade stehen lassen.
Nun stellen Sie eine Kasserolle auf das Feuer, geben etwas Öl hinein und lassen die aufgehackte Pancetta einen Moment anbraten; danach den Hasen hinzufügen. Wenn das Fleisch schön färbig ist, mit Rotwein löschen und dämpfen lassen. Nach und nach mit Fleischbrühe benetzen.
...

60% packet loss 
17.11.2007 20:58

Was ist jetzt mit der Leber?

i_sogs_glei...
17.11.2007 09:44
ich bin ein freund ...

des ganz langsam in schmalz herausgebackenen, panierten hauskaninchens mit lauwarmen erdäpfelsalat

Miss Undercover
17.11.2007 08:21
Jämmerlich, Menschen die Hasen essen!

Schämen Sie sich,
MU

Der scrull 
19.11.2007 10:18

Seit ich Monty Pytons Ritter der Kokosnuss gesehen habe, habe ich mit den kleinen Biestern kein Mitleid mehr.

Esme Weatherwax  
17.11.2007 19:13
Sind sie immer...

... so humorbefreit?

60% packet loss 
17.11.2007 17:59

Wär's ihnen umgekehrt lieber?

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