Vom Koch zum Winzer

Redaktion, 15. November 2007, 15:37
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    Zweigelt Reserve 2004 14 €
    Blaufränkisch Reserve 2004 26 €
    Pinot Noir Cavallo 2003 28 €

    Claudia & Erich Giefing, Hauptstraße 13, A-7071 Rust, Tel. 02685/ 379; Wein Rust

12 Hektar verarbeitet Erich Giefing in seinem Weingut in Rust, Rund 85 Prozent davon sind rote Sorten

12 Hektar verarbeitet Erich Giefing in seinem Weingut in Rust, das in einem prächtigen Hof aus dem 15. Jahrhundert untergebracht ist. Rund 85 Prozent davon sind rote Sorten wie die Österreich-Klassiker Zweigelt und Blaufränkisch, dazu kommen Pinot Noir,l Cabernet Sauvignon und Syrah. In den 80-ern war Erich Giefing in der „Backstube“ Koch auf Haubenniveau, was er aber in der Zwischenzeit aufgegeben hat. Das Restaurant wurde verpachtet und er begann gemeinsam mit seiner zweiten Frau Claudia, Wein zu machen. Bekanntester Wein ist möglicherweise die Blaufränkisch-dominierte Cuvée Cardinal, die je nach Jahrgang variierende Anteile von Cabernet Sauvignon und Zweigelt hat.

Anlässlich der Präsentation der neuen Ausgabe von Viktor Siegl Buch „Die besten Weine Österreichs“ im Standard präsentierte er eine Auswahl seiner Rotweine: Der Zweigelt Reserve 2004 bestach durch ausgeprägte Frucht und einer perfekten Balance zwischen Weichheit und Struktur. Ebenso sortentypisch und ausgewogen war der ausgesprochen elegante Blaufränkisch Reserve 2004 mit klaren Fruchtaromen nach dunklen, leicht säuerlichen Kirschen und feiner Würzigkeit. „Reserve“ im Hause Giefing bedeutet, dass die Rebstöcke mindestens 35, 40 Jahre alt sind und auf sechs Trauben pro Stock reduziert werden, was die nötige Konzentration bringt. Etwa zwei Jahre bleiben die Weine in ausschließlich neuem Holz, was sich aber trotzdem nicht in wuchtigem Holztannin niederschlägt. Alle Weine werden ungefiltert abgefüllt und man gönnt ihnen eine Flaschenreife im Weingut von mindestens sechs Monate, sodass sie schön abgerundet in den Verkauf kommen.

Highlight der präsentierten Weine war übrigens der Pinot Noir Cavallo 2003, der ebenfalls in neuen französischen Barriquefässern lagerte, jedoch kürzer: weich, saftig, aber dennoch durch eine feingliedrige Säure strukturiert, mit einem ausgeprägten Aroma nach einem Mix aus roten Früchten und Brombeeren, dazu dezente Kräuteraromen und elegante mineralische Noten. Giefings Weine sind jedenfalls ein Beweis dafür, dass Zahlen alleine (wie z.B. 25 Monate neues Holz, was in manchen Ohren vielleicht nach Holzpower klingt) nur wenig über den Geschmack eines Weines aussagen. (Luzia Schrampf, derStandard.at)

  • Glückliche Fügung [12]

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  • Veni, vidi, Winzer

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  • Weine aus dem "Härtetest“

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  • Die Wachau prickelt [8]

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  • Jugend in der Flasche [3]

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  • "Lauter so Buaschn wia mia ... " [30]

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