Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ich meine: Sie hatte trotzdem recht. Wenn die paar Schulen, die den neuen Weg versuchen, wirklich gut werden, ist eine Bresche in die Betonmauer der Zwei-Klassen-Schule geschlagen, die sich mit der Zeit ausweiten könnte.
Eltern überlegen sich neuerdings sehr genau, in welche Schule sie ihre Kinder schicken. Sie wollen das Bestmögliche. Wann immer es geht, ist das in der Großstadt die AHS, sodass die Hauptschule die Lehranstalt der in jeder Hinsicht ärmsten Teufel geworden ist. Wenn es also am Schulstandort auch eine AHS gibt, sagen die Kritiker, dann wird die Neue Mittelschule in der Praxis einfach nur zum Ersatz für die Hauptschule werden.
Aber das muss nicht zwangsläufig so sein. Wenn die besten, engagiertesten, kreativsten, an der Schulentwicklung am leidenschaftlichsten interessierten Lehrer und Lehrerinnen an die neuen Schulen strömen, dann wird das auch auf die Eltern der AHS-Schüler seine Wirkung nicht verfehlen. Diese werden sich sagen: lieber eine erstklassige Neue Mittelschule als ein mittelmäßiges Gymnasium. Claudia Schmied wird dann gewonnen haben, wenn sie auch begabte "bürgerliche" Kinder, die normalerweise in einer AHS landen würden, an ihre Schulen bringen kann. Dass das geht, beweist die "kooperative" Schule in der Wiener Anton-Krieger-Gasse, in der Schüler aus allen sozialen Schichten mit Erfolg unterrichtet werden.
Leicht wird der Weg nicht sein. Denn natürlich würde eine Schulreform von dieser Bedeutung auch mehr Geld, mehr Schwung, mehr Einsatz der ganzen Regierung brauchen und nicht Bremsmanöver und Schlechtrederei von allen Seiten. Dabei fällt auf, dass die Unterrichtsministerin auch aus ihrer eigenen Partei nicht allzu viel Unterstützung bekommt. Vom Bundeskanzler hört man wenig. Er wirkt eher wie ein wohlwollender Zuschauer denn wie ein Reform-Antreiber, bei dem die Letztverantwortung liegt. Man hat sich daran gewöhnt, bei heiklen Themen zuerst zu fragen: "Was sagt Molterer?" und nicht: "Was sagt Gusenbauer?"
Die Unterrichtsministerin und ihre Reformpläne haben Sympathien in der Öffentlichkeit und bei den Experten, aber politisch scheint Claudia Schmied ziemlich allein zu stehen. Auch von den Grünen ist bisher nur Kritik gekommen, keine Unterstützung. Sie finden den Schulkompromiss zu zahnlos. Das stimmt, aber was wäre die Alternative gewesen? Einfach alles hinschmeißen und auf die nächste Wahl warten?
Es gibt Kompromisse, die inakzeptabel sind, weil man für sie wichtige Grundsätze aufgeben muss. Das war beim Fremdenrecht der Fall, dem die SPÖ zu ihrer Schande zugestimmt hat und wofür sie jetzt vom Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs zu Recht indirekt gerügt worden ist. Beim Schulkompromiss liegen die Dinge anders. Er bringt zu wenig, aber er bringt nichts Falsches.
Claudia Schmied ist neben der Justizministerin Maria Berger einer der raren Lichtblicke in dieser trostlosen Koalition. Sie - und noch mehr ihr Anliegen - hätte es verdient, dass diejenigen, die mit gutem Grund über die Regierung schimpfen, ihr jetzt zur Seite eilen. (DER STANDARD Printausgabe, 14. November 2007)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!So, wie wir uns seinerzeit gar nicht einkriegen konnten vor Nazibegeisterung, können wir uns offenbar jetzt nicht einkriegen vor lauter Antinazismus.
Die internationale Gemeinschaft einfach im Stich lassen? Hauptsache, die Boulevardblätter haben keine Angriffsfläche?
Bei der Wahl wird man von den Grünen eine Antwort auf die Frage erwarten, ob sie bürgerlich oder links sind
Die Gesten, die der Papst bisher gesetzt hat, vermitteln die Botschaft: Weg vom Absolutismus, hin zur Brüderlichkeit des Franz von Assisi
Wroclaw oder Breslau: Soll man die alten Namen der einst deutsch gewesenen Städte und Gegenden verwenden oder die neuen?
Dem Normalbürger wird bei der Zeitungslektüre langsam mulmig. Müssen wir uns auch darauf einstellen, schlechter zu leben?
Filmleute und Autoren spüren oft früher als Politiker, welche Themen aktuell sind
Benedikt XVI. hat mit seinem Rücktritt deutlich gemacht, dass auch das Papsttum letzten Endes weltlichen Gesetzen gehorchen muss
Vergangenheitsbewältigung: Tschechien hat im Präsidentschaftswahlkampf einen kräftigen Schub vorwärts gewonnen
Es gibt offenbar nicht nur eine Magie des Viel-Geld-Kassierens, sondern auch eine des Viel-Geld-Zahlens
eben nicht.
und um dieser gefahr vorzubeugen, sollen die kids bis 14 zuammenbleiben. danach können sie auch ein wörtchen mitreden (mit 9,5 jahren geht das rein intellektuell nicht). ist auch in der ganzen OECD so (mit ausnahme von AT, teile von DE und der Schweiz).
frau coudenhove ist eine wohlmeinende bildungsbürgerin, die aber die realität der kids (und insbes. deren eltern) von heute nicht kennt.
Da wurde doch tatsächlich in der "Wiener Anton-Krieger-Gasse" eine Hauptschule gefunden, in der Schüler aus allen sozialen Schichten mit Erfolg unterrichtet werden.
Schon einmal darüber nachgedacht, ob das nicht in vielen anderen (nicht nur Wiener) Hauptschulen auch so sein könnte?
Könnte es nicht sein, dass die Sache mit der "Zwei-Klassen-Schule" nichts weiter als ein riesengroßes Vorurteil ist, das keinem reality-check standhält?
das ist das erste modell, das ich sehe, wo eine "kooperative mittelschule" RÄUMLICH in eine AHS/ein ORG übergeht. im prinzip ist das ja schon eine GS...
wien ist offensichtlich "anders" - aber wer sagt das frau bm schmied? auch das slowenische gymnasium (als einzige slowenische schule für 10-14 jährige, die eine slow. schule wollen) wäre ein gutes beispiel für unsre ministerin.
tja, vielleicht ließt sie ja dieses forum...
wird es nur dort geben, wo sich die führungskraft ( bzw. ein kleines gremium wohlgemerkt) die lehrkräfte aussuchen kann. eine schule die mit den selben lehrkräften wie bisher arbeitet, aber nur die Corporate Identiy und deren Design ändert, wird als Neue Mittelschule zum Scheitern verurteilt sein.
Politik ist die Kunst des Möglichen. Mehr war und ist mit der ÖVP auf absehbare Zeit nicht möglich.
Sich trotzdem auf den Kompromiss einzulassen ist ein Risiko, aber ein notwendiges, um wenigstens etwas Bewegung in die Bildungspolitik zu bringen.
Es ist eine Politik der kleinen Schritte, aber sie gehen in die richtige Richtung.
gibt es außer dem Buch "Schule kann gelingen" von Enja Riegel auch das Buch "Die Helene Lange Schule Wiesbaden.Das andere Lernen.Entwurf und Wirklichkeit" Beide Bücher bieten eine Fülle konkreter praktischer Anregungen und Ideen, wie man an eine neue Mittelschule herangehen kann. Die Bücher können als Starthelfer zum selbst kreativ werden angesehen werden. Man kann quasi von bereits gemachten Erfahrungen profitieren. Sie sind wirklich sehr ermutigend. Beide auf www.amazon.de erhältlich.
möchten ihren Schülern möglichs viel Bildung-auch Herzensbildung(nach Heitger )-beibringen.Für schwierige Schüler, deren Probleme in der Familiensituation, in der Pubertät und anderen persönlichen Umständen begründet sind, sollte es an jeder Schule 1 bis 2 Psychologen geben, die mit diesen Kindern arbeiten.Das ist übrigens in Dänemark so, wie mir eine Bekannte nach einem Studienaufenthalt in diesem Land berichtete !
das sieht man auch an den verlogenen argumenten von kalergi und co. man kann vieles über und auch gegen die ahs sagen, aber der schmäh mit der zweiklassen schule ist einfach blöd. traurig, wenn den verfechtern der gesamtschule keine besseren argumente einfallen.
Mich wundert, dass bei Kompromissen fast nie über Konsequenzen gesprochen wird, die jene eigentlich fordern und folgen sollen.
Die Kosequenz aus dieser Debatte ist wiedermal ein österreichischer Mittelweg, vorallem im schulischen Bereich, einen Spagat zurechtzubiegen.
Ich persönliche kritisiere nicht den Kompromiss, sondern bezweifle die Konsequenzen daraus, zumal diese wiedermal auf der Strecke bleiben und Schüler weiter für das Unvermögen ihrer "Eltern" bestraft werden.
Es ist einer sich selbst bewussten Gesellschaft unwürdig, Belange seiner Zukunft dermaßen feig (was sonst?) politischen Gesinnungen aufzuopfern.
Von der SPÖ hätte ich erwartet, dass sie dafür auch Neuwahlen riskierte; wenn schon, denn schon.
MaW: Gusi hat versagt!
wenn die spoe DAFÜR neuwahlen riskiert kann man ihr echt nicht mehr helfen. Ihnen ist wohl entgangen, dass - abhängig von der umfage - 60-90 % der österreicher einem systemumbruch sehr skeptisch gegenüberstehen. eine koaltionsaufkündigung wäre folglich politisches harakiri
Abwarten? Wie lange noch?
Studiengebühren, Eurofighter,...
und nun das
Gusi ist anzuraten in die Offensive zu gehen.
Ansonsten sehe ich schwarzblau.
Den Spagat hält er nicht durch. Die ÖVP sitzt link immer am längeren Ast, je länger das andauert, desto schwerer wird es zu verkaufen sein.
Politik ist auch eine Sache von Mut zum Umbruch, auch wenn darin das Risiko zum Harakiri bestehen mag.. ich jedenfalls glaube nicht daran, dass die Österreicher dermaßen blind aus Skepsis sind. Dem Souvären ist die Verantwortung durchwegs zuzutrauen. Auch die letzte Wahl hat die SPÖ trotz BAWAG gewonnen.
Wenn Molterer sich mal profiliert hat, ist die Regierung wieder schüsselreif.
So what?
baut auf Mutmaßungen und Hypothesen auf. Wenn, könnte, wäre...
Das kann man auchumdrehen: wenn der halbherzige neue Schulversuch neue Mittelschule aufgrund ihres schwammigen Profils, ihrer Konkurrenz zu AHS und HS, der ungleichen Lehrerbezahlung ein Flop wird, ist eine faire, gemeinsame Unterstufe der 10 bis 14-jährigen in weiteste Ferne gerückt.
man das beim Bezirkskrankenhaus Hintertupfing das Türschild austauscht und es Ganzheitliches Gesundheitszentrum tauft - und bei der Gelegenheit beschlossen wird, dass die PatientInnen ab jetzt keine Nachtruhe mehr einhalten müssen, es jeden Tag Pudding gibt und die Herzkranken mit den mandeloperierten Kindern auf eine Station zu liegen kommen, es auf einmal zum Sammelpunkt der SpitzenchirurgInnen aus aller Welt wird.
warum (und wie) sollten denn die "besten, engagiertesten, kreativsten, an der Schulentwicklung am leidenschaftlichsten interessierten Lehrer und Lehrerinnen an die neuen Schulen strömen"?
haben die paar hauptschulen, die sich eben jetzt GS nennen, mit einem schlag lauter wunderwuzzis in den konferenzzimmern sitzen? quasi per erleuchtung aus dem ministerium? wenn tatsächlich zusätzliche leute angestellt werden (wie das trotz kostenneutralität gehen soll, ist mir schleierhaft) werden auch nicht die interessiertesten dorthin strömen, sondern ganz normale listen-lehrer. wie sonst auch.
aber selbst wenn das doch so wäre: inwiefern wäre eine gut funktionierende VersuchsGS dann noch ein Modell, das zur Umsetzung in die rauhe wirklichkeit taugt?
Ihre reaktionären Ohren geschrieben:
Andere andernorts auf Fehler in Grammatik und Rechtschreibung hinzuweisen und selber permanent die Groß-und Kleinschreibung durcheinanderzuwürfeln, läßt an Ihrer pädagogischen Kompetenz ebenso zweifeln, wie Ihr sexistischer Nick.
Gleich an Rechten, gleich an Pflichten, gleich in Geschmacksfragen,gleich an allem, nur kein Unterschied, Unterschied ist nämlich pfuigacki. Und alles, das die nicht stromlinienförmige Geschlechtlichkeit auch nur streift, womöglich noch dazu auf nichtakademischer Basis, muss sofort geahndet werden von der Komplexlerbehörde. Freiheit! A cunt is a cunt - so what? Und wenn er sie auch noch im Namen trägt, welch humorbegnadete Eltern :-) PC? Pesonal Computer. Und sonst? Fällt mir nicht ein. Im Traum nicht.
"cunt" kommt natürlich aus dem englischen. und nur wenn man es englisch ausspricht ergibt sich in verbindung mit dem vornamen das vom nickbesitzer offenbar gewünschte wortspiel.
das deutsche wort dafür würde den "standard.at" filter nicht überstehen
http://dict.leo.org/ende?lang... de&search=
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.