Charmeoasen in "Wie bitte?": Rett war nett

4. Jänner 2008, 17:19
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"Rat mal, wer zum Essen kommt" - Alf Poier bekochte letzten Freitag die ständig mit dem Unwort "Kulturlady" titulierte Barbara Rett ...

Das ORF-Vorabendmagazin "Wie bitte?" bemüht sich redlich. Nebst immer wieder auch patscherten, in die Länglichkeit ausufernden Nichtigkeiten etabliert "Wie bitte?" zusehends Charmeoasen. Da kann man zur Moderation stehen, wie man will.

"Rat mal, wer zum Essen kommt" ist so eine Oase. In diesem einmal wöchentlich am Freitag ausgestrahlten Special bekocht ein "Promi" oder ein Kulturmensch einen Gast, der ihm oder ihr bis zu dessen Eintreffen in den jeweiligen Privatgemächern des Kochs unbekannt bleibt. ZiB-Moderator Tarek Leitner schlug sich als Gast vor zehn Tagen wacker, als er das "Vergnügen" hatte, mit der irrtümlich als lustig eingeschätzten Angelika Nidetzky - "Mitten im 8en" (sic!) - an einem Tisch zu sitzen zu kommen. Beileid, nachgereicht.

Letzten Freitag bekochte Alf Poier die ständig mit dem Unwort "Kulturlady" titulierte Barbara Rett. Das besaß insofern Potenzial, als deren erstes Aufeinandertreffen im früheren "Treffpunkt Kultur" ja so etwas wie ein Realkabarett war - auf Hardcore.

Poier zerkochte Spaghetti, die er davor zweimal zerbrach, weil "man dann keinen Löffel zum Essen braucht und ihn nachher auch nicht abwaschen muss". Als Servietten gab's Klopapier: "Is eh a neue Rolle." Rett war nett und begehrte sogar Nachschlag. Poier: "Bei mir kann man die Spaghetti auch stückweise bestellen." Ein kurzweiliger charmanter Spaß jedenfalls, der hoffentlich nicht den Fehler begeht, früher oder später bei den üblichen verdächtigen TV-Figuren zu (ver)enden. (flu/DER STANDARD; Printausgabe, 12.11.2007)

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    foto: orf
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