Handystrahlung: Erneut Warnung der Ärztekammer

Redaktion, 16. November 2007 09:34

Mediziner: Besonders Kinder gefährdet - Schäden treten "sehr langsam und unmerklich auf" - Forderung nach Werbeverbot

Sind Handystrahlen nun gesundheitsschädigend oder nicht? Und wenn ja, wie sehr? Obwohl es weltweit noch immer keine Studie über die Auswirkung der Mobiltelefonie auf den menschlichen Organismus gibt, werden Mediziner nicht müde, vor möglichen Spätfolgen zu warnen. Besonders für Kinder sei eine permanente Nutzung des Handys gefährlich, betonten Vertreter der Ärztekammer Wien am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.

"Wie lange wissen wir etwa schon, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht?"

"Die Wissenschaft streitet nicht mehr darüber, ob Mobiltelefonie schädlich ist, sondern wie schädlich", warnte Umweltmediziner Erik Huber. "Wie lange wissen wir etwa schon, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht? Aber ein kausaler Zusammenhang wurde erst Mitte der 90er Jahre entdeckt." Und genau das ist das Problem: So einen kausalen Zusammenhang gibt es punkto Handystrahlung eben noch nicht. Huber ist sich dennoch sicher: Gesundheitliche Schäden treten "sehr langsam und unmerklich auf".

Fakt sei, dass 70 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen in Europa ein Handy besitzen, selbst bei den Acht- bis Neunjährigen sind es laut einer Studie bereits 25 Prozent. Gleichzeitig steige aber auch die Sorge der Eltern, ob übermäßiges Telefonieren nicht vielleicht doch Folgen haben könnten. Deshalb forderte Ärztekammerpräsident Walter Dorner ein Verbot für Werbung, die gezielt Kinder anspricht, sowie die Abschaffung der 0-Cent-Tarife.

Kennzeichnung

Dorner tritt auch vehement für eine Kennzeichnung der Mobiltelefone mit SAR-Werten ein. Diese zeigen an, wie viel Energie vom Gehirn beim Telefonieren aufgenommen wird. "Es handelt sich dabei um hochfrequente Strahlung, die bei Kindern wesentlich tiefer eindringen kann, weil ihre Schädelknochen dünner sind", erklärte Huber. Trotzdem werde seitens der Konsumenten beim Kauf von Handys überhaupt nicht nach dem SAR-Wert gefragt.

"Die Datenbasis ist heute schon viel besser als noch vor einigen Jahren. Sie lässt mittlerweile eine seriöse Risikobewertung zu", sagte Univ. Prof. Michael Kundi, Leiter des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien. So habe man zum Beispiel herausgefunden, dass intensive Handynutzung innerhalb von zehn Jahren das Risiko für Gehirntumore um 200 Prozent erhöht. Dennoch: "Die Faktenlage ist immer noch nicht ausreichend." Und es gibt bis heute keine einzige Untersuchung, die langfristige Auswirkungen auf Kinder thematisiert.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 41
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maddox23
12.11.2007 22:45

gibts dann bald auf handy verpackungen auch warnhinweise wie auf zigaretten?

Tante Gusti
07.11.2007 12:49
Strahlung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab

Was ist also mit Headset. Ist Bluetooth genauso schädlich? Oder doch lieber mit Draht?
Gibts dafür auch eine Erklärung?

Vorname Nachname
07.11.2007 18:53
eine spannende und berchtigte frage

habe die normung nicht im kopf,a ber vbon der greissenordnung her liegt das GSM/UMTS handy bei 500mWatt, das bluetooth headset bei 10mWatt

ich neige dazu anzunehmen dass das BT headset weniger gefährlich ist als das "normale" headset mit de3m schnürl da sich die funkwellen immer entlang von metallischen leitern ausbreiten

es wurde schon mehrfach daraauf hingewiesen das der SAR wert bei nutzung des schnürl heaadsets höher ist als beim telefonieren OHNE headset

meine persönlcihe wertung von schlimm zu weniger schlimm:
- schnur-headset
- ohne headset telefonieren
- bluetooth headset
- bluetooth freisprech einrichtung ohne kopfkontakt (über radio, rückspiegel, stecker etc)
- "echte" freisprecheinrichtung über micro und lautsprecher

mit denkender
07.11.2007 09:02
was mich dabei ärgert ist

das irgendjemand was von einer thermischen wirkung gesagt hat - und seitdem von den konzernen nur mehr das als rechtfertigung herangezogen wird (SAR wert...)

mögliche nicht thermischen wirkungen werden einfach unter den tisch gekehrt...
es gibt genug studien die zumindes bei in vitro experiment bestätigen das hochfrequente felder negativen einfluss auf zellulärer ebene hat - ganz ohne SAR...

so funktioniert unsere welt -
man nehme einen wert den man ganz gut handhaben kann und versteift sich darauf.
da sich die menschen passiv informieren lassen kommen sie auch durch damit.

würe jemand einen pilz essen wenn er nur giftig sein könnte?
wohl kaum.
handys könnten auch "giftig" sein - aber das ist uns egal...

jeder bekommt was er verdient...

bad user
11.11.2007 14:01
Würden Sie sich freiwillig radioaktiver Strahlung aussetzen?


Normalerweise nicht, aber die Wirkung von Heilstollen läßt sich oft darauf zurück führen, das dort eine leicht erhöhte radioaktive Strahlung auftritt, die Keime und Erreger abtötet.
Das ist in etwa die selbe Technik, wie die radioaktive Bestrahlung bei Obst und Gemüse zur längeren Haltbarkeit auf langen Vertriebswegen.

Der Leihe (auch ich!) sollte sich aus solchen Diskussionen einfach raushalten, weil er diese Thematik nicht ohne Emotionen begegnen kann.

Otto-Normal-Verbraucher hat Intus, das Strahlung (meisst) unsichtbar, geruchlos, geschmacklos und lautlos ist.
Und da er so eine Strahlung nicht mit seinen Sinnen erfassen kann, ist es für den Menschen gefährlich.

Andreas Schmidt
07.11.2007 07:53
Schöne Grüße vom Wappler

Ja, die Folgen treten erst langsam auf und dann werden sie massiv. Man müßte einfach beginnen eine Handykultur zu entwickeln, wo man den Anderen wirklich nur anruft, wenn man was braucht und nicht um stundenlang sinnlos zu quatschen! Aber das Volk ist einfach dumm und mißbraucht das Handy nur zum bled Plaudern, damit man bei der anderen Person ist und trotzdem Distanz hat.

Toghar
 
06.11.2007 21:27

Ja böser Elektro smog na dafür sollte man der Ärztekammer gleich mal die sondertarife die sie haben wegnehmen!
Da würden die Herr und Frauen Doktoren schön blöd drein schauen

Thomas Trippolt
06.11.2007 20:54
puh...komisch

es ist seltsam... wenn sie die abschaffung der 0-cent.tairife forden was passiert dann mit den ganzen netzbetreibern??? ide verlieren ja dann ewig viel geld...
aber anderseits ist ja das haandy sowieso so sinnlos und man sieht nur noch die leute am telephoniern und sms schreiben..
nur können sie die hnadys nicht abschaffen....würde ja ein massenaufstand geben.............

Grünwähler
06.11.2007 15:59
Hmm...

Vielleicht doch nicht so schlecht, dass ich bisher konsequent verweigert habe ein Handy anzuschaffen. Leider bringt mir das nix wenn ich neben einem Mobilfunkmast wohne...

markus122
07.11.2007 00:17
....

Die Idee sich kein Handy anzuschaffen ist ja ganz gut, wenn du dich vor eventuellen Auswirkungen schützen willst. Aber vor den Mobilfunkmasten brauchst du dich in der Regel nicht fürchten, da die Strahlenwirkung vom Masten um ein vielfaches kleiner ist als die vom Handy, dass sich ja direkt an deinem Kopf befindet. Es sei denn du stehst wirklich nur ein paar Meter vom Masten entfernt. Im Bereich unterhalb eines Handymastens ist die Strahlungbelastung übrigens weit geringer als seitlich davon, bedingt durch die Abstrahlungscharakteristik der Antenne. Also nicht zu viel fürchten, sonst macht das Leben kein Spaß mehr ...

Nikodemos
06.11.2007 23:21

Du kannst ja umziehen

markus122
08.11.2007 01:19
...

Tut mir leid, aber das ist ja eine selten blöde Antwort. Auch wenn ich die Schädlichkeit eines Handymastens als weit geringer als beim Handy selbst ansehe, sollte sich doch die Technik nach dem Menschen richten und nicht umgekehrt. Aber vielleicht kannst du ja die Wohnung mit ihm tauschen?

b_UT
06.11.2007 15:13
um 200% erhöht?

heisst das nun, dass die Wahrscheinlichkeit mit Handynutzung auf den 3fachen Wert steigt - oder wie ist das zu verstehen - und von welcher Basis aus gesehen?

Werner Auer
 
06.11.2007 21:42
200% bedeutet, dass

doppelt so viele Erkrankungen durch den Handykonsum und der ausgehenden Strahlungen der Sendemasten als Ursache haben, als normal (ohne dieser Hochfrequenzstrahlung) aufgetreten wäre.
Anders: Jede 2. Neuerkrankung ist auf diese Technik zurückzuführen.

Werner Auer
 
08.11.2007 12:27
o.k.- meine Berechnung

war falsch. Es ist schlimmer als "nur" eine Verdoppelung. Entschuldigung und ein Danke für Ihre Berichtigungen!

herr xy
07.11.2007 08:48
nein

x-und
07.11.2007 08:48

eine steigerung um 100% bedeutet doppelt so häufiges auftreten, eine steigerung um 200% DREIMAL häufigeres auftreten!

Vorname Nachname
07.11.2007 18:54
so

isses

freiheitdermeinung
06.11.2007 14:12
Leider unrichtig

Die Meinung es gaebe weltweit keine Studie ist ganz einfach falsch. Es gibt ca. 100 Studien, die glauben machen, dass es keinerlei Kausalitaet zwischen Funkwellen inkl. Handy-Hochfrequenz und Tumoren / Gesundheit gibt und EINE Studie (die man auf saemlichen Funk- und Eelektrosmogwebseiten findet) die das Gegenteil behauptet. Sende der Aerztekammer gerne eine Liste. Wissenschaftlich serioes ist das was die Aerztekammer hier abgibt aber nun wirklich ist. Sie will wohl nach dem PR Desaster der letzten Wochen wieder mal in die Schlagzeilen.

Werner Auer
 
08.11.2007 21:44
Hat jemand den Contergan - Film

gesehen und begriffen wie es in der Forschung und Verantwortunglichkeit zugehen kann.
Es reicht "ein" wissenschaftlicher Bericht und zig-tausende Fallbeispiele von Ärzten.
Oder nehmen Sie das BfS, das auf Anfrage von Reprt Mainz, die Strahlungen der Handys als unbedenklich bezeichnet u. anschließend einen Maßnahmenkatalog zur Strahlungsmeidung vorgibt wie: Kinder sollten nicht mit dem H. telefonieren, kurz fassen, Headphone benutzen, Freisprechanlage und Aussenantenne nutzen. Und (endlich) Reklame für strahlungsarme DECT macht.

x-und
07.11.2007 18:50

interessant ist sich die auftraggeber dieser ca 100 studien anzusehen.
im übrigen hat die amerikanische zigarettenindustrie bis in die achziger jahre hinein (oder sogar noch länger?) studien vorgelegt, die nachgewiesen haben, dass zigarettenrauchen nicht gesundheitsschädlich ist bzw. nicht abhängig macht.
viele menschen glauben das noch heute. diese menschen sind praktisch zu hundert prozehnt raucher.

sixela
06.11.2007 23:55

Arbeiten Sie für Mobilkom, T-Mobile oder One?

Werner Auer
 
06.11.2007 22:01
Es gibt eben Studien, die darauf ausgelegt sind, dass

keinerlei Wirkung feststellbar ist. Dazu gehören Kurzzeitstudien-die Schädigungen treten jedoch erst in Langzeitwirkung auf.
REFLEX-Studie wurde für UMTS wiederholt - Strahlungen sind 10x schädlicher als die gepulste GSM-Handystrahlung.
Ein Selbstversuch mit den Grenzwerten (wie in der Arzneimittel-Zulassung Pflicht) der Befürworter -Lobby wurde bis heute nicht erfüllt.
Und, wie erklärt sich die "Wissenschaft" die Zunahme bestimmter Stoffwechselkrankheiten um bis zu 20% pro Jahr für ADHS, Alzheimer, Allergien, Alterdiabetes (Wechselwirkungen)? Dieser Anstieg erfolgte jedoch zeitgleich mit dem Ausbau des Mobilfunks, Einführung von DECT-Telefone im Privat- u Berufsalltag. Dazu kommt W-LAN usw. Siehe Arzneimittelanstieg für obige Krankheit

Vorname Nachname
07.11.2007 18:57
thermisch - athermisch

is die devise

dass es keine oder kaum THERMISCHE wirkungen gibt is eh unstrittig

es geht um die athermischen wirkungen aufs zellgewebe, aber davon wollen ja die betreiber partout nix wissen und lamentieren über thermische studien rum.

auch die thermischen auswirkung einer röntgenuntersuchungen sind gering. trotzdem sollte ma ned mehrmals täglich eine machen!

M L3
07.11.2007 17:17
Zeitgleich, aber nicht dadurch bedingt

Zeitgleich gibt es auch viel mehr künstliche Zusätze in Nahrungsmitteln oder mehr Pestizide. Zeitgleich gibt es auch mehr Computerspiel die zu Bewegungsmangel führen können. Dieser führt häufig zu Fettleibigkeit und diese häufig zu Altersdiabetes. Auch ein Zusammenhang zw. ADHS, wird ja auch "Zappelphillip" genannt, und Bewegungsmangel scheint wahrscheinlich.

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