
Peter Stiedls Abgang lässt das Postenkarussell rotieren.

Leo Lauber hofft auf ein Comeback in Wien.

Peter Goldgruber, in der Polizeihierarchie auf Platz 3.

Vizepräsidentin Michaela Pfeifenberger wartet noch.
"Ich habe mir das schon länger überlegt und auch meinen Urlaub so eingeteilt, dass ich tatsächlich noch bis Jahresende zur Verfügung stehe", erklärt der 62-Jährige im Gespräch mit dem STANDARD. Warum er doch nicht, wie bisher kolportiert, bis zum Abschluss der Fußball-Europameisterschaft im Amt geblieben ist? Da auch eine Reihe anderer Posten (wie der Leiter der Kriminalpolizeilichen Abteilung und der Budgetabteilung) zum Jahreswechsel neu besetzt wird und der Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz in Pension geht, habe er Innenminister Günther Platter (ÖVP) angeboten, ebenso in den Ruhestand zu treten. Den Eindruck, der Abgang habe mit den Polizeiskandalen (siehe auch Artikel links unten) zu tun, will Stiedl in jedem Fall vermeiden. Wunschnachfolger hat der Präsident keinen, angesichts der turbulenten Zeiten jedoch einen Wunsch: "Dass er oder sie in Wien Dienst gemacht hat", also kein "Externer" geholt wird.
Parteipolitische Überlegungen
Klar ist von vornherein, dass bei der Neubesetzung parteipolitische Überlegungen eine entscheidende Rolle spielen. Denn wenn der Polizeichef ein "Roter" wird, muss der Landespolizeikommandant fast zwangsläufig aus dem VP-Lager kommen – und umgekehrt. "Logische" Nachfolger gibt es drei. Nur einer davon sagt klar, dass er sich um den Job bewerben will: Leo Lauber, derzeit Bundespolizeidirektor in Schwechat. Mit der BPD Wien ist er aber engstens verbunden. Hat er doch 25 Jahre in der Behörde gearbeitet – bis zu seiner Zwangsversetzung durch Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) als Stiedls Präsidialchef. "Ich werde mich auf jeden Fall bewerben und erachte mich aufgrund meiner Erfahrung auch geeignet, den Dampfer wieder auf Kurs zu bringen", meint Lauber.
In der Hierarchie steht aber eigentlich Michaela Pfeifenberger, Vizepräsidentin von Wiens Polizei, an erster Nachfolgestelle. Alleine: Sie gibt sich noch bedeckt. "Das bedarf noch reiflicher Überlegung, ich bin 35 Jahre, wenn ich ein Kind bekommen möchte, dann jetzt. Ich warte zunächst die Ausschreibung ab."
Dritter Kandidat: Peter Goldgruber, zurzeit Leiter der Verkehrs- und Verwaltungspolizeilichen Abteilung. Ob er ins Rennen gehen will, ist ebenso offen; derzeit ist er auf Urlaub.
Sicher ist, dass mit der im Juni stattfindenden EURO 2008 gleich ein großer Brocken wartet. Sollte dabei etwas Gravierendes schieflaufen, ist die Karriere des oder der Neuen praktisch vorbei – der fünfjährige Vertrag würde wohl nicht verlängert werden. Obwohl die Sicherheitskonzepte schon jetzt erstellt werden. (Michael Möseneder/DER STANDARD – Printausgabe, 6.11.2007)
Im gesamten öffentlichen Dienst liegen die schwarzen Personalvertreter unangefochten an der Spitze
Vom Terrorfahnder zum Privatsheriff: Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl glaubt, dass derartige Wechsel künftig noch häufiger werden
Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl ist eigentlich zufrieden - Sorgen bereiten ihm aber Jugendgewalt und Ausländerkriminalität
Bürgerinnen und Bürgern sollen sich durch Nachrichten vor der Haustüre sicherer fühlen - Kontakt zur Polizei soll verbessert werden
Hundert Polizisten werden eigens für Drogenkontrollen in U-Bahnen abgestellt - Straßenverkauf soll eingedämmt werden
Personalvertreter fürchten Personal- Kollaps - Beamte werden für U-Bahn-Streifen vom Hauptdienst abgezogen
Strasser hat 5000 Polizisten wegrationalisiert - Das Ergebnis: ein Ansteigen der Kriminalität in den Städten und in den Grenzgebieten
...der Aufforderungen der österreichischen Gerichte ignorierte und nun auf bemitleidenswerte, von seiner 20 jahre jüngeren Frau unterbekochter Unschuldiger spielt?
Ich möcht' nicht wissen, was da beim Stiedl noch aufgedeckt werden wird.
Wiener Polizei-Skandale ohne Ende - Was sagen die Wiener?
http://tinyurl.com/yqqzld
www.rappelkopf.at
der
ist Präsident des Vereins der Freunde der Polizei
Präsident der Vienna
Präsident der Ö. Gesellschaft für Euopapolitik
war
Präsident der Ö. Nationalbank
einen besser qualifizierten Präsidenten wird die armselige Polizei in Wien nicht finden
Rot ist er obendrein auch noch --
siehe auch unter: Häupl/Zustimmung
ja und der ADI Krchov könnte wieder in seinem Vorzimmer Platz nehmen.
Der nächste devote Parteigünstling (ähm ich meine natürlich der nächste hervorragende und unabhängige Fachmann mit enormer Fach- und Führungskompetenz) steht vor der Tür und begehrt Einlass ins Versorungsparadies.
Klopf - klopf - klopf - ein Günstling ist zu versorgen.
Es muß sich doch auszahlen, wenn man jahrelang in sämtliche Popos gekrochen ist und alle Interventionen zur Zufriedenheit der Mächtigen ausgeführt hat.
(ich meine natürlich, wenn man immer nur dem Gesetz verpflichtet war. Korruption gibt´s in Österreich bekanntlich nciht)
Jetzt wird abkassiert. Wir leben ja in einer Leistungsgesellschaft.
1995 wird Stiedl Polizeipräsident. 1996 sagt er im Kurier vom 19.7. folgendes: "Jeder Polizeibeamte muß es endlich begreifen: Ich dulde keinen Rassismus in meiner Behörde." (Seite 10 übrigens) Was nachher kam, sollte hinlänglich bekannt sein. Rechtsanwalt Georg Zanger formuliert das im Standard vom 23.10.1996 so: "In den U-Bahnen findet eine regelrechte Schwarzenhatz statt."
Zwölf Jahre nach seinem Dienstantritt hat Stiedl immer noch nicht begriffen...
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