Polizeipräsident Stiedl geht in Pension - Rennen um Nachfolge offen

von Redaktion  |  15. Dezember 2007, 18:48
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    Peter Stiedls Abgang lässt das Postenkarussell rotieren.

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    Leo Lauber hofft auf ein Comeback in Wien.

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    Peter Goldgruber, in der Polizeihierarchie auf Platz 3.

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    Vizepräsidentin Michaela Pfeifenberger wartet noch.

Der Polizeichef wählt den raschen Abschied - Mit der Euro '08 droht gleich zu Beginn der Amtszeit eine riskante Bewährungsprobe

Um 9.26 Uhr erfuhr die Welt außerhalb der Führungsetage in der Bundespolizeidirektion (BPD) am Schottenring vom Ende der Ära Peter Stiedl. "Ich werde daher mit Ablauf des 31. 12. 2007 meine aktive Beamtenlaufbahn beenden", schließt die E-Mail an die Medien, in dem der Polizeipräsident der Bundeshauptstadt seinen Rücktritt nach zwölf Jahren an der Spitze erklärt.

"Ich habe mir das schon länger überlegt und auch meinen Urlaub so eingeteilt, dass ich tatsächlich noch bis Jahresende zur Verfügung stehe", erklärt der 62-Jährige im Gespräch mit dem STANDARD. Warum er doch nicht, wie bisher kolportiert, bis zum Abschluss der Fußball-Europameisterschaft im Amt geblieben ist? Da auch eine Reihe anderer Posten (wie der Leiter der Kriminalpolizeilichen Abteilung und der Budgetabteilung) zum Jahreswechsel neu besetzt wird und der Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz in Pension geht, habe er Innenminister Günther Platter (ÖVP) angeboten, ebenso in den Ruhestand zu treten. Den Eindruck, der Abgang habe mit den Polizeiskandalen (siehe auch Artikel links unten) zu tun, will Stiedl in jedem Fall vermeiden. Wunschnachfolger hat der Präsident keinen, angesichts der turbulenten Zeiten jedoch einen Wunsch: "Dass er oder sie in Wien Dienst gemacht hat", also kein "Externer" geholt wird.

Parteipolitische Überlegungen

Klar ist von vornherein, dass bei der Neubesetzung parteipolitische Überlegungen eine entscheidende Rolle spielen. Denn wenn der Polizeichef ein "Roter" wird, muss der Landespolizeikommandant fast zwangsläufig aus dem VP-Lager kommen – und umgekehrt. "Logische" Nachfolger gibt es drei. Nur einer davon sagt klar, dass er sich um den Job bewerben will: Leo Lauber, derzeit Bundespolizeidirektor in Schwechat. Mit der BPD Wien ist er aber engstens verbunden. Hat er doch 25 Jahre in der Behörde gearbeitet – bis zu seiner Zwangsversetzung durch Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) als Stiedls Präsidialchef. "Ich werde mich auf jeden Fall bewerben und erachte mich aufgrund meiner Erfahrung auch geeignet, den Dampfer wieder auf Kurs zu bringen", meint Lauber.

In der Hierarchie steht aber eigentlich Michaela Pfeifenberger, Vizepräsidentin von Wiens Polizei, an erster Nachfolgestelle. Alleine: Sie gibt sich noch bedeckt. "Das bedarf noch reiflicher Überlegung, ich bin 35 Jahre, wenn ich ein Kind bekommen möchte, dann jetzt. Ich warte zunächst die Ausschreibung ab."

Dritter Kandidat: Peter Goldgruber, zurzeit Leiter der Verkehrs- und Verwaltungspolizeilichen Abteilung. Ob er ins Rennen gehen will, ist ebenso offen; derzeit ist er auf Urlaub.

Sicher ist, dass mit der im Juni stattfindenden EURO 2008 gleich ein großer Brocken wartet. Sollte dabei etwas Gravierendes schieflaufen, ist die Karriere des oder der Neuen praktisch vorbei – der fünfjährige Vertrag würde wohl nicht verlängert werden. Obwohl die Sicherheitskonzepte schon jetzt erstellt werden. (Michael Möseneder/DER STANDARD – Printausgabe, 6.11.2007)

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Mann40
06.11.2007 10:36

endlich

schon alleine seine Aussagen zur Affäre "Verein der Polizeifreunde" waren rücktrittsreif !

GiKli
06.11.2007 10:17
wie alt ist der Stiedl - 62??

und das reguläre pensionsantrittsalter ist wieder mal nicht von jemand erreicht worden, der einen arbeitsplatz innehat

ich schlage in diesem fall vor: mindestpension bis zum erreichen des regelpensionsalters

suboptimal 
06.11.2007 09:35
30 Jahre Pfeifenberger als Präsi

und als einzige Qualifikation dass sie mal 2 Jahre im Kabinett Strasser mitarbeiten durfte
*lol*
Gott soll abhiten!

frank rosner
06.11.2007 09:20
das kind der pfeifenberger

- da gibts eine ausschreibung dafür wer ihr das machen muß - naja - hoffentlich keiner aus einer spezialeinheit

Polipräserl
07.11.2007 17:08
nomrlaerweise

muss man ja bei einer Ausschreibung ja ein Bild von SICH abgeben.
In dem Falle, also wegen der Produktion des Kindes, sollte man besser eines von der Dame mitsenden.

Ava Tar
06.11.2007 03:33
Stellt's einen deutschen ein oder einen Schweizer !


Die österreichischen sind mir langsam suspekt !

Pendulin
06.11.2007 11:01
Ukrainer oder Kolumbianer wär auch nicht schlecht!

Rappelkopf 
05.11.2007 22:39
Urlaub? Meint er so wie der Marseille-Urlauber von der BAWAG, ...

...der Aufforderungen der österreichischen Gerichte ignorierte und nun auf bemitleidenswerte, von seiner 20 jahre jüngeren Frau unterbekochter Unschuldiger spielt?
Ich möcht' nicht wissen, was da beim Stiedl noch aufgedeckt werden wird.

Wiener Polizei-Skandale ohne Ende - Was sagen die Wiener?
http://tinyurl.com/yqqzld
www.rappelkopf.at

ubu roi
05.11.2007 20:35
"...wenn ich ein Kind bekommen möchte, dann jetzt. Ich warte zunächst die Ausschreibung ab."

tschuldigung, aber: das arme kind.

duke box
06.11.2007 20:45

wieso, sie wissen ja noch gar nicht, wer die ausschreibung zur zeugung gewinnen wird.

Polipräserl
05.11.2007 20:26
Am Besten wäre ADI Wala

der
ist Präsident des Vereins der Freunde der Polizei
Präsident der Vienna
Präsident der Ö. Gesellschaft für Euopapolitik
war
Präsident der Ö. Nationalbank

einen besser qualifizierten Präsidenten wird die armselige Polizei in Wien nicht finden

Rot ist er obendrein auch noch --
siehe auch unter: Häupl/Zustimmung
ja und der ADI Krchov könnte wieder in seinem Vorzimmer Platz nehmen.

joe doe
05.11.2007 20:23
Vom Bild her

müsste die Vizepräsidentin 35 Dienstjahre haben :-)
cu Joe
PS: Wahrscheinlich ein schlechtes Bild

fred h
06.11.2007 04:03
keinesfalls

die schaut wirklich so aus

joe doe
06.11.2007 07:28
Dann ists

mit den Kindern doppelt so spannend, wo die herkommen? *lach*

Polipräserl
05.11.2007 20:21
1 Bögl, 2 Stiedl , jetzt 3 ?

Alle schlechten Dinge sind auch 3.
pffffffffffffffffff.

sieht nicht gut aus...

derPolizist  
05.11.2007 20:05
Bitte nicht den Goldgruber...

der ist allein rhetorisch so schwach... wenn der im Fernsehen auftaucht, möcht ich schon umschalten...

duke box
06.11.2007 20:46

na und, bis vor kurzem hat man vom stiedl auch nie was gesehen im fernsehen, genauso wie von diesem buxbaum (gibts den noch?).

derPolizist  
06.11.2007 21:54
gegen den Goldgruber...

sind Stiedl und Buxbaum (ja, den gibts noch, ist Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit) Götter der Eloquenz...

Management Quatscher
05.11.2007 18:54

Der nächste devote Parteigünstling (ähm ich meine natürlich der nächste hervorragende und unabhängige Fachmann mit enormer Fach- und Führungskompetenz) steht vor der Tür und begehrt Einlass ins Versorungsparadies.

Klopf - klopf - klopf - ein Günstling ist zu versorgen.

Es muß sich doch auszahlen, wenn man jahrelang in sämtliche Popos gekrochen ist und alle Interventionen zur Zufriedenheit der Mächtigen ausgeführt hat.

(ich meine natürlich, wenn man immer nur dem Gesetz verpflichtet war. Korruption gibt´s in Österreich bekanntlich nciht)

Jetzt wird abkassiert. Wir leben ja in einer Leistungsgesellschaft.

Element Dawn Productions
05.11.2007 18:41
Das volle Dutzend zu spät

1995 wird Stiedl Polizeipräsident. 1996 sagt er im Kurier vom 19.7. folgendes: "Jeder Polizeibeamte muß es endlich begreifen: Ich dulde keinen Rassismus in meiner Behörde." (Seite 10 übrigens) Was nachher kam, sollte hinlänglich bekannt sein. Rechtsanwalt Georg Zanger formuliert das im Standard vom 23.10.1996 so: "In den U-Bahnen findet eine regelrechte Schwarzenhatz statt."
Zwölf Jahre nach seinem Dienstantritt hat Stiedl immer noch nicht begriffen...

didi111
06.11.2007 08:29


Jagd auf ÖVP-Mitglieder? Also wenns in Wien schon Schwarze jagen, .....

maria pirolatto
05.11.2007 17:14
welcher rote bonze folgt nach?

die grandiose besetzungspolitik nach rotem wiener parteibuch (geiger, horngacher usw.) wird sicher in alter tradition eine fortsetzung erfahren.

smea_gol
05.11.2007 19:28

ein schwarzer polizeichef wäre nur dann was positives, wenn schwarz seine hautfarbe wäre.

heri13
05.11.2007 18:09
na, einen schwarzen, werden sie nehmen!

quod licet jovi non licet bovi 
05.11.2007 17:35
Na ja, Bonzen sind das, glaube ich, eher nicht.

Einfach nur unfähig halt. Das reicht doch auch schon.

So sieht doch die gesamte Stadtregierung aus, inkompetent. Freunderlwirtschaft halt, beginnend ganz oben.

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