300.000 Kinder weltweit als Soldaten im Einsatz

Redaktion, 19. November 2007 14:57

Human Rights Watch übt Kritik an Burma - Meiste Kindersoldaten werden von Rebellenarmeen für den Kampf gegen die Regierung rekrutiert

Wien - Rund 300.000 Kinder sind gegenwärtig in knapp 30 bewaffneten Konflikten als Soldaten im Einsatz, berichten die Menschenrechtsorganisationen amnesty international und terre des hommes. Sogar Großbritannien hat, laut einer Meldung des deutschen Nachrichtenmagazins "Focus" vom Frühjahr 2007, zwischen 2001 und 2003 Minderjährige in den Irak geschickt. Der damalige britische Verteidigungsminister Adam Ingram hatte betont, die Entsendung sei irrtümlich geschehen.

Zwangsrekrutierung

Die meisten Kindersoldaten werden nach den Angaben der Organisationen von Rebellenarmeen für den Kampf gegen die Regierung rekrutiert. Allerdings unterstützen laut terre des hommes Regierungen häufig paramilitärische Gruppen und Milizen, die Kinder in den Kampf schicken oder sie zu Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung anstacheln. Auch scheuen einige Regierungen nicht vor der bewussten Anwerbung oder sogar Zwangsrekrutierung von Kindern und Jugendlichen zurück. Der UNO-Sicherheitsrat habe zwar wiederholt den Missbrauch von Kindern als Soldaten verurteilt, doch lediglich gegen sechs Staaten wurden Maßnahmen ergriffen, fünf davon in Afrika.

Kritik an Burma

Erst am Dienstag hatte die Menschenorganisation Human Rights Watch (HRW) den Einsatz von Kindersoldaten in Burma (Myanmar) kritisiert (derStandard.at berichtete). Buben ab dem Alter von zehn Jahren würden von Anwerbern gekauft und dann an das Militär veräußert, berichtete HRW. Die Menschenrechtsgruppe berief sich dabei auf Interviews mit 20 früheren burmesischen Soldaten. Die überwiegende Mehrheit von ihnen habe die Zahl der Jugendlichen und Kinder unter den Rekruten auf fast ein Drittel beziffert.

Ye Htut, ein ranghoher Beamter im burmesischen Informationsministerium, wies die Vorwürfe zurück: Der Bericht basiere auf "grundlosen Anschuldigungen und übertriebenen Lügen von Aufständischen im Grenzgebiet", erklärte er. Erst vor drei Jahren habe die Regierung neue Richtlinien erarbeitet, um die Einhaltung des langjährigen Rekrutierungsverbots von Kindersoldaten noch besser als zuvor sicherzustellen. Seitdem seien fast 30 Personen wegen Verstößen von einem Militärgericht diszipliniert worden.

Nach Angaben von Human Rights Watch müssen Kindersoldaten vielfältige Aufgaben erfüllen. Sie werden als Spione, als Träger, als Minenräumer, als Prostituierte und auch als aktive Kämpfer eingesetzt.

Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF hatte bereits im Februar kritisiert, dass das vor fünf Jahren verabschiedete Zusatzprotokoll zur UNO-Kinderrechtskonvention, das den Einsatz von Kindern unter 18 Jahren im Krieg verbietet, von vielen nichtstaatlichen Akteuren in Konflikten ignoriert werde. Militärs und Milizenchefs, die Kinder einsetzen, würden zudem kaum zur Verantwortung gezogen. Das Zusatzprotokoll ist bisher von 122 Staaten unterzeichnet worden; 111 haben es ratifiziert, darunter auch Österreich. (APA)

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20 Postings
Jonas Lanter
 
04.11.2007 22:12
birmaberichterstattung: Burmesischer Kindersoldat ist von der 'KNLA' und nicht von der Junta (SPDC). Nebenbei E.T. ist die "Oberste Seherin" (auch Nats genannt) von Juntachief General Than Shwe

Die abgebildeten Jungs im neuen Headquarter "Manerplaw" sind vom etnischen Volk der Karens und gehören der christlichen KNLA (Karen National Liberation Army) an. Deren politischer Arm ist wiederum die KNU (Karen National Union) unter dem Chairman Saw Ba Thin Sein. Es gibt aber auch Karens des buddhistischen Glaubens, diese kämpfen aber mit der Junta zusammen und nennen sich DKBA (Democratic Buddhist Army). Nun noch zu der Frage wegen E.T.: E.T. ist General Than Shwe's Nats (oder Wahrsagerin). Diese Dame (Daw) hat die neue Hauptstadt Naypyidaw ('Bleibe der Könige') auserkoren (40 km langes Bunkersystem unter der Erde). Liebe Grüsse Berufsjournalist für Burma Jonas M. Lanter, Zürich http://birmaberichterstattung.blogspot.com
oder E-Mail: aseannews@gmx.net
Live-News ab Ende November bis Ende Dezember aus diesem Gebiet in meinem Blog. News werden über Natel an meinen Blog gesendet. Für die Übermittlung benötige ich jeweils Netzempfang nahe der Grenze zu Thailand.

edgar einstein
11.11.2007 20:53
alles nicht noetig

sie brauchen nur in ein hotel in yangon, mandalay usw. gehen, da koennen sie nach herzenslust ins internet, e-mail schreiben usw. ist ueberhaupt kein problem !! das einzige was nicht funktioniert ist yahoo, geht aber auch wiederum ueber einen proxiserver !! also verbreitet keine falschmeldungen.

Gen.McArthur
05.11.2007 06:29
Mèrci...

...für den Link und bon chancé.... :)

edgar einstein
31.10.2007 14:15
das hier gezeigt foto ist geradezu ein muster

wie da kraeftig von den presseagenturen manipuliert wird, die auf dem bild gezeigten jungs sind mindestens ueber 20, hier wird derselbe fehler gemacht wie meist mit juengeren leuten aus asien, die schauen selbst wenn die ueber 20 sind noch sehr oft aus wie kinder wenn man EU parameter anlegt, das hat mit der nahrung zu tun und nicht mit soldaten !!!

robert king
31.10.2007 23:29
das hat mit der nahrung zu tun?

ich empfehle ihnen ein dementsprechendes kochbuch zu schreiben und bei uns auf den markt zu bringen. dann haben sie ausgesorgt für den rest ihres lebens.

aber vermutlich haben sie etwas besseres zu tun...

edgar einstein
11.11.2007 17:56
haben sie schon mal mitbekommen das man

mit nahrung wie rindfleisch, milch, kartoffel usw. wesentlich schneller und umfangreicher waechst als wie wenn man nur reis zu essen hat ? gehen sie mal zu mac donalds und informieren sie sich, wohl in der schule wider geschlafen ?

Jonas Lanter
 
12.11.2007 11:02
Betreffend Internetzugang in Burma

Sie haben mir geschrieben, die Presse solle keine Falschmeldungen verbreiten i. S. Internetzugang in Burma. Erstens ist es so, dass die Junta die Internetverbindungen gekappt hat und diese danach wieder freigab. Aber die Kontrolle ist sehr umfangreich und Sie können keine politische Propaganda aus Burma versenden sprich empfangen. Dies aber heisst nicht, dass sie in einem Touristen-Hotel keine Mails senden können. Welcher Burmese kann denn schon in ein Hotel oder besitzt einen Laptop. Jedermann/frau muss in ein Internet-Café gehen.

edgar einstein
12.11.2007 13:19
stimmt überhaupt nicht

von 10 myanmars die ich kenne haben wenigstens 4 einen computer zuhause und internetzugang. sie können da auch so ziemlich alles ins e-mail schreiben was sie wollen. es interessiert die leute dort überhaupt nicht was in der e-mail steht es sei denn sie ziehen irgendwie boese übers militär her, übrigens haben sie schon bemerkt, daß wenn sie hier ein posting loslassen und böse über einen anderen herziehen wird das posting auch NICHT gebracht ! also gleiches recht für alle. versucht nicht immer die myanmars schlecht zu machen !! übrigens in thailand sind etwa 4200 internetsites nicht zugänglich, der thai zensor hat die abgeschaltet. in singapore dürfen sie keine satellitenschüssel montieren usw.

Gen.McArthur
31.10.2007 14:56
Sie als Experte und "Einheimischer"....

...könnten die Frage beantworten wer in Burma in der Bevölkerung als E.T. bekannt ist und welchen Einfluss diese Person ausübt. Das sollte ihnen doch ein leichtes sein. Oder ?

Jonas Lanter
 
04.11.2007 22:27
E.T. ist Than Shwe's Nats; sprich Hellseherin

Gen. McArthur. Um Ihnen einen besseren Einblick von und zu Burma zu erhalten, sehen Sie meinen Forenbeitrag oder schauen unter http://birmaberichterstattung.blogspot.com
Berufsjournalist für Burma Jonas M. Lanter E-Mail: aseannews@gmx.net

und Bravo: mal kein Journi und weiss wer E.T ist; super! Nicht mal Korrespondenten, welche über Burma berichten, kennen E.T.. In meinen Augen wollen diese jetzt deren Interesse auf ihre Arbeit über Burma lenken um zu zeigen, dass sie Burma verstehen. Dem ist aber nicht so. Ich bereise und schreibe als Berufsjournalist seit 14 Jahren über Burma und kenne jede Splittergruppe der über 130 verschiedenen Volksgruppen (und nicht Minderheiten!).
Spezielle Fragen zu Burma richtet bitte an: aseannews@gmx.net

Gen.McArthur
05.11.2007 06:48
Ja, die "Grünen Geister"...

...und das "Alien". Genau diese Madammé meinte ich. Freut mich das wir eine "Gemeinsame Bekannte " haben. Wie oben bereits erwähnt...danke für den Link. Lese gern und viel...besonders authentische Berichte, sofern das heutzutage überhaupt noch möglich ist. Ne Win hatte seine Marrottè mit den Zahlen...und Shwe hält sich an die "Geister". Habe selbst ein Faiblé für Zahlenspielereien muss ich gestehen. Haben auch mehr mit den Abläufen zu tun als man annehmen sollte...sag ich mal so. ;)
Das wird sich auch kaum ändern und macht verschiedene Schritte "vorhersehbar",...womit wir wieder bei E.T. wären, in gewisser Weise. Das Photo zeigt Karen, allerdings sehr saubere und offenbar noch ohne Feuertaufe, da schliesse ich mich an. Neue Ausrüstung ?

edgar einstein
31.10.2007 15:08
was geht mich ein et an ?

glauben sie ich hab nichts besseres zu tun?

Gen.McArthur
31.10.2007 16:15
^^

Jedes Strassenkind von Rangoon bis Bagán kann diese Frage beantworten. Danke für das Gespräch.

edgar einstein
31.10.2007 20:27
koennen sie die frage beantworten

was ist ein a i ? jeder oesterr. kennt das, also was ??

Gen.McArthur
05.11.2007 07:25
^^

Oh ... °° , j'ai déjà mentionné je ne suis aucun autrichièn ?

edgar einstein
11.11.2007 17:59
sie irren

ein a i in oesterreich ist ein sogenannter armer irrer wissen sie jetzt wo ihre kategorie ist ?

Gen.McArthur
21.11.2007 08:54
Das ist kein Argument...

...sondern eine Verbalinjurié. Allerdings war das ja lediglich eine Frage der Zeit wenn ich mir ihre Argumentation so von Beginn an betrachte. "Nichts wissen nichts Sagen"...hielte ich an Ihrer Stelle für das Klügste. Bon chancé. ;)

h 90
31.10.2007 13:22

Bei Myanmar ist mir im Artikel nicht klar ob die im offiziellen Heer sind oder bei der Karen (oder andere) Armee.

hula patula1
31.10.2007 13:04
autozensor

was heißt hier konkubine? und was heisst rebellenarmee? das ist der ungebildete unnotwendige mainstream von journalisten, die durch unfähigkeit und schlamperei allezeit nützliche idioten abgeben. besser als jeder zensor ist der autozensor journalistischer ungebildenheit.

sackbauerkarli
31.10.2007 13:54

korrekt

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