Community statt Kunden: Das Geheimnis von Ubuntu

11. Jänner 2008, 15:14
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Deutschsprachiges Community-Portal ubuntuusers.de zählt über 50.000 registrierte Mitglieder - Offenheit bleibt der Trumpf von Linux

Die meisten Computernutzer sind Gewohnheitstiere. Daher werden wohl zahlreiche PC-Anwender den Wechsel von Windows XP zu Windows Vista mitmachen, auch wenn sie dann womöglich in neue Hardware investieren müssen. Als Alternative bietet sich das freie Betriebssystem Linux an. Für viele ist dieses aber immer noch gleichbedeutend mit kompliziert und umständlich.

Populär

Dass es auch anders geht, zeigt Ubuntu. Kein anderes Linux-System ist in kurzer Zeit so populär geworden wie dieses Projekt, das der Südafrikaner Mark Shuttleworth gestartet hat.

Ubuntu ist zurzeit die wohl meist verwendete Version des freien Betriebssystems - vor Mandriva, Suse, Debian und Fedora/Red Hat.

Miteinander

Der Name Ubuntu bedeutet in der Zulu-Sprache so viel wie menschliches Miteinander. Und genau "das Miteinander" ist wohl eines der Erfolgsgeheimnisse von Ubuntu. Das auch der Umgang miteinander wichtig für das Projekt ist, hat sich Mark Shuttleworth von Anfang an, auf seine Fahnen geschrieben.

Über 50.000 registrierte Mitglieder

Dementsprechend hat sich rund um Ubuntu eine große Community gefunden. So zählt das deutschsprachige Community-Portal ubuntuusers.de seit einigen Tagen über 50.000 registrierte Mitglieder und im Forum finden sich über eine Million Beiträge. Ähnliche Nutzungszahlen kann auch Ubuntu.fr ausweisen.

Höflich

Beide Portale pflegen einen, für Open-Source Projekte eher ungewöhnlich, höflichen Umgangston und es gibt kaum Hürden sich mit anderen Usern auszutauschen.

Trumpf von Linux

Offenheit gegenüber Usern und Entwicklern ist einer der Trümpfe von Linux gegenüber Microsoft und Apple, die (naturgemäß) lieber Kunden als User zählen. Schließlich wird es für immer mehr Leute wichtig, sich bei Projekten einzubringen und diese zu gestalten, wie der Erfolg von Wikipedia zeigt. (red)

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