Ausstellung: Die unbekannten Europäer

18. Jänner 2008, 11:15
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Eine fotografische Reise von Kurt Kaindl mit Texten von Karl-Markus Gauß ist derzeit im Volkskundemuseum zu sehen

Wien - Ein eindrückliches Plädoyer für das unbekannte Europa - jenseits von Maastricht und Brüssel - ist noch bis 13. Jänner in Form einer Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in der Josefstadt zu sehen. Der Fotograf und Medienwissenschaftler Kurt Kaindl hat auf mehreren Reisen zusammen mit dem Essayisten Karl Markus Gauß Orte und Menschen besucht, die gewöhnlich außerhalb öffentlicher Wahrnehmung liegen. Eine Auswahl der dabei entstandenen Photos wird nun zusammen mit Texten von Gauß unter dem Titel "Die unbekannten Europäer" präsentiert.

Kulturelle Grenzüberschreitungen

Von Schweden bis nach Kalabrien, von Mazedonien ans Schwarze Meer führte die Reise von Kaindl und Gauß. Dabei zeigte sich, dass es sie gibt, die unbekannten europäischen Nationalitäten mitten unter uns: Arbëreshe, Aromunen, Assyrer, Roma von Svinia (Degesi), Gottscheer, Memeldeutsche, Schwarzmeerdeutsche, Sepharden, Sorben, Tartaren, Zimbern und Zipser. Die Fotos zeigen ein Europa, in dem sich Identitäten zu behaupten suchen und dabei täglich kulturelle Grenzüberschreitungen praktizieren. (red)

Österreichisches Museum für Volkskunde
Laudongasse 15-19
1080 Wien
Tel.: 01/406 89 05

Ausstellung: 26. Oktober 2007 bis 13. Jänner 2008
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

Link
www.volkskundemuseum.at
  • Degesi, Kinder in Svinia, Slowakei. Foto von Kurt Kaindl.
    foto: kurt kaindl

    Degesi, Kinder in Svinia, Slowakei. Foto von Kurt Kaindl.

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