Das neue Apple Betriebssystem Mac OS X "Leopard" im Test

Redaktion
13. November 2007, 13:51
  • Artikelbild
  • Artikelbild

Anders als Vista läuft Leopard auch auf Hardware, die ein paar Jahre am Buckel hat - Helmut Spudich auf Erkundungsreise

Anders als der große Rivale Microsoft, der mit neuen Versionen seines Betriebssystems – von Windows 98 auf XP, von XP auf Vista – seinen Benutzern in großen Zeitabständen jeweils große Schritte zumutet, geht Apple bei Updates für sein Mac OS X seit Jahren einen evolutionären Weg. Die jüngste Version, "Leopard", löst den im April 2005 erschienenen "Tiger" ab, dazwischen gab es zehn "Tigerkinder", laufende Updates – teils um Bugs zu beseitigen, teils mit wesentlichen Verbesserungen.

 

Viele neue Funktionen

Das seit vergangenem Freitag im Handel erhältliche "Leopard" (129 Euro, bei neuen Macs vorinstalliert) bringt viele neue Funktionen, mehr als 300 nach Angaben von Apple. So wie bei Tiger die Einführung der systemweiten Stichwortsuche „Spotlight“ die wahrscheinlich singulär wichtigste Neuerung war, ist dies bei Leopard "Time Machine", die Integration vollautomatischer Datensicherung.

Zeit

Backup ist, vor allem im persönlichen Bereich, eine leidige Angelegenheit. Kaum jemand kümmert sich darum, häufig erst nach dem ersten Datencrash, und dann mit meist patscherten Lösungen wie dem Brennen von wichtigen Dateien und Fotos auf CDs. Time Machine wird aktiv, sobald eine externe Festplatte an den Mac angesteckt wird: Zuerst wird eine komplette Sicherungskopie aller Inhalte (also nicht nur Dateien wie Office-Dokumente, Fotos oder Musik, sondern auch alle Programme und Einstellungen) gemacht, von da an werden Änderungen stündlich gesichert. Im Ernstfall kann die Zeitreise beginnen: Nicht nur bei Totalkatastrophen, sondern auch wenn z. B. das Original eines Fotos durch eine schlechtere Bearbeitung überschrieben oder ein Dokument gelöscht wurde, das eines Tages doch gebraucht wird. Mit Time Machine reist man in seiner Festplattengeschichte bis zu dem Zeitpunkt zurück, als alles noch vorhanden war, und stellt die gewünschten Dateien wieder her.

Windows-Umschalter

Obwohl Windows auf dem Mac seit dem Wechsel zu Intel-Chips auf mehrere Arten problemlos verwendet werden kann, ist jetzt die Möglichkeit des Wechsels zwischen Mac OS X und Windows XP oder Vista "offiziell", mit "Boot Camp" (bisher im Beta-Stadium), eine Art Umschalter. Anders als Virtualisierungsprogramme wie Parallels, mit denen Windows gleichzeitig mit Mac OS X auf einem Mac läuft, vollzieht Boot Camp einen völligen Wechsel:_Der Mac ist entweder ein Mac, oder ein Windows PC, nur durch Neustart kann zwischen den beiden Modi gewechselt werden.

Praktischer

Praktischer erscheint die Verwendung von Parallels oder Fusion (beide Programme liefen mit dem schon vorher installierten Windows nach dem Update problemlos), da damit leicht auf gemeinsame Dateien zugegriffen werden kann, oder Paste und Copy zwischen Windows- und Mac-Programmen möglich ist.

Eine Reihe neuer Features soll den Datenberg übersichtlicher darstellen. Dazu wurde aus iTunes „Cover Flow“ übernommen: Man scrollt durch die Dateien eines Ordners, die als Vorschau angezeigt werden, zum genaueren Hinschauen auch bildschirmfüllend, ohne das dazugehörige Programm starten zu müssen. Ordner im "Dock", der Übersichtsleiste am Bildschirm, zeigen ihren Inhalt als übersichtlichen Stapel ("Stacks") an.

Praktisch

Sehr praktisch für kleine Netzwerke, wie sie zuhause oder in Kleinbetrieben ohne Hilfe eines IT-Spezialisten entstehen, ist die automatische Erkennung von anderen Computern im jeweiligen Netz. Macs ebenso wie Windows-PCs scheinen im_Verzeichnis auf, und berechtigte Benutzer können auf freigegebene Inhalte zugreifen wie auf den eigenen Computer.

Liebe zum Detail

Viele Änderungen stecken in Details: So kann man z. B. die Suchzeile (die an sich zur Stichwort-, Datei- oder Programmsuche dient) als Taschenrechner "missbrauchen", indem man eine Formel wie „4+3*7“ eingibt. Der Webbrowser Safari ermöglicht es jetzt, Clips aus Webseiten auszuschneiden, die dann anstelle der ganzen Seite als „Widget“ angezeigt werden.

Anders als Vista läuft Leopard auch auf Hardware, die ein paar Jahre am Buckel hat

Leopard ließ sich auf unterschiedlichen Testgeräten, auch aus der Vor-Intel-Ära, leicht installieren – aber das ist natürlich keine Garantie, und es gibt Berichte über einzelne Probleme. Anders als Vista läuft Leopard auch auf Hardware, die ein paar Jahre am Buckel hat. Alle vorhandenen Peripheriegeräte funktionierten tadellos weiter, ebenso wie vorhandene Software. Mit einer kleinen, aber lästigen Ausnahme – die an sich exzellenten Novamedia-Software für mobilen Onlinezugang, die Mitte November upgedatet werden soll. (Helmut Spudich, DER STANDARD Printausgabe, 30. Oktober 2007)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 474
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
war klar...

dass Leopard wieder mal die Nase vorne hat, darum sind sie erst so spät damit rausgekommen, damit Windows nicht wieder klauen kann.
Eines muss man Windows aber lassen, sie haben es geschafft als erste Softwarehersteller, ein komplettes Betriebssystem zu klonen. Dank des taktisch geschickten Schachzuges, das neue Betrebssystem von Mac erst nach dem erscheinen von Vista herauszubringen, braucht Microsoft jetzt wieder so in etwa 20 Jahre um Leopard zu klonen. Bis dort hin werden wir Mac User schon interaktiven Sex mit Traumfrau - Hologrammen haben. Und Windows User? Tja die werden gerade mal Dashboard oder und Widgets bestaunen während wir Mac ´er wirklich Spaß haben, und das schon sehr lange...
in Liebe euer...

kann leopard...

...eigentlich schon fenster maximal maximieren?

Vista möge alles sein, nur kein Mac OSX Clon.
es gibt ein paar Funktionen die kopiert wurden aber das ganze in so schlechter Durchführung, dass es nichts mehr mit dem Original zu tun hat.
Ein Lada ist auch kein Mercedes Clon nur weil beide 4 Räder und einen Motor haben.

danke...

...es hat zwar niemand danach gefragt und ich habe mich auch nicht als windows-fan geoutet, aber danke sehr, dass sie mir anhand einer abgedroschenen metapher trotzdem helfen moechten, das licht zu sehen.

du schaust eben genauer; nicht alle tun das.

auf was...

...schaut er genauer? nicht auf den text, auf den er antwortet. oder wird der unter leopard ausgeblendet, da leute am bildschirm ohnehin schlecht lesen?

sicher nicht schlechter als der tiger

bei mir wird das safari- oder firefox-fenster auf die layoutbreite maximiert; streifen brauche ich auf der seite keine.

und photoshop hat das auch resp zusätzliche einstellungen dafür; freehand detto, hier sind auf einem kleinen bis mittelgroßen fenster die paletten im weg, teilweise.

wissen sie...

...dass die meisten umsteiger sich gerade ueber dieses detail aergern? dies nur so zur information, nicht zum bashen.

umsteigewillige stoßen sich daran, kann ich mir auch denken

ich sehe es so, dass sich an die praktischere form sich schnell gewöhnne läßt; kann mir momentan nur eine mal-umgebung für kinder-umgebung denken, wo dies absolut gewünscht wird, und diese programme haben das auch, wie andere programme selectiv nach bevorzugtem gebrauch vorgehen (s. freehand oder photoshop)

wenn ich einen intel-PC habe, kann ich mir dann leopart auch auf einem "normalen" pc installieren?

bzw. wenn nicht, wieso geht das nur andersrum, also vista auf macs? (geht das eigentich nur mit vista oder auch mit xp?)

1) mit klimmzügen bei bestimmten konfigurationen, siehe hcl

2) hierfür gibts brücken, zb das ehemalige bootcamp, jetzt im leopard integriert; siehe hcl :-) hier weiß apple besser, was drin ist im gehäuse.

(das dürfte der hauptgrund sein)

Apple sagt nein, die Hacker sagen ja ;)

WER   KANN   HIER   ROT  GEBEN?

Ein Posting wie dieses bekommt Rot:

›nichts gegen spielen - ich tus halt nicht :-)
›einfach zu wenig zeit; und talentiert bin ich auch nicht. also.

Ich meine, das ist krank, hier Rot zu geben.

Dann gratuliere ich - auch du hast nciht verstanden, was bewertet werden soll.

"Nicht die im Posting vertretene Meinung soll bewertet werden, sondern wie lesenswert das Posting ist."

um das beurteilen zu können, mußt manchmal bis oft auch den kontext berücksichtigen

Heini schimpfte über den Parkschein und sagte dann, er würde nicht spielen:

_______
 heini
 
 05.11.2007 14:02
geh wieder spielen, das paßt zu dir
 

_________________
 Parkschwein
 05.11.2007 14:48

[5]

was ma ned können ist lächerlich gell? spielen tun nur idioten, weil das funkt am apple nicht, stimmts? :-))


_______
 hellfast .......
_________
 heini
 
 05.11.2007 15:25

[1]

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re:
nichts gegen spielen - ich tus halt nicht :-)

einfach zu wenig zeit; und talentiert bin ich auch nicht. also.
_____________

ich finde die bewerterei sowieso ziemlich lächerlich und wende sie nur dann an wenn ich mich über offensichtliche blödheit in einem posting besonders ärgere oder etwas sehr lustig ist.

sollst gegen alle regeln grün haben - weil mir die antwort imponiert; nicht daß der inhalt so brilliant wäre wie eine profunde funktionsbeschreibung der firewall oder so interessant wie zB ein vergleich eines trojaners mit einem korrupten parteigänger.....

haben die apple-jünger hier nicht behauptet heise lügt, was die firewall angeht, und ist längst widerlegt?
http://www.heise.de/newsticke... dung/98676
'Insbesondere dokumentiert Apple nun auch die offenen Türen, die an der Firewall vorbei führen. So lässt die Firewall selbst in der Einstellung "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" weiterhin Verbindungen zu, die "für das Funktionieren des Computers wichtig sind' ... '

tät nicht immer so viel von „lüge“ sprechen

wer etwas nicht weiiß und stellt angenommen eine wetterprognose, die sich nicht als richtig herausstellt, dann hat er NICHT gelogen; speziell auf politischem gebiet ist diese unart häufig zu hören....

ich kann mich in letzter zeit an zweierlei heise-sachen erinnern: ein alter und überholter bericht, dessen link hier gepostet wurde, und die sache mit der firewall, die auch nicht so klar war, aber aktuell und die du meinen wirst.

ich las meinungen dazu, dass die aussagen nicht ganz stimmen, von lüge war hoffentlich nicht die rede.....

ich persönlich halte sog. personal-firewalls ohnehin zum schmeissen.

eine personal firewall hat den nachteil dass sie von einem programm das den computer infiziert hat außer kraft gesetzt werden kann.
was aber relativ egal ist, weil eine hardware-firewall gegen eine malware auf dem computer auch nicht viel ausrichten kann; notfalls kommuniziert die malware halt über port 80 ausgehend.
gleichzeitig hat die software-firewall den vorteil dass sie den zugriff auf prozessebene steuern kann, was die hardware-firewall nicht kann.

also ich verwende auch keine sw-firewall, und bei apple ist das mangels malware und verbreitung sowieso augenauswischerei, aber als "zum schmeißen" würde ich sw-firewalls nicht bezeichnen.

finde es dennoch arg wie hier gravierende fehler in der software schöngeredet werden.

Allerdings muß man zugeben, daß man sich (auch unter Windows) keine Malware einfängt, wenn man hinter einer Hardware-FW sitzt und weiß, was man tut!

wenn man sich darüber bewusst ist auf welchen wegen man sich malware einfangen kann dann tut sich die malware sowieso verdammt schwer.

freunde von mir denen ich manchmal beim computer helfe fangen sich die sachen meistens ein weil sie sich irgendwelche gratis-programme saugen. ich würde sagen das ist betriebssystemunabhängig (rein technisch gesehen; für apple wirds kaum programm-malware-bundles geben)

› ich würde sagen das ist betriebssystemunabhängig (rein technisch gesehen; für apple wirds kaum programm-malware-bundles geben)

rein technisch gesehen bist ganz neu in der computerei, stimmts?

herst, wannst kane argumente hast, dann red mi ned von da seitn an, danke.

und: wenn man sich malware INSTALLIERT, dann hat kein betriebssystem eine chance. malware ist auch nur ein programm, und das os kann nicht groß zwischen gut und böse unterscheiden.

›wenn man sich malware INSTALLIERT

für xp und linux gibts malware, doie sich als exe oder elfe ungefragt ausführen lassen;

und wir wissen ja: da vista nicht geht, wird mit zusehen von ms auf xp wieder xp installiert......

hier hast du recht: wenn man sich ein programm installiert, hat das os praktisch keine möglichkeit der unterscheidung.


Posting 1 bis 25 von 474
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.