Rauchbier

26. Oktober 2007, 15:00
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Brauerei: Fischerbräu
Braumeister: Andreas Hartl
Typ: Rauchbier
Alkohol: 5,4 % ABV

Denkt man an Rauchbier, so denkt man automatisch an Bamberg und da wieder speziell an die Brauerei Heller. Deren "Aecht Schlenkerla" Märzen gilt irgendwie als Prototyp der geräucherten Biere, auch wenn andere Brauereien in der Region (etwa Spezial in der Oberen Königstraße in Bamberg oder Dreikronen im nahen Memmelsdorf) ebenfalls beachtlliche Rauchbiere brauen. Wobei natürlich nicht das Bier geräuchert wird, sondern das Malz. Bei der Brauerei Heller wird das direkt im Hause gemacht, die letzten Details sind aber ein wohlgehütetes Geheimnis.

Weil aber Rauchmalz auch von der sehr traditionsreichen Mälzerei Weyermann hergestellt wird, kann man fränkisches Rauchbier auch anderswo nachbrauen - und in Wien haben das schon mehrere Brewpubs erfolgreich versucht. Sigi Flitter im Siebensternbräu hat Rauchbier zu einem fixen Angebot gemacht.

Beim Fischerbräu ist - soweit ich es in Erinnerung habe - bisher noch kein Rauchbier versucht worden, nun aber ist es als Monatsbier im Ausschank: Es ist mit 12,8 Grad Stammwürze eingebraut und deutlich heller als das Bier, das in Bamberg ausgeschenkt wird. Die Farbe ist eher ein dunkles Bernstein als ein sattes Braun (wie bei Schlenkerla), das Bier ist sehr trüb und deutet schon in der Nase an, dass es einen rauchigen Charakter haben wird - der Duft lässt auch eine leichte, karamellige Süße erwarten, die sich dann aber nicht einstellt. Im Antrunk ist das Bier eher trocken und es wird auch beim Weitertrinken bestenfalls vollmundig, nie süß. Zum trockenen Gesamteindruck trägt nicht nur der Rauchgeschmack bei, sondern auch die Bittere, die offensichtlich nicht nur vom gerösteten Malz, sondern auch von einer feinen Hopfung herrührt, die in Rauchbieren sonst kaum zu finden ist. (Bierpapst Conrad Seidl)

  • Rauchbier im Fischerbräu
    foto: seidl

    Rauchbier im Fischerbräu

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