Viennale 1: Taschenspielerei

24. Oktober 2007, 21:33
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Das silberne Sammlerstück ging bei der Eröffnungsgala nur an Frauen - Viele Männer empfanden das als grob ungerecht

Die Viennaletasche ist heuer silbern und jedes Jahr ein Sammlerstück. Leider bekamen sie (das Marketinggesetz heißt "Kult per Verknappung") bei der Viennale-Eröffnungsgala Freitagnacht nur Damen. Viele Männer empfanden das als grob ungerecht. Am deutlichsten demonstrierte das Peter Vitouch (Medienpsychologe und Kurier-Kolumnist). Vitouch erklärte zunächst, er hole die Tasche für seine Frau Elisabeth und betonte, als das nichts brachte, dass die Gemahlin Wiener Gemeinderätin sei (SPÖ). Weil das aber auch nicht half, griff Vitouch einfach zu – und flüchtete, erzählt STANDARD-Fotograf Robert Newald. Der Zeuge verzichtete jedoch auf die Verfolgung: Newald musste sich (als er Taschen zu Fotozwecken drapierte) gegen die Anfeindungen anderer Männer wehren. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD – Printausgabe, 23.10.2007)
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    foto: cremer
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