Blutdruck: Überwacht per Handy

17. Oktober 2007, 14:49
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Ein neuer Service in der Telemedizin warnt vor gefährlichen Grenz­werten – Konventionelle Methoden zur Kontrolle sind genau so gut, wenn sie regelmäßig eingehalten werden

Wien – Ab sofort können Patienten ihren Blutdruck auch per Handy kontrollieren lassen. Möglich wird das durch das so genannte "medmobile"-Telefon. Bei dem Service werden die Daten eines speziellen Messgerätes auf das Handy übertragen und mobil durch eine sichere Datenverbindung an ein Monitoring-Center weitergeleitet. Von dort aus wird wiederum der Patient oder der behandelnde Arzt alarmiert, falls gefährliche Grenzwerte gemessen werden.

Warnung am Display

Ist der Blutdruck des jeweiligen Patienten in Ordnung, ist das Display des Handys grün. Verschlechtert sich der Wert, kann eine entsprechende farbliche "Warnung" gesendet werden.

Bereits erfolgreich eingesetzt wird diese Art von Telemedizin bei Bluthochdruckpatienten: "Durch das medmobile-Monitoring ist eine Therapie exakt zu steuern und senkt deutlich das Risiko für Herzversagen, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen", so Gerold Porenta, Gründer und Geschäftsführer von "medmobile" sowie Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Dadurch könne ein kardiovaskuläres Risiko gesenkt und schwere Folgeschäden verhindert werden. Neben dem Arzt sind technisch auch Nokia und T-Mobile an dem Projekt beteiligt.

Konventionelle Überwachung

Ohne die Hilfe von Technik lässt sich der Blutdruck aber auch noch immer gut überwachen. Nämlich durch mehrmaliges Messen täglich (mindestens zwei Mal), das Führen eines Tagebuches darüber und durch regelmäßige Kontakte mit dem Arzt. Wichtig ist aber, dass Betroffene ihren Blutdruck wirklich regelmäßig kontrollieren und - gemeinsam mit dem Arzt – die Medikation anpassen beziehungsweise auch einnehmen. (red/APA)

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