Ob (kleine) Kinder regelmäßig in ein (verrauchtes) Wirtshaus gehören, ist diskussionswürdig, zwischen den beiden Eltern oder sogar mit den Eltern zu besprechen. Kinderverbote sind aber nicht nur unerträglich, sondern auch gefährlich. Dahinter verbirgt sich die Denke von Hilfssheriffs, die jeder Gesellschaftsgruppe sagen, wohin sie gehört, also: Kinder nach Hause zu ihren Mamis, die, wenn sie Bedarf an sozialem Austausch haben, gefälligst auf dem Spielplatz ihre Äpfelchen schälen sollen. Wo gehören denn dann die Alten hin? Nicht jeder will Falten sehen, ewige Jugend liegt im Trend – vielleicht finden sich noch ein paar Unternehmer aus der Liga Speis & Trank, die Altenverbote verhängen? Das, was die Kinder quirlig sind, sind die Alten langsam. Das will sicher nicht jeder Wirt, dass seine Speisenkarten ewig goutiert werden und dann vielleicht noch die Schrift zu klein ist.
Es ist nicht nur degoutant, mit "kinderfreien Zonen" zu werben, sondern es ist gefährlich, weil es einer Segmentierung der Gesellschaft nach dem Motto "Jeder andere stört" Vorschub leistet. Wenn solche Werbung ankommt, dann haben wir wirklich ein Problem. Wenn wir Kinder nicht als Normalität annehmen können, wie gehen wir dann mit uns selbst um? (Karin Bauer/DER STANDARD, Printausgabe, 16.10.2007)
ÖVP und SPÖ begeben sich auf einen Kurs, den Strache und die FPÖ vorgeben
Regierung wie Opposition müssen sich ausführlich damit beschäftigen, wie viel Menschenwürde wert ist- Von Birgit Baumann
Als Kulturministerin kann Claudia Schmied eines ganz vorzüglich: Schweigen
Es wird nicht viele Politiker in Europa geben, die in einer derart zersplitterten und von Krisen geschüttelten Union unbeirrt weitergehen, anstatt entnervt aufzugeben
Neue Provokation durch den Iran nährt Unsicherheit und Selbstzweifel im Westen
Das Ergebnis der Stichwahl lässt nur die Zusammenarbeit der großen Lager zu, will die Ukraine nicht vollends ins Chaos abdriften
Von Staaten und ihren Geheimdiensten ist keine Hilfe beim Schutz persönlicher Daten zu erwarten - von Helmut Spudich
General Motors will für den Fortbestand seiner Europa-Tochter Opel Bares sehen - Von Günther Strobl
Auf durchs verfreundete Österreich: Wer sagt, was er nicht ist, verrät auch, was er ist
Washington und London packeln, und Wien ist trotz massiver Vorwürfe gegen einen österreichischen Staatsbürger zum Zuschauen verdonnert
Der Iran hätte durch eine Zustimmung zum Atomdeal fast nur zu gewinnen
An der Parteizentrale kommt man bei der Fehlersuche nicht vorbei
Die Gewissensklausel gehört entrümpelt - noch dazu, wo mittlerweile ein ehemaliger Zivi als Minister das Heer herumkommandiert
Wer die Gewissensfrage abschafft, schafft den Zivildienst ab
Auf Kuschelkurs mit Rudolf Leopold
Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt - Es ist Diebstahl - Von András Szigetvari
Norbert Darabos ist mehrfach betroffen: Als Verteidigungs- und Sportminister
Kauf der CD könnte Nachahmer ermuntern, Datenschutz mit Füßen zu treten - Von Birgit Baumann
Die Kurdenvertreter wollen am Öffnungsprozess weiter teilnehmen, und sie geben sich trotz des Parteiverbots pragmatisch - Von Adelheid Wölfl
Drei Monate vor dem Urnengang schauen Öffentlichkeit und Medien den Tories erstmals genauer auf die Finger
Der SP-Aufruf "Nicht mit der FPÖ" kann in den Ländern kaum umgesetzt werden
Das massive Schulungsprogramm, das das Arbeitsmarktservice derzeit fährt, ist eine richtige Maßnahme
Hat sich die ÖVP schon einmal bei der SPÖ bedankt, dass sie einen schwarzen Initiativantrag abschmetterte? Jetzt wäre Zeit dafür - Von Harald Fidler
Toyota ist unangefochten der Welt größter Autobauer
Auch 4000 Ausbildner ändern innerhalb von Monaten oder auch Jahren nichts an Stammesloyalitäten, korrupten Regierungsbehörden und dem Geld der Taliban
Konsumationsräume haben die Bevölkerung entlastet, etwa weil die Drogenszene nicht mehr Parks oder sogar Spielplätze belagert
Das politischen Systems bietet der Bundesregierung gar nicht die Möglichkeit, große Strukturreformen umzusetzen - Von Günther Oswald
Das Angebot eine CD mit Daten von hunderten Steuersündern zu erwerben ist verlockend - doch Finanzminister Schäuble sollte penibel auf die Einhaltung der Gesetze achten
Die "Bevorzugung" der Frauen bei der Lebensmittelhilfe in Haiti ist der Versuch, die Überlebenspakete den Schwachen und Schwächsten zukommen zu lassen
Tiere haben seit 2004 ein bundeseinheitliches Gesetz, der Nachwuchs muss warten
Statt mit dem Säbel zu rasseln, sollte China die rund 1300 Angriffsraketen abbauen, die es auf Taiwan richtet
Mit iPod und iPhone hat der Apple-Chef bewiesen, das er ein besonderes Gespür für den Markt hat - Jetzt folgt das iPad
Der Kern der Taliban kann kein Interesse an einem Ausgleich mit der vom Ausland finanzierten und geschützten Regierung haben - Von Markus Bernath
Ein bissel regieren dürfe er schon noch in dieser Stadt, sagte Wiens Bürgermeister Michael Häupl kürzlich
Die UN-Konvention sollte endlich in die Verfassung - und zwar zur Gänze - Von Peter Mayr
Die Entwicklung geht weg von einem Schutzsystem für Verfolgte hin zu einem Internierungs- und damit Abwehrsystem von unerwünschten Fremden
Das Problem scheint eher zu sein, dass die "Großen" zu sehr mit Bedarfserhebung und Organisation und zu wenig mit Hilfe beschäftigt waren
Bei einer Rekordverschuldung kann man nicht sehr wählerisch sein
Man muss darüber nachdenken, wie eine angemessene Strafe für Gewalttäter sichergestellt werden kann
Nach Lafontaines Rücktritt könnten sich SPD und deutsche Linke wieder annähern
Die SPÖ hievte ihr Faustpfand früh auf den Küniglberg - Die ÖVP steht seither fester - Von Harald Fidler
Die äußere Erscheinung reiche als Grundlage einer amtlichen Namensänderung nicht aus, hieß es aus dem Innenministerium
Ob das gepriesene Postgreißlertum große Zukunft hat, bleibt abzuwarten - Von Luise Ungerboeck
Österreich braucht bessere Gesundheitsvorsorge - und einen sichtbaren Minister
Eine Salzburger Festspielaffäre
Ein knappes Zehntel der Österreicher sieht rechts von der FPÖ immer noch Spielraum und hielte eine dort angesiedelte Partei auch für wählbar
Österreichs Herren ist mit dem Aufstieg in die Hauptrunde die Sensation gelungen - Von Fritz Neumann
Tatsache ist, dass der Abstand zwischen den Terrorangriffen auf Kabul nun immer kürzer wird
Österreich krebst bei der Gleichbehandlung bei Einkommen EU-weit auf dem vorletzten Platz herum
Dass Neid den österreichischen Volkscharakter prägt, hat schon der Biedermeierdichter Ferdinand Raimund gerügt
Eine einzige Kampagne von Herausgeber Hans Dichand gegen den Brüsseler Moloch würde genügen
Die Abwahl Juschtschenkos in der Ukraine symbolisiert auch Europas Versagen
Geht es um Krieg und Frieden, kann die SPD beides: einen Kanzler abservieren wie einst Helmut Schmidt oder ihre Parteibasis einen Militäreinsatz schlucken lassen
Keiner will mit Bucher dorthin, wo Friedrich Peter einst die FPÖ positioniert hatte - Von Conrad Seidl
Absurd die Kritik an Obamas Vorhaben: Sie sei keine geeignete Reform des Finanzsystems - Von András Szigetvari
"Wer hier studiert hat, soll auch hier arbeiten dürfen", will Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP). Daran erstaunt vor allem, dass irgendjemand das Gegenteil sinnvoll finden könnte
Der jetzt geplante Fekter-Sprachkurs spricht eine deutliche Sprache: Wir wollen euch nicht
Der US-Präsident hat sich im ersten Amtsjahr gut geschlagen, abgerechnet wird erst 2012
Die Krise bei Österreichs Abfahrern öffnet Türen - von Benno Zelsacher
Für Haitis enorme Verletzbarkeit tragen auch jene Verantwortung, die jetzt helfen
Alijew wollte König anstelle des Königs im zentralasiatischen Reich Kasachstan werden
Wenn es um Kränkung und Stolz geht, ist man in Ankara sensibel
Besser geworden sind Zug- oder Busverbindungen in den vergangenen zwanzig Jahren trotz öffentlicher Beteuerungen selten - Von Luise Ungerboeck
Der Pay-Sender Sky bietet für die Erstrechte neun Millionen Euro, zwölf Spiele sollen der frei empfangbaren Konkurrenz überlassen werden - Das Spielchen ist typisch österreichisch
Seit Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung im November ist selbige nur am Streiten
Wer sich nichts vorzuwerfen hat und im Alltag nicht weiter auffällt, muss sich auch vor behördlichen Nachforschungen und dem Zugriff auf ihn betreffende Daten nicht fürchten
Wenn Faymann und Pröll bei der Budgetsanierung die Vermögen aussparen wollen, ist das kein Bonus
Die tausenden in Österreich lebenden Menschen mit Migrationshintergrund werden sich bedanken, dass ihnen kollektiv unterstellt wird, testosterongesteuerte Machos zu sein
Der neue Präsident Ivo Josipovic wird nicht die nationale Karte ziehen
Die magere Treibhausgasbilanz 2008 demonstriert Österreichs Vogel-Strauß-Politik
Den politischen Entscheidungsträgern fehlt es an Mut und Ehrlichkeit für klare Entscheidungen und Schnitte - Von Luise Ungerboeck
Politiker haben eine moralische Verpflichtung, dort zu helfen, wo es am dringendsten nötig ist - Von Günther Oswald
Das Personalproblem der Justiz erschüttert den Rechtsstaat in seinen Grundfesten
Man kann nicht behaupten, dass unsere Gesetze "Frauen vor brutalster Gewalt nicht schützen". Die Frage ist eher: Sind sie ausreichend geschützt?
Dass man da selbst zur Waffe greift, muss nicht verständlich sein, es ist aber nachvollziehbar
Die Finanzakteure, auf die es der US-Präsident abgesehen hat, haben die Krise nicht verursacht - Von Lukas Sustala
Neuen Schwung brächte eine neue, von glaubwürdigen Personen getragene Partei - Von Conrad Seidl
Die Menschen fühlen sich sicherer, an Orten, die sie sonst mit dem Gefühl der Unsicherheit verbinden
Bleibt zu hoffen, dass einmal die Zeit kommt, in der offene Fragen beantwortet werden
Trotz inzwischen gesunkener Rohstoffpreise erhalten die Betreiber alter Biogasanlagen neuerlich einen Zuschlag von drei Cent je Kilowattstunde
Nationalheld ist Hoffmann nie gewesen. Und kaum jemand wirft sich für ihn in die Bresche
Die derzeitige Diskussion um Flüchtlinge, Asylwerber und Erstaufnahmezentren bekommt neue Brisanz
In den USA gilt die Zustimmung der Republikaner zu einem neuen Vertrag längst nicht als gesichert
Angola ist Südafrika fern und nah zugleich. Wieso sollte Joseph S. Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbands, nun die Augen öffnen
Bisher wurden nur isländische Sparguthaben abgesichert, ausländische Anleger erhielten hingegen nichts
Ein Staatsbankrott würde dem Euro schaden, eine Rettungsaktion jedoch noch mehr
Wenn durch die Körperscanner die höchst unhöflichen Begrapschungen wegfallen - bitteschön, nur zu. Doch was bringen die Verschärfungen außer sinnlosen Datensammlungen?
Die Kärntner SPÖ erwacht aus ihrem Tiefschlaf - Interessenten für den Parteivorsitz mögen sich endlich melden
ÖVP und SPÖ beweisen eindrucksvoll, dass ihnen die demokratiepolitische Reife fehlt - Von Lisa Nimmervoll
Der Entwurf aus dem Justizministerium wurde Anfang Dezember ziemlich wortlos in die Begutachtung geschickt
Der wiederkehrende Energiestreit zwischen Moskau und Minsk bzw. Kiew zeigt, wie fragil das Liefernetz ist - Von Johanna Ruzicka
Das beschämende Hickhack zwischen Bund und Ländern werden die Überlebenden des Holocaust und ihre Nachkommen nicht so bald vergessen
Bei der AUA wird sich im Laufe des Jahres auch strukturell einiges ändern
Das Grundproblem des Westens mit Peking ist nach 30 Jahren gleich geblieben
Die Hilferufe aus dem zerfallenen Staat bleiben in Washington wie in Brüssel ungehört
In den vergangenen Wochen ist eines wieder ganz deutlich geworden: Am liebsten hätte die deutsche Politik mit dem Einsatz ihrer Soldaten in Afghanistan so wenig wie möglich zu tun.
Westeuropa darf Kroatien in seiner Krise nicht sich selbst überlassen - von Norbert Mappes-Niediek
Ausgerechnet jene Ministerin, die sich damals von "Rehlein-Augen unbeeindruckt" gab, greift nun zum Argument der Menschlichkeit
Wenn wieder einmal diskutiert wird, ob Österreich die ÖIAG noch braucht, ist das grundsätzlich gut - Von Luise Ungerboeck
Präsident Basescu hat das Regierungskabinett bekommen, das ihm gefällt. Damit ist es ihm gelungen, die Oppositionsparteien zu spalten.
Haiders Erben haben sich mit Haut und Haar an den Wiener Strache verkauft und sogar noch was draufgelegt
Die Nachkriegsordnung ermöglicht eine desaströse Politik, in der alle Beteiligten gefangen sind
Wenn sich kein ernsthafter Gegenkandidat zu Fischer findet, kommen wir dem Demokratiemodell Wahlmonarchie einen Schritt näher
Der Rücktritt Connie Hedegaards vom Vorsitz der Tagung wirft kein gutes Licht auf den Konferenzhergang und zeugt von fehlender politischer Standfestigkeit
Für ein besseres Bundesheer fehlt Geld - Das zu ändern ist die wahre Herausforderung für Minister Darabos
Als Wolfgang Schüssel im Jahr 2000 - und erst recht mit der gestärkten Mehrheit 2003 - antrat, das Land im konservativen Sinne zu reformieren, war die Pensionsreform ein Kernstück der Agenda
Auch unter akuter Terrorbedrohung heiligt der Zweck nicht die Mittel
Verhandeln heißt auch, flexibel zu sein
Banken und Regierungen tragen eine wesentliche Mitverantwortung - Von András Szigetvari
Eine Sozialdemokratin ist für die erste Schließung eines Frauenhauses in Österreich verantwortlich - von Thomas Neuhold
Der wirkliche Grund für die Aufregung in London und im Westen ist nicht die abscheuliche Todesstrafe selbst, sondern die fehlende Transparenz, mit der Chinas Richter über sie entscheiden
Hans Niessl wäre es mit dem Antrag auf Abschaffung des Proporzes wirklich ernst gewesen
Die heutigen Regimekritiker in der Ex-Sowjetunion hat der Westen aufgegeben
Respekt vor Würde und Rechten des Einzelnen, Rechtsstaatlichkeit: Erst wenn beides gewährleistet ist, kann es jenes "normale" Leben geben, das sich die Russen so wünschen
Die Anhängerschaft der einstigen Tudjman-Partei hat sich bei dieser Wahl zersplittert und ihrem Kandidaten ein Desaster bereitet
In ihrer Selbstherrlichkeit übersehen die Regierer, dass sie den Stadtbewohnern nicht mehr Kompetenzen geben, sondern sie ihnen gleichsam entziehen
Das BZÖ versteht sich als die Gralshüterin von Haiders Erbe
Im Bankensektor wurden zwar kleinere Adaptionen eingeleitet, der große Regulierungseifer ist aber verflogen - Von Günther Oswald
Adamovich hatte in einem Krone-Interview spekuliert, das Leben in Priklopils Gefangenschaft könnte für Natascha Kampusch "allemal besser gewesen sein als das, was sie davor erlebt hat"
Nach dem Klimadebakel kann nur der Druck der Zivilgesellschaft eine Wende bewirken
Seit fast drei Jahren befindet sich Elsner nun wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaf - Von Michael Simoner
Bisher kein Pro oder Kontra zu den Plänen, umfassenden behördlichen Zugriff auf Handytelefonierer, E-Mail-Schreiber und Co
Der Rekordmann hat an Reputation nichts zu verlieren. Geht was schief, wird wohl das Vehikel schuld sein
Der Moment ist gekommen, wo einer die gute Stimmung ruiniert - Von Birgit Baumann
Studentenproteste 2009: Von politischer Verwahrlosung und verlorener Verheißung
Ein schmerzhafter Schnitt für den Finanzminister und Wasser auf die Mühlen von Autofahrern und ihren Lobbyingklubs - Von Johanna Ruzicka
Was Maria Fekter hier mithilfe des ÖVP-Bürgermeisters von Eberau vorgeführt hat, ist im Grunde nichts anderes als eine einzige - 'tschuldigung schon - Verarschung
Die FPÖ ist klar positioniert - und das BZÖ hat seine Rolle verspielt
Dank der innenpolitischen Krise gibt es die Chance, dass sich zumindest in den Nachbarbeziehungen die Vernunft durchsetzt
Förderung der Zugewanderten ist wahrscheinlich noch wichtiger als die Vorabprüfung
gasthäuser, die "kinderverbote" verhängen, sehen mich nur von aussen. kann mir schon vorstellen was da für verschmockte dinkis (Double Income - No KIds) drinnen sitzen, die sich so was von über-cool vorkommen. kinderverbote sind menschenfeindlich.
aber es sollte verbote für erzeihungsunfähig eltern geben.
ich habe kinder großgezogen und neffen und nichten sowie patenkinder durch kindheit und pubertät begleitet - irgendwie hätte ich auf meine alten tage gern gleichgewicht und stil rund um mich herum. dieses tiefgehende bedürfnis wir allerdings durch kinder und eltern, die sich nicht behnehmen können, schwer beeinträchtigt.
Es freut mich ihre Sensibilität gegenüber diesem Thema. Als Vater finde ich es sehr bedenklich, wenn Kinder nur wegen ihres Kindseins ausgeschlossen werden. Das ist eine Absage ans Leben.
Abgesehen davon ist es eine Gruppenhaftung. Nur weil irgendwer einmal ein Kind erlebt hat, das Tischtücher samt heißer Suppe runterfetzt, sind ALLE Kinder nur noch Gefahrenpotentiale.
Übrigens: Der letzte Riesenwirbel, den ich gehört habe, war eine volle Ladung auf einem Tablett, das eine Kellnerin im Paulaner in München auf den Boden knallte. Was jetzt? Kellnerverbot im Paulaner?
ich versteh das ganze tam-tam über dieses lokal auch nicht so ganz.. es gibt schon ewig diverse all inclusive clubs, wo kinder auch erst ab 12 oder so erlaubt sind.. keiner regt sich auf.. jetzt sowas wegen einem gasthaus in bayern?!
auch mal ganz abgesehen davon, dass der wirt bedienen kann, wen er will.. in diesem fall ist es sein gutes recht.. wems nicht passt, braucht ja nicht zu kommen..
das thema wird eindeutig zu sehr aufgebauscht, beruhigt euch mal alle wieder..
schön traurig, dass kinder in österreich (anscheinend auch von vielen teilnehmern dieses forums) als ruhestörer empfunden werden und nicht als bereicherung.
wenn ich ohne meine kinder ausgehe, dann würd ich niemals bewusst in ein lokal gehen, wo kinder verboten sind. die idee ist sowas von traurig. so als ob jedes kind rumbrüllt, rumrennt, was weiß ich was macht, sodass niemand in ruhe essen könnte. blödsinn!
anstatt dass sich die leut freuen, dass sie in ihrem ach so ernsten alltag auch mal kleine fröhliche / freche / lustige gesichter sehen. damit verbinde ich kinder, nicht primär mit störenfried. voll arg eine gesellschaft, die ihren spass mit kindern gefährdet sieht.
Der Wirt hat ja das Hausrecht und kann JEDEN der die Regeln nicht einhält seines Hauses verweisen.
Aber pauschal zu sagen, dass Familien mit Kindern sowieso ALLE die Regeln missachten ist nur ein Vorurteil. Die Familien, wo es mit dem Benehmen sowieso klappt werden somit auch ausgeschlossen.
Und da gibt es mehr als Sie sich vorstellen können - die fallen nämlich normalerweise gar nicht auf - weil sie eben unauffällig sind.
Ist keineswegs unüblich, daß manche Restaurants sagen, sie nehmen keine Busse.
Ob der Grund dafür eine Laune ist oder es die Küchenorganisation nicht derpackt, ist egal.
Nur dort, wo der Wirt einen Versorgungspflicht hat, sagma in einer Almhütte, darf er sich gesetzlich die Gäste nicht aussuchen.
Was wir alle miteinander *dürfen* und was gesellschaftlich anerkannt und akzeptiert ist, sind trotzdem unterschiedliche Dinge.
Es ist halt traurig, dass unsere Gesellschaft offensichtlich Probleme mit dem *eigenen* Nachwuchs hat.
Und es ist ja entlarvend, *welche* Argumente der Gastwirt vorbringt. Er hätte das ja auch positiv formulieren können.
z.B. "Ich führe nun ein Gasthaus, dass Menschen die einen ruhigen Aufenthalt ermöglichen soll. Aus diesem Grund ist es nicht gestattet, sich in meinem Lokal laut oder sonstwie ungebührlich zu benehmen."
DAS würde dann natürlich auch *manche!* (kleine) Kinder miteinschließen. Eine betrunkende gröhlende Tischrunde allerdings auch ;-)
die zu faul oder zu dumm und zu nachlässig sind, um ihrem Nachwuchs beizubringen, daß es im leben verschiedene Situationen gibt, in denen Unterschiedliches möglich ist an Verhalten.
Und eben die Theoretiker, die so eine falsches wie dummes laissez-faire noch propagieren.
Ich bin kein Theoretiker - wie könnte ich das mit 3 eigenen Kindern sein?
Und wie schon gesagt - meine Kinder können sich auswärts durchaus benehmen.
Manchmal -zum Glück selten - geht natürlich auch meinen Kindern was schief - sind ja trotzdem noch Kinder die viel fürs Leben zu lernen haben.
Aber auch Erwachsenen geht manchmal was schief, und wenns auch nur ein umgestoßenes Glas ist. Normalerweise sagt da ein Wirt *nie* was dagegen, obwohls bei Erwachsenen noch peinlicher ist. Und bei Kindern drückt man in einer *normalen* Gesellschaft halt etwas mehr die Augen zu als bei Erwachsenen.
Wie gesagt perfekt ist *niemand*. Wenn man die Unvollkommenheit von Kindern aber nicht akzeptieren kann stimmt etwas nicht - bei Erwachsenen.
wenn man sagt 'hier bitte keine kinder'? sicher gibt's menschen, denen kinder per se zuwider sind. und die werden vielleicht auch dieses lokal frequentieren. da solche menschen meist aber auch allen anderen zuwider sind, ist die wahrscheinlichkeit ausgesprochen gering, dass sich dort eine fundamentalistische 'anti-kind-ifada' bildet, die dann mit farbbeuteln und stecknadelverseuchtem spielzeug terroristische anschläge auf kindergärten, geburtstationen und wochenbetten startet. es wird eher so sein, dass ein paar mamis die kids bei den vätern abgeben können und in genau diesem lokal endlich mal die eine oder andere stunde in ruhe miteinander plauschen können. und ich (keine mami :-) finde: SIE HABEN ES SICH VERDIENT!
haha. lustig sind sie. haben sie wirklich das gefühl wir leben in einer gesellschaft die nicht stark segmentiert ist? aber jetzt retten wir alle, indem wir lokale verbieten, die es tatsächlich wagen die wahrheit auszusprechen. kinder sind manchmal nervig. das gehört dazu. und eltern sind auch nur menschen. und die freunde der eltern auch. es gibt auch das gegenteil, nämlich lokale die bewusst mit kindereinrichtungen werben. die hätten spontan mehr zulauf. ist das schlecht? dort können die kinder spielen, die erwachsenen sich unterhalten und alle sind happy. was passt ihnen daran nicht? ach, ja genau: das gehaltsniveau für frauen. das hat natürlich direkt damit zu tun. aber sie als personalspezialistin wissen ja wovon sie sprechen.
...dass man in dieser Gesellschaft nichteinmal mehr SAGEN darf, dass man an irgendeinem Ort KEINE Kinder haben will, ohne verbal hingerichtet zu werden.
Man ist KEIN Kinderhasser, nur weil man zB manchmal einfach seine Ruhe haben will, und Ruhe gibts nicht bei Kindern. GERADE dann, wenn man, zB wie ich sein Kind viel sieht, will man auch einmal Zeit OHNE Kinder verbringen.
Ich bin in Teilkarenz und sehe mein Kind ständig. Ist das nicht verständlich, dass ich auch einmal mit meiner Frau essen gehen will, OHNE schon wieder Kinder zu sehen?
Wenn rund um mich Kinder toben und brüllen kann ich auch zu Hause bleiben. Da ist es wenigstens das eigene Kind.
Ich verstehe daher auch, dass Sie vom Kindergeschrei ab und zu Abstand gewinnen wollen. Allerdings ist es *äußerst* selten, dass Kinder in einem Restaurant extrem auffällig werden. Das ist ja auch nicht im Interesse der Eltern. Meine Kinder wissen sehr gut, dass auswärts strengere Benimmregeln gelten - und so ists ja auch bei den meisten anderen Familien. Und mit *Kleinkindern* geht man ja eher selten aus - weils eben auch für die Eltern anstrengend ist - außer vielleicht bei McDonalds ;-)
Wenn sie aber schon eine normale Kinderstimme zu nerven beginnt, sollten Sie allerdings bei sich selbst anfangen den Fehler zu suchen.
Abgesehen davon - wenn Sie am späteren Abend ausgehen, werden Sie wohl nur im Ausnahmefall auf Kinder stoßen ;-)
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