Internet-Flatrates im Tarif-Vergleich - Telekom Austria weit abgeschlagen

  • Stand: Oktober 2007. Geschwindigkeitsangaben nur Maximalgeschwindigkeiten - Tatsächliche Werte können stark variieren.
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    Stand: Oktober 2007. Geschwindigkeitsangaben nur Maximalgeschwindigkeiten - Tatsächliche Werte können stark variieren.

Internet-Zugänge ohne Datentransfer- Beschränkung werden zum Standard, nur die Telekom Austria hinkt hinterher

Seit dem Aufkommen von immer aufwändigeren Online-Diensten, allen voran Video-Plattformen, sind Limits für Daten-Transfers nicht mehr gern gesehen. Laden Sie sich Demos von Computerspielen herunter, nutzen Sie P2P-Netzwerke oder kaufen Sie sich Musik und Filme in Online-Shops läppern sich die Megabytes rasch zu Gigabytes zusammen. Während sich Kunden von XDSL- und Kabel-Anschlüssen über Daten-Guthaben und Volumsbeschränkungen keine Gedanken mehr machen müssen, sieht die Welt für ADSL-Nutzer weit schlechter aus.

Referenzen

Wir haben uns die Tarife der drei Marktführer Telekom Austria, UPC (Chello und Inode) und Tele2 angesehen. In Betracht kamen ausschließlich Angebote für Privatkunden und Produkte, die nicht an Zusatzdienste wie Telefonie oder Fernsehen gebunden sind, wie zum Beispiel Tele2 Complete.

Die erste Überraschung gleich vorweg: Der Primus Telekom Austria bietet keine eigenständige Internet-Flatrate über ADSL an, während die beiden Mitbewerber ein vielseitiges Portfolio vorweisen können.

Die einzige Flatrate der TA ist an Telefonie gebunden. Für aonSpeed Flat zahlt man monatlich 49,90 Euro plus mindestens 15,98 Euro pro Monat für den Telefonanschluss. Dafür erhält man vergleichsweise langsame 3 Mbit/s Download-Geschwindigkeit bei nur 384 Kbit/s Upload.

One-on-One

Das vermeintliche Duell heißt also Tele2 gegen UPC. Während Letzterer sein Angebot in XDSL, ADSL und Kabel und eine Vielzahl von Preiskategorien aufsplittet, begnügt sich Tele2 mit zwei XDSL-Produkten und einer aggressiven Preisgestaltung.

Geschwindigkeit

Wenn es um die versprochene Spitzengeschwindigkeit geht, teilen sich Tele2 und Chello das Siegerpodest - genau in der Reihenfolge. DSL Extreme verspricht bis zu 20 Mbit/s Download- und 1024 Kbit/s Upload-Leistung für 39,90 Euro im Monat, wobei die Maximalgeschwindigkeit laut Tele2 je nach Leitungsausbau variieren kann. Bei Interesse sollte so in jedem Fall vorher nachgefragt werden, denn die Angaben können laut den Unternehmen variieren.

An Position Zwei steht Chello Plus mit 16 Mbit/s Download und 768 Kbit/s Upload für 69 Euro. Eine Übersicht zu allen Geschwindigkeiten sehen Sie in der linken Spalte.

Preis

Im Mittelfeld bei Geschwindigkeiten von 4 Mbit/s bis 8 Mbit/s tummeln sich die Angebote von UPC. Tele2 DSL Fun sticht hier mit 6 Mbit/s zu 768 Kbit/s für 29,90 Euro heraus. Chello Classic gibts für 49 Euro und leistet 8 Mbit/s zu 512 Kbit/s. Zum selben Preis bekommt man bei Inode XDSL Medium mit 4 Mbit/s Download-Geschwindigkeit. Spezielle Tarife für Studenten unter 27 Jahren kosten jeweils 14 Euro weniger im Monat.

Im Einsteiger-Segment bietet Inode mit XDSL-Mini den billigsten Tarif für 27,90 Euro. Die Geschwindigkeit ist hier allerdings auch stark reduziert (2048/256 Kbit/s).

Alle Preise im Überblick sehen Sie in der linken Spalte.

Sonderfall ADSL

Das einzige ADSL-Produkt im Vergleichsfeld ohne Telekom-Festnetz-Anschluss bietet Inode mit Solo Privat. Maximal 2048 Kbit/s zu 256 Kbit/s zu satten 57,90 Euro monatlich sind möglich.

Angebote

Bei manchen Tarifen ist zu beachten, dass bei der Installation noch zusätzlich Gebühren für die Einrichtung sowie eine Kaution auf allfällige Gerätschaft (Modem, etc.) anfallen. Bis Weihnachten ist es überdies noch eine Weile hin, rechnen Sie demnach noch mit weiteren Angeboten und Vergünstigungen in den kommenden Wochen. (Zsolt Wilhelm)

Zur Umfrage: Haben Sie eine Flatrate?

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