"Esra"-Verbot bleibt aufrecht

19. Oktober 2007, 14:29
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Deutsches Bundes­verfassungsgericht bekräftigt Beschluss gegen Roman Maxim Billers - Ex-Freundin in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt

Karlsruhe - Die in Deutschland angestrengte Verfassungsbeschwerde des Verlags Kiepenheuer & Witsch wurde abgewiesen: Der Roman "Esra" des Verlagsautors Maxim Biller bleibt verboten. Der stark autobiografisch gefärbte Roman verletzt nach dem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgericht die Persönlichkeitsrechte von Billers Ex-Freundin, weil sie eindeutig als "Esra" erkennbar ist und das Buch intimste Details der Liebesbeziehung schildert.

Allerdings revidierten die Verfassungsrichter das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), der das Verbot vor zwei Jahren bestätigt hatte, in einem Punkt. Anders als Billers Ex-Freundin habe deren Mutter keinen Unterlassungsanspruch. Zwar sei auch sie in der Romanfigur Lale erkennbar. Der Umstand, dass sie dort sehr negativ gezeichnet sei, reiche allerdings nicht für ein Verbot. "Für ein literarisches Werk, das an die Wirklichkeit anknüpft, ist es gerade kennzeichnend, dass es tatsächliche und fiktive Schilderungen vermengt", befanden die Richter. (APA/dpa)

  • Maxim Biller
    foto: katia romero

    Maxim Biller

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