Reisen, Artenschutz und Berggorillas

13. Oktober 2007, 17:00
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In einer Ansichtssache zeigen Claudia und Manfred Hochleithner ihre Eindrücke von Ruanda, die sie bei Reisen dorthin gesammelt haben

Claudia und Manfred Hochleithner beschäftigen sich sowohl beruflich als auch privat mit Tieren. Beide sind Veterinärmediziner und in ihrem Privatleben engagieren sie sich darüber hinaus im Verein Endangered. Der Non-Profit-Verein bezweckt die Durchführung von Aktivitäten wie Vorträgen, Verammlungen, Spendenaktionen oder Publikationen über veterinärmedizinische Möglichkeiten und deren Bedeutung bei bedrohten Tierarten wie Berggorillas, Buckelwalen oder Meeresschildkröten.

Der Verein Endangered hat sich als eines der primären Ziele gesetzt, die Unterstützung der Kinder Ruandas zu gewährleisten. Dabei soll einerseits eine Ausbildung aller Kinder durch Stipendien und Patenschaften bezahlt werden und andererseits die einfachen Grundbedürfnisse der Ernährung auf eine regelmäßige und auch entsprechende Basis gebracht werden.

Vor Ort kümmert sich seit September 2006 die erste offizielle Mitarbeiterin des Vereins Endangered als Sprachrohr zwischen Österreich und Rwasa um die Kinder. Sie ist im Waisenhaus der lokale Ansprechpartner für die beiden Vortragenden: Marie Claire Niyoyita. Sie kümmert sich sowohl um die Ausbildung der Kinder, als auch um die Organisation von Lebensmittel und eines geregelten Tagesablaufs im Bezug auf das Essen.

Bei dem Vortrag wollen Hr. und Fr. Hochleithner die Schönheit Ruandas vorstellen und gleichzeitig auf die Arbeit in Ihrem Verein hinweisen.

Sie berichten einerseits über ihre Tätigkeit im Waisenhaus und andererseits über ihre Unterstützung der Gorillas Ruandas. Der Lebensraum der Gorillas hat sich mittlerweile auf ein Gebiet in Uganda (Biwindi) sowie das Dreieck zwischen Rwanda, Uganda und dem Kongo (Park de Volcanos) beschränkt. In Rwanda gibt es eine tierärztliche Station der Morris Animal Foundation, USA, die die Zielsetzung haben, die letzten Berggorillas im Feld zu beschützen.

Die beiden Vortragenden haben die Berggorillas und die Station im Februar persönlich besucht und haben sich danach vorgenommen, dass sie von Österreich aus das Tierärzteteam mit den notwendigen Medikamenten versorgen wollen. Die Tierärzte der Station arbeiten auch mit einem lokalen Spital zusammen, indem Sie immer wieder notwendige Medikamente an dieses abgeben, da in Rwanda natürlich auch die medizinische Versorgung der Menschen nicht westlichen Standards entspricht. Auch diesem Spital helfen die beiden Vortragenden mit Ihrer Arbeit.

Bei der Wiener Urania sind regelmäßig Vortragende zu Gast, die aus allen Ländern der Welt ihre Reiseerfahrungen mitbringen und darüber berichten. In diesem Semester stehen Geschichten von zwanzig Abenteurern auf dem Programm, die unter anderem aus Libyen, Burma, Laos und Angkor berichten. (red)


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