Physik-Nobelpreis 2007 für Entdeckung des "Riesen-Magnetwiderstands"

17. Oktober 2007, 12:44
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Peter Grünberg und Albert Fert fanden neuen physikalischen Effekt, mit dessen Hilfe Festplattenkapazität erheblich gesteigert werden konnte

Der Nobelpreis für Physik 2007 geht an den deutschen Wissenschafter Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich und den französischen Forscher Albert Fert von der Université Paris-Sud in Orsay. Das gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag, in Stockholm bekannt. Die beiden Forscher werden für die 1988 erfolgte Entdeckung eines völlig neuen physikalischen Effekts, des sogenannten "Riesen-Magnetwiderstands" (GMR-Effekt) geehrt.

Steigerung

Mit dessen Hilfe konnte die Computer-Festplattenkapazität in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert werden. Die Ehrung ist wie im Vorjahr mit zehn Millionen Kronen (1,1 Mio. Euro) dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm überreicht.

"Echo des Urknalls"

Im vergangenen Jahr ging der Physik-Nobelpreis an die beiden US-Forscher John C. Mather vom NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt (US-Bundesstaat Maryland) und George F. Smoot von der University of California in Berkeley (Kalifornien). Die beiden Physiker wurden für ihre Untersuchungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, quasi das "Echo des Urknalls", ausgezeichnet. Ihre Arbeiten basieren auf Messungen mit dem 1989 gestarteten NASA-Satelliten COBE.(APA)

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