StumbleUpon: Im Internet bummeln statt suchen

22. Jänner 2008, 13:21
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Rasanter Anstieg der Beliebtheit des "Zufallsgenerators" - StumbleUpon zeigt die Sehenswürdigkeiten des Web

Wer im Internet surft, sucht oft nach spezifischen Informationen, doch wer lieber ziellos durch interessante Seiten klickt, ist mit der Webseite StumbleUpon gut beraten, wie die New York Times berichtet. Diese sucht nicht nach Stichwörtern, sondern nach angegebenen Kategorien jene Seiten aus dem unendlichen Angebot des Internets heraus, die den betreffenden "Stumbler" am ehesten interessieren könnten. Damit ist das bereits sechs Jahre alte StumbleUpon jedoch nicht mehr allein. Auch Google bietet seit Neuestem mit seinem "Dice" ein ähnliches Service an, das Webseiten auf Basis der zuvor besuchten Seiten empfiehlt.

Sehenswert

StumbleUpon funktioniert auf zwei Ebenen. Zum einen sucht man sich bestimmte Channels aus, die den persönlichen Interessen entsprechen, und zum anderen kann man Seiten bewerten und bekommt jene Seiten gezeigt, die andere Nutzer als sehenswert eingestuft haben. Dadurch wird StumbleUpon immer besser, je mehr Leute es verwenden. Momentan gibt es 3,5 Mio. registrierte Nutzer - ein rasanter Anstieg, verglichen mit lediglich 600.000 vor zwei Jahren. Diesen wird sozusagen ein "Best Of" des Internets geboten, das derzeit aus 12 Mio. Seiten besteht.

Auswahl

Wer durchs Internet bummeln will, hat mehrere Optionen zur Auswahl. Man kann sich entweder ganze Webseiten oder nur Videos oder Fotos anzeigen lassen. Außerdem kann man sich natürlich den Channel, in dem man surfen will, aussuchen. Dies könnte beispielsweise "Literature" oder "Cats" sein. Seit Kurzem kann man auch durch einzelne Websites "stolpern", wie Wikipedia oder YouTube. StumbleUpon bietet auch die Möglichkeit, Kontakt mit anderen Usern aufzunehmen oder Suchergebnisse direkt an einen Freund weiterzuempfehlen.

Noch kein Gewinn

Derzeit wirft das Unternehmen, das Anfang des Jahres für 75 Mio. Dollar an eBay verkauft wurde, noch keinen Gewinn ab. Finanzieren will sich die Seite durch bezahlte Eintragungen in die Datenbank. Diese Seiten werden dann genauso wie nicht zahlende Webseiten angezeigt, die jedoch gekennzeichnet sind. In einem Test der New York Times erschien weniger als eine gesponserte Seite bei 25 Versuchen in verschiedenen Channels. (pte)

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